Installationen/Werke von Claudia Bormann


8. September bis 8. Oktober 2006

Claudia Bormann: Fotoporträt (26771 Byte)

Die Ratzeburger Künstlerin Claudia Bormann
zeigt im Erdgeschoß des Kreismuseums sowie im Rokokosaal
(Obergeschoß) eigens dafür gestaltete Bilder und Installationen.

Leben und Werk von Claudia Bormann

1977-82

Studium an der Kunstakademie und Universität Stuttgart
(Malerei, Bühnenbild, Kunst- und Literaturgeschichte).

1979 1. Preis im Akademiewettbewerb, es entstehen begehbare Licht- und Spiegelinstallation (TAT Frankfurt, Künstlerhaus Stuttgart, Frauenmuseum Bonn), Environments und Happenings mit der Künstlergruppe "Sanfte Strukturen" (Kunstverein Stuttgart, Theaterfestival Nancy, IBA Berlin).
1984 Staatsexamen.
1985 Preis „Kunst am Bau“; Uniklinik Heidelberg. Ab diesem Jahr
wasserkinetische Objekte (Aufträge u.a. für Bosch, IBM, ABB und verschiedene Kulturinstitutionen, z.B. Atlantis-Pavillon Hans-Jürgen Müller, Dokumenta 1992).
1987-89 Atelierstipendium des Landes Baden-Württemberg.
1989 Eröffnungsausstellung der Ateliergemeinschaft Ostend 106,
Stuttgart. In den Vorjahren Ausstellungen und Ausstellungsbe-
teiligungen (Auswahl): Galerie Hans-Peter Haas, Kornwestheim; Kunstakademie Stuttgart; Kunstmuseum Bonn; Kunstgalerie Meersburg; Budapest Galeria, Budapest; Galerie Roter Turm, Weinheim; Frauenmuseum Bonn; Pressehaus Stuttgart.
ab 1994 Malerei und Zeichnung (Arbeiten auf Papier/Kreide, Kohle,
Chinatusche, Acrylfarben) - Ausstellungen und Ausstellungsbe-
teiligungen (Auswahl): Landesschau Schleswig-Holstein, Brunsbüttel; Galerie der Volksbank, Wertheim; Stadtbücherei
Ratzeburg; Kulturforum Burgkloster; Atelierausstellung Hüxter Damm, Lübeck.
1997 BBK Gesamtausstellung, Neumünster.
ab 2000 Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)Artissimo, Hüxstraße, Lübeck; Lauenburgischer Kunstverein in der KSK Schwarzenbek; Büro Schröder-Berkenthin, Lübeck; Lübecker Jahresschauen im Kulturforum Burgkloster; Landesmuseum Schloss Gottorf; Historisches Rathaus Bad Oldesloe; Ernst-Barlach-
Museum, Wedel; Möllner Museum Historisches Rathaus, Mölln; Büro Christoph, Meise, Schmitt, Ratzeburg.


 

Die Künstlerin Claudia Bormann zeigt speziell für das Herrenhaus (Kreismuseum Herzogtum Lauenburg) geschaffene Malerei und Installation. Bedingt durch die historischen Gegebenheiten im Herrenhaus (es gibt keine freien, sondern nur denkmalgeschützte, mit Stukkaturen verzierte Wände) bot es sich an, Arbeiten speziell für die beiden Rokokoräume des Museums zu konzipieren und auch eine entsprechende Präsentation zu realisieren. Claudia Bormann arbeitete mehrere Jahre an landschaftlichen Themen, wobei es ihr insbesondere darauf ankam, einen Wechsel der Betrachtungsweise zwischen stimmungsvoller Anschaulichkeit und deren formaler Reduktion zu ermöglichen. Entstanden sind u.A. zahlreiche Wandbilder und Wasserlandschaften, häufig optisch verknappt zu Schwarzweiß- und Grautönen.

Für den Gartensaal des Museums entsteht eine bodenflächenbedeckende Malerei, die den Eindruck erweckt, als stehe der Saal unter Wasser. So wird der Ratzeburger Domsee, auf den Besucher durch die drei großen Fenster des Saales blicken, in den Raum hineingezogen.  Um diesen Eindruck ungeschmälert zu präsentieren, ist dieser Museumsraum während dieser vier Wochen nicht begehbar. Normalerweise nicht geöffnete Nebentüren führen die Besucher statt dessen zu den Stirnseiten des prächtigen Raumes, um - je nach Lichteinfall - alle Wirknuancen dieser "malerischen Installation" zur Geltung zu bringen.

Das Tuch mit der Bodenmalerei greift das barocke Interesse am Spiel mit optischen Brechungen auf: eine illusionistische "Theatermalerei" gibt den Saal in "umgekehrter Perspektive" wieder und ermöglicht so eine zusätzliche Raumwahrnehmung. Vor dem Gartensaal, also im Foyer, sind Landschaftsbilder in mehreren Reihen übereinander ausgestellt, wie es in Barock- und Renaissanceschlössern üblich war.
 


 

Mit Spiegelfolie ausgelegter Gartensaal des Kreismuseums.

 

Ergänzend werden im Rokokosaal drei großformatige Bilder, die in einer Art Paravent-Form aufgestellt werden, Erinnerungen an Claude Monets imaginative "Seerosenbilder" wecken. Schließlich bieten große Ausstellungsflächen im Foyer des Museums die Gelegenheit, Werke von Claudia Bormann in bewußt eng gedrängter, sogenannter "Petersburger Hängung" - wie im Barock und Rokoko üblich - zu sehen, so daß dem Betrachter zugleich eine Werkübersicht des OEuvres der letzten Jahre ermöglicht wird.

Eines dieser Bilder im Foyer ist das großformatige Gemälde "Zwiefalten" (in der Miniatur-Vorschau links (Ein Klick ins Bild vergrößert die Darstellung, aber je nach Rechnerleistung und Internet-Verbindungsart können wenige/einige Sekunden Ladezeit vergehen, bis das Foto komplett geladen ist.) - Rechts daneben befindet sich Claudia Bormanns Arbeit "Zwiefalten 2".

 

Claudia Bormann: Claudia Bormann: