Homepage des Museums



Dienstag, 17. Januar 2012 - 20 Uhr, Herrenhaus, Rokokosaal

10jährige Online-Präsenz des Kreismuseums Herzogtum Lauenburg
 

Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, welch hohen Stellenwert das Internet bekommen wird? - Auch die Frage, ob ein Museum eine eigene Homepage haben sollte, hat sich in dieser Zeitspanne in der Bevölkerung grundlegend geändert. 2001 waren Viele der Meinung, dass „man so etwas doch nicht wirklich braucht" oder sogar, dass "man potentielle Besucher abschreckt, wenn vorab ein Großteil der Exponate im Internet zu sehen ist".

Im Vergleich hierzu bilden heutige Aussagen zur gleichen Frage eine echte Kehrtwendung, zum Beispiel: „Eine in Suchmaschinen gut platzierte Homepage ist ein ideales Werkzeug, um grundsätzliches Interesse zu wecken", sie "verstärkt durch aktuelle Ankündigungsseiten den Wunsch eines (erneuten) Besuchs, außerdem "trägt sie maßgeblich zur Transparenz der Aufgaben und Tätigkeiten eines Museums" bei.

Es gibt also Gründe, die vergangenen zehn Jahre anläßlich des Web-Jubiläums Revue passieren zu lassen. Die frühen/ersten Versionen der Seite lassen erkennen, daß zunächst nur an die Zurverfügungstellung von Grundinformationen gedacht war: Anschrift, grober Sammlungsüberblick, etc. Ausgestattet mit möglichst kleinformatigen Fotos (weil die damaligen Ladezeiten im Vergleich zu heute immens lang waren), stellte der Internetauftritt zunächst so etwas wie eine erweiterte Visitenkarte dar. Die folgende Abbildung zeigt den Urzustand der Seite direkt nach dem Freischalten:
 

 



Ein Klick ins Bild vergrößert die Darstellung!



Es gab sehr wenig Auswahl, auch keine Link-Buttons. Das Ganze sieht sehr klein aus, was daran liegt, daß die Auflösung der Computerbildschirme damals wesentlich gröber war als heute: die noch nicht so weit entwickelten Grafikkarten der Computer
erzeugten wesentlich größere einzelne Pixel. 2002 hat diese kleine Zusammenstellung von Texten und einem Bild über 3/4 der Fläche des damals auch viel kleineren Bildschirms ausgefüllt.

Erst allmählich wandelt sich das Erscheinungsbild hin zu einer umfangreicheren Darstellung mit der Umsetzung von
museumspädagogischen Aspekten wie einem Ratespiel, mehrsprachigen Informationen, einem Ausstellungs-Archiv und der Digitalisierung regionalgeschichtlich relevanter Archivalien.

Rechtzeitig zum Jubiläum werden zwei Internet-Großprojekte fertig (und an diesem Abend freigeschaltet): die Vor-Vor-Vorläufer der "Lauenburgischen Heimat", nämlich das "Vaterländische Archiv (erschienen von 1857 und 1863, insgesamt mit 1.344  Seiten) und ein Teil der Jahrbände "Archiv des Vereins für die Geschichte des Herzogthums Lauenburg" (erschienen von 1884-1910, insgesamt mit 3.386 Seiten). Vielfach erschlossen durch Namens-, Sach- und Zeit-Register wird hier eine kardinale Facette der neueren Regionalgeschichte dauerhaft der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Stadtarchivar Christian Lopau M. A. spricht über die Männer, die diese Publikationen ediert haben, Dr. Horst Otto Müller stellt die neuen (stark erweiterten) Seiten in Form einer Beamer-Präsentation vor.