Jahresband 1896

Archiv des Vereins für die
Geschichte des Herzogthums Lauenburg


Die fürstlichen Schlösser und Höfe
im Herzogthum Lauenburg.

Von W. Dührsen.

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Das Königl. Staatsarchiv in Schleswig besitzt unter seinen vielen Schätzen ein Convolut Acten, welches die Inventarien und Beschreibungen der fürstlichen Häuser und Aemter Lauenburg, Ratzeburg, Schwarzenbeck und Neuhaus etc. enthält (181 Folien de 1500-1662), dem wir die nachstehenden Mittheilungen entnehmen.

1. RATZEBURG. Das Inventar dieses Schlosses, welches bekanntlich am großen See vor der Stadt (nach Westen) gelegen hat und nach Aussterben der Herzöge (1689) vom Herzog zu Celle 1690 zwecks besserer Befestigung der Stadt abgebrochen wurde, so daß kaum eine Spur mehr davon vorhanden, ist nebst den dazu gehörigen Vorwerken und Schäfereien in der Woche „vocem jucunditatis Anno 1595 in beiseien F. G. vndt derselben hertz lieben Gemahlinnenn durch Simonn Braun Johan Raschen vndt Ernnst Flackenn“ inventarisirt worden. Zuerst wird das Vieh (u. a. 20 Hengstfüllen) und das Wirthschaftsinventar zu Borstorf (damals und bis in’s vorige Jahrhundert noch Vorwerk) aufgenommen, dann das zu Marienwold, zu Clempau, Clempauer-Mühle, Kittlitz, Hollenbeck, Schäferei zu Brunsmarck (damals und bis 1747 noch Vorwerck), Farchau (desgl.),

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Neuvorwerk, Roggenmühle, Malzmühle und Sandmühle. Darauf folgt das Inventar „uffm Hause Ratzeburgk“ (Korn, z. B. 96 Drömbt – à 12 Scheffel – Roggen, Malz, Gerste; Bier im Wallkeller 49 Tonnen, im kl. Keller bei’m Backhause und im Weinkeller, im Rummeldeußkeller über 200 Tonnen, darunter 18 Tonnen Rummeldeuß; Fleischvorräthe, Geräthe, Butter, Häringe, Bücklinge, Salz etc., Flachs und Bettwäsche, die „der aldt frawen zu bewahren zugestellet worden“, Tischlaken, Handtücher etc., Zinn-, Messing- und Kupfergeräthe, Bettzeug und Mobiliar. Das letztere wird nach den Gemächern und Kammern, in denen es sich befindet, verzeichnet; so. z. B. finden wir in „Hertzogk Magnus Gemach“ einige einfache Möbel *), ebenso in „Dr. Schulzen gemache“, in „meines gnedigen Fürsten vnd Edellknaben gemach“, Schmiedegeräthe in der Schmiede, viele Waffen – lange Spieße, Hellebarden, Sturmhauben, Pulverflaschen, „Muscheten“ – in der „Archelei Cammer“, Harnische, Feldschlangen etc. im Zeughaus und 39 blanke, 22 schwarze Harnische, 22 blanke und 8 schwarze Sturmhauben etc.). Dann wird am 3. Juli 1595 die Inventarisirung fortgesetzt in Schönberg (damals noch Vorwerk) und am 20. Sept. 1596 wiederholt, ebenso in Borstorf, wo ein Bestand von 60 Pferden sich findet, ebenso in Brunsmarck, Marienwold, Clempau („Klindpow“), Mühle zu „Krommes“, Farchau, Neuvorwerk, Kittlitz, Hollenbeck und auf dem Schloß zu Ratzeburg. Anno 1601 wird wiederum inventarisirt und zwar von Henricus Heidtcampff und Jurgen Ammermann in Gegenwart von Hanns von Wersebergk (Wersebe ?), Hauptmann, und des Amtsschreibers Berendt Kempff. Da finden wir u. A. ein Fähnlein schwarz und gelb (bekanntlich die Farben des Herzoglichen Hauses, die sei dem Aussterben des letzteren bis in die neueste Zeit
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*) Herzog Magnus wurde um diese Zeit bekanntlich auf dem Schlosse Ratzeburg in einem eigens für ihn gemauerten Gefängniß, im Magnusthurm, von seinem Bruder Franz II. gefangen gehalten. Er saß dort 15 Jahre bis zu seinem Tode 1603. Ueber dem Gefängniß hatte Franz II. die Inschrift anbringen lassen: ad mala patrata sunt atra theatra parata.

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für die Landesfarben angesehen worden sind). Die Inventarisation wurde auf die Vorwerke Borstorf, Marienwold, Neuvorwerk, Farchau (Verchaw), Hollenbeck, Kittlitz, Clempau und die schon genannten Mühlen wiederum ausgedehnt und am Schlusse finden wir 40 alte und 20 junge Schwäne auf dem Ratzeburger See verzeichnet.

Es folgt 2. das Inventar des fürstlichen Hauses und Amtes SCHWARZENBECK, aufgenommen 20.-23. Juli 1604 von Andrea Richer (?) und Ludwig Gleichmann (?) in Beisein von Joh. Holdtmann Amtsschreiber, „welcher alsobalde abgedancket worden“. Es beginnt mit Fahrendorf (damals und bis 1779 noch Vorwerk) und erstreckt sich auf die übrigen Vorwerke im Amt Schwarzenbeck: Aumühle *) (woselbst die Herzöge ein Absteigequartier gehabt zu haben scheinen, da das Mobiliar in „F. G. Gemach“ und in „der Jungen Herren Gemach“ inventarisirt wird), Rothenbek (Rothenbergk, damals und bis 1745 noch Vorwerk) und Schwarzenbeck.

Sodann folgt 3. das Inventar des fürstlichen Hauses und Amts LAUENBURG vom Jahre 1624; zunächst das Vorwerk Lauenburg (noch jetzt Domaine und an die Stadt Lauenburg verpachtet), die Schäferei zu Abbendorf (später Juliusburg genannt), die Zehentscheune und Vorwerk Marienthal (am linken Elbufer), das Schloß zu Lauenburg (wo wir viel Korn und viele Victualien aufgestapelt finden u. a. 339 Speckseiten, 523 Mettwürst, 1 Stör „1/4 in der Pokel“, 12 Lachse, 67 „droge schneppel“, 1 Schock 46 Neunaugen, 41 Schock 22 Häring-Bücklinge und viel Bier und Wein; auch hier eine „Altfrawe“, welcher Betten etc. in Verwahrung gegeben – Bettmeisterin -), die Wassermühle, die Sägemühle, die Windmühle und die Brookmühle. Aufgenommenist das Inventar von Frantz Brewer und Johan Möller. Dann ist im folgenden Jahre 1625 die Inventarisation fortgesetzt resp. wiederholt und ausgedehnt auf Grünhof (Grünen-
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*) Bei der Aumühle finden wir eine Kornmühle, eine Sägemühle, ein Brauhaus und eine Papiermühle verzeichnet.

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hagen damals und bis 1788 noch Vorwerk), Abbendorf (desgl.) Daran schließt sich ein „Verzeichnus des Haußgerates so Frewleinn Marien *) zu Sachssen hochlöblicher gedachtnus gehorig gewesen vnndt uff dem fürstlichen Hauß Lawenburgk der Altfrawen vberandtwortet“; es sind diverse „Tuezent“ Teller und Schüsseln von Zinn mit dem sächsischen Wappen, auch „2 Meßing Nach Pott“, Bettzeug u. a. m. Fortgesetzt resp. wiederholt daselbst 1627. In dem nahen Marienthal (hinter Artlenburg) finden wir 28 Hengstfüllen und 48 „Wilden vndt Mutterfüllen“ aufgeführt. „Wilden“ sind Mutterpferde (Stuten); das Castriren der Hengste scheint damals noch nicht in usu, vielleicht noch garnicht bekannt gewesen zu sein, da in den Inventarien immer nur von Hengsten und Wilden die Rede ist.

Es folgt dann ein ausführlicher Extract aus dem Amtsbuch 4. des Amts NEUHAUS betr. alle Dörfer und Hufen, „so beim Ambte vorhanden vndt waß anitzo darunter vor wueste sein davon nichts zu erheben ist.“ Wir finden als Folge des verwüstenden unseligen 30jährigen Kriegs in den 29 Dörfern des Amtes ungefähr die Hälfte der Bauerstellen als wüste Stellen (niedergebrannt und von ihren Eigenthümern verlassen) verzeichnet. Der Extract ist unterzeichnet von „Frantz Carl H. z. S.“

Das Amt Lauenburg betreffend findet sich in dem Convolut ein Zettel aus den 60er Jahren des 17. Jahrhunderts, nach welchem das Amt folgende Höfe hatte: Reitscheuer (Rehtscheune in Hohnstorf), Marienthal, Grünhof, Lauenburg und Juliusburg. Die beiden ersteren hatten den Zehnten, Lauenburg und Grünhof hatten Schaafe und in Juliusburg wurde der (h. z. T. gänzlich hier eingegangene) Hopfenbau betrieben; wüste Höfe waren in Lütau, Krukau, Johanwort (Hamwarde, Wordt). Zölle wurden erhoben in
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*) Herzogin Maria war eine Tochter erster Ehe des Herzogs Franz II. mit Margaretha Tochter des Herzogs Philipp von Pommern und geboren 18. Februar 1576 zu Ratzeburg, wurde Stiftsdame zu Gandersheim und starb zu Schwarzenbeck am 13. März 1625.

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Artlenburg (1665 661 Thlr., 1666 485 Thlr.), Tesperhude (480 Thlr., 344 Thlr.), Büchen (290 Thlr., 375 Thlr.), Palmenschliuß (47 Thlr., 55 Thlr.) Die Fischerei ward vorzugsweise an der Elbe betrieben durch einen angestellte Fischer, der mit seinem Knecht ca. 23 Thlr. Salair, ohne das Getreide, empfing; die Netze wurden ihm gehalten.

Aus einem dem Convolut noch anliegenden Verzeichniß der herrschaftlichen Vorwerke im Herzogthum Lauenburg, ihrer Erträge u. s. w., welches jüngeren Datums ohne Jahreszahl aus dem Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts stammen dürfte, ersehen wir, daß die Vorwerke nun („aufs neue wieder auf 6 Jahre“) verpachtet waren.

Mustin, welches seither 630 Thlr. eingetragen, ergab denselben Ertrag, die pensionarii (Vorwerkspächter) hatten nebst Abnutzung der zum Vorwerk gehörigen Pertinenzien außer freier Mast für Schweine in Mastzeiten und freier Feuerung und 2 Eichen und 2 Buchen Nutzholz, 2028 Spann- und 3068 Handdiensttage zu genießen; Hollenbek ergab 393 Thlr. bei 2006 Spann- und 1170 Handdiensttagen, Anker 430 Thlr. bei 1872 Spann- und 1482 Handdiensttagen, Borstorf 262 Thlr. 24 ßl., Clempau 650 Thlr., Farchau 288 Thlr., Kittlitz 350 Thlr., Marienwold 500 Thlr., Neuvorwerk 842 Thlr. 24 ßl., Salem 178 Thlr. 24 ßl., Aumühle 297 Thlr. 26 ßl., Rothenbek 519 Thlr. (bei 3140 Spann- und 5892 Handdiensttagen), Schwarzenbeck 458 Thlr. 20 ßl. (bei 2202 Spann- und 3398 Handdiensttagen), Fahrendorf 613 Thlr. 36 ßl., Schönberg *) 735 Thlr., Lauenburg 1100 Thlr. (bei 3588 Spann- und 4780 Handdiensttagen), Juliusburg 269 Thlr. 10 ßl. 6 Pfg., Rethscheune 624 Thlr. 27 ßl., Marienthal 1000 Thlr., Grünhof 511 Thlr. 24 ßl.; im Amte Neuhaus 6 Vorwerke. – Die
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*) Schönberg machte als Vogtei Schönberg einen Bestandtheil des Amts Schwarzenbek aus und ward 1775 mit dem Amt Steinhorst vereinigt. Es war früher Rittergut und im Besitz der Scharffenberg, Cußvelde, Pleßkow, von Klönen und von Göhren, bis es 1757 durch Kauf an den Landesherrn zurückfiel.

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Brauereien waren verpachtet: Schwarzenbeck für 630 Thlr., Aumühle für 1130 Thlr.; die Branntweinbrennereien (Brandweinsbr.) in Lauenburg zu 31 Thlr. 24 ßl., Schwarzenbeck 40 Thlr.; die Accise zu Lauenburg zu 620 Thlr. Dann folgen die Amtsmühlen, in Ratzeburg die Malz- und Roggenmühle, deren Erträge auf 945 Thlr. angegeben sind, Sandmühle 63 Thlr., Grönauer Mühle 57 Thlr., Crummesser Mühle 84 Thlr., Ankersche Mühle 105 Thlr.; in Lauenburg die Wasser-, Brook- und Windmühle zu 1000 Thlr., und in Schwarzenbeck die Korn-, Kupfer- und Papiermühlen zu Aumühle zu 583 Thlr. 12 ßl., die Grander Mühle zu 210 Thlr., letztere war zu 210 Thlr. und die Aumühler Kornmühle zu 300 Thlr. wieder verpachtet.

Fürstliche Schlösser haben ferner noch gestanden in Grönau (Fürstenhof), Anker und Juliusburg. In Juliusburg erinnert im Forstort Thiergarten außer diesem Namen noch das Terrain an die einstige Herrlichkeit: es war ein Jagdschloß, welches Julius Heinrich sich dort erbaute. Der von Lauenburg über das lauenburger Moor und Krützen dahin führende Weg heißt noch jetzt Fürstendamm. In Anker verrathen nur dem Kundigen die geringen Spuren, wo einst das fürstliche Haus zum Anker gestanden (links vom Wege nach Kühsen auf der großen Koppel gegenüber der früheren Bauervogtei.)

Zum Schluß lassen wir wörtlich eine Beschreibung der Meierhöfe und Schäfereien im Amt Schwarzenbeck sowie des Schlosses aus dem Jahre 1656 folgen, welche auf allgemeineres Interesse Anspruch haben dürfte.


Amts Schwarzenbecks
Beschreibung aller Meyerhöffe vndt Schäffereyen

Wie solche in ihren Rennen vndt Steinen gelegen, In Bawlichen wesen bestaken, vndt in 3 Zelch oder Schläg die Felder außgetheilt, vndt von mir besteltem Oberhaubtman Antonio Steinbach beschrieben worden, denn 20. May Ao. 1656, alß

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Daß Schloß ligt in den Dorff Schwartzenbegk, mit Einem Waßergraben vmbfangen, Im eingang des Schloßes mit 2 vfziehbrücken, Solches Hauß ist Zwey Boden Hoch Von lauter Holtz vfgesetzt, hatt schöne Zimmer vnd stellung, darinnen ligt ein kleines Lustgärtel, über den waßergraben ein schöner Baumgarten, Gegen den Meyerhooff Zu außerhalb des Schloßes liegen noch 3 Küchelgarten darinn wirdt Kraut, Kohl, Rüben, Sallath vnd anders Zur nohtturft des Hauses gebauett.

Den Graben vmb dz Schloß kann man abziehen vndt solchen mit allerhandt Carpfen vnd andern Fischen besetzen.

Vff den Schloß ist Ein Brau- vndt Multzhauß.

Vor dem Schlos ist ein große Kuppell geringßherumb mit einem Puschzaun vmbmacht, darinnen können über Sommer Ein 10 Pferde vnd 8 Ochsen geweydet werden.

In dieser Kuppell ist ein kleiner Hopffengarten auch absonderlich vmbgezäunet, darinnen von vngefehrd, wan Er geräth 2 oder 3 Sack gebauet werden.

Eß liegen auch in solcher Kuppell ein Teichell vnd 2 behälter daß teichl ist gantz voll motter vndt fast nicht Zu ergründen, auch in Winter wegen flache des Waßers die Fisch darinnen nicht stehens. Die beede behälter aber stehen über Winter mit Fischen, vndt kann man darin setzen, waß man will.

Außerhalb dieser Kuppel beym eußern Thor gegen den Vorwerck liegt noch ein klein Teichl so kann kabgezogen vndt mit Carpfen besatzung vngefehr bey 2. fß. besetzt werden.

Vf den Schloß werden noch Zur Zeit Diener gehalten.
 

1 Ambtschreiber, 1 Schließer,
1 Kornschreiber, 1 Pförtner,
1 Hauß Voigt, 1 Hopfner,
1 Altfraw, 1 gartner.
2 Spinnerinn,  

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Bey diesem Schloß Schwartzenbeck, ligt gahr nicht weit darvon Ein schöner Meyerhoff: welcher gantz herumb mit einem hohen haken Zaun umbmachet, vndt hatt 3 Thor Zur außfahrt, Der Meyerhof ist mit Stroh gedecket, darbey ein großer getreydtstall ist mit Eichenen schindelen, Vf der andern seiten des Meyer Hofes Ein Schweinstall auch mit Eichenen schindelen gedecket, In den Zaun vmb den Vorwergk ist absonderlich ein Kohl und Wurtzelgartel vor daß Gesindt vmbgemachet. Vf der Lincken handt des Meyerhofes ligt eine kleine Kuppell die wirdt mit den Hofpferdten vndt Ochsen außgehütet, Neben dieser Kuppel ist ein Hopfengarten, soll aber in keinem guten Boden liegen, sonsten konnte Er weiters gepflantzet werden, vnd wirdt Jährlich darinnen, wan d Hopfen geräht 2 Drbt. gebawet.

Nicht weit vom Meyerhof bey dem Strangfeldt, ligt Eine Schaferey mit Stroh gedecket, darbey Ein Altes Schaafhausel.

Vf diesen Meyerhoff befinden sich an Feldern 9 Schläg, die in 3 Zelchen oder Schläg eingetheilt werden, Vndt ligt noch ein Kamb der Medekorn genant, auff 21 Sack Rogken, weill dieses Feldt des Ambt Schreibs anzeigung nach ein kaltes saures Landt, die Mästung dahin schweer Zubringen, Alß ist dieser Kamp so weit außgesetzet, vndt soll Zur Hutweyd liegen bleibens.

Vor dem Fuhrwerck biß an die Schäfferey ligt auch noch Ein Kamb, welcher fast alle Jahr mit Gersten vndt andern Getreydt gesäet wirdt, Solcher Kamb der ist von den Dreyen schlägen abgesöndert, vndt kann Jährlich, waß darauff gesäet, den Dreyen Zelchen oder Schlägen zugeschlagen werden.

Die 9 Kämb, werden nachfolgendt in 3 Schläg abgetheilt, alß
 

1ster Schlag oder Zelch beym Brautt Sohl genantt.    
1. Der Erste Kamb Brautt Sohl genannt, fellt ohngefehr Roggen darein   39 Säcke

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1ster Schlag oder Zelch beym Brautt Sohl genantt.    
1. Der Erste Kamb Brautt Sohl genannt, fellt ohngefehr Roggen darein   39 Säcke
2. Hinter Fricken Hoff, kan ohngefehr hinein gesäet werden Rogken,   36 Säcke
3. Schmidt vndt Klein Rade Kamp, vngefehrd   33 Säcke
    _______

Dieser Kamb ligt trieschl.

  108 Säcke
     
2ter Schlag oder Zelch, Gerichts Zelch genantt.    
1. Der Erste Gerichts Kamp genant, vngefehrd Rogken,   33 Säcke

ligt trieschl.

   
2. Der Andere Bloken Kamp, vngefehrd   30 Säcke
ist ietzo besäet mit Rocken 12 Säcke    
mit Habern 30 Säcke    
3. Der oben Mühlen Horster Kamp, vngefehrd   30 Säcke
    _______

ligt trieschl.

  93 Säcke
3te Zelch oder Schlag vntern Mühlen Horst genandt.    
1. Der unter Mühlenhorster Kamb vngefehrdt   33 Säcke
ist ietzo mit Habern besäet 63 Säcke    
2. Der große Rade Kamb, Rogken vngefehrdt   24 Säcke
besäet mit Sommer Rogken 24 Säcke    
3. Der Stranger Kamp vngefehrd Rogken   36 Säcke
ist anitzo mit Rogken besäet 36 Säcke    
    _______
    93 Säcke

Sa. vff allen Schlägenn

  294 Säcke

Eß solln vf einen Kamb, darauff die Brack kombt, aller Müst welcher über Sommer vndt Winter vf den Hof, im Schafstall vndt Hirtenschlag gemacht wirdt, geführet vndt bemüst werden.

Mit den Hoff, Hütten müst vndt Pferch, kann des Ambtmans vndt Hofmeisters bericht nach Jährlich vngefehrd außgemüstet werden, ungefehrt nach 33 Säcke

Zu diesen Meyerhoff seindt Nachfolgende Dorffer in Diensten geschlagen. Alß:
 

1. Braunßdorff.
1 Huefe Bauermeister, ist frey.

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4 besetzte gantze Huefen,
9 besetzte halbe Huefens,
2 besetzte Viertell Huefner,
1 besetzter Kathner,
3 ½ Huefen Wüst,
¼ Huefen Wüst,
¼ Hufen hatt der Waldgraef frey.
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14 Huefens.


 

Der ganze Hueffner dienet die wochen mit    
der Spann   3 Tag.
der Hand,   3 Tag.
     
Der halbe Hueffner dienet die wochen mit    
der Spann   1 ½ Tag.

der Hand

  3 Tag.
     
Der ¼ Hueffner muß mit der Hand dienen   6 Tags.
wen Er aber Pferde hatt muß Er    
mit der Spann dienen   2 Tag.
vndt mit der Hand   3 Tag.
     
Der Kötener wochentlich mit der Handt   3 Tage.
     

2
. Daß Dorff Schwartzenbeck.
   
     
½ Hueff besetzt, ist schüldig Zu dienen mit    
der Spann   1 ½ Tag.
vndt mit der Hand   3 Tag.
     
2 halbe Huefen seint wüest, vndt werden
verhouret, seindt sonsten schuldig Zu
   
dienen mit der Spann Jeder   1 ½ Tag.
vndt mit der Hand   3 Tag.
     
2 halbe Huefen haben I. Fürstl. Gnd: Zu den Meyerhöffs : Feldgebaw geschlagenn.    
½ Hufe geneust hr. Pastor Zu seiner Unterhalt.    
½ Hufe ist wüst, hiervon der hiesige Ambt Schreiber 3 Wischen, vnd etliche Felder, daß übrig alß 8 Feldt vndt 1 Wiese hatt der Ambtschreiber Zur Ratzeburgk Zu einen Katen mit Consens Hertzogk Augusti an Sich gezogen.    

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1   Katen, hatt Jetz getachter Ambt Schreiber Zu Ratzeburg von seinen Vatterr an Sich gebracht, vndt ist biß dato der Pacht vndt Dienst frey.
 
1   Katen hatt der Schütz, ist wegen seines Dienst, von allem frey, gibt aber von einer Wisch 32 ßl.
 
1   Katen hatt der Schließer, ist Pacht vnd dienstfrey so lang Er dient.
 
1   Katen hatt der Höpfner, welcher Zugleich vor ein Wächter im Ambt vfwart, ist pacht vndt dienst frey so lang Er in Dienst ist.
 
2   Katen seint besetzt, vnd dienet Jeder mit d Hand wochentlich 3 Tag. Noch Zur Zeitt haben Sie die wochen ieder 3 Rthlr. Dienstgeld geben, vndt die Brieffreisen verrichtet.
 
___    
33/4   Hufen.
6   Katens.
     
   
3
. Daß Dorff Groue.
3   Besetzte Huefen, dienet Jeder mit der Spann
    wochentlich 3 Tag.
    mit der Handt 3 Tag.
1   Hufen, der Bauren Voigt, ist frey.
½   Huefen dienet wochentlich mit der Spann 1 ½ Tag.
½   Huefen gibt Dienstgeld 10 rthl. mit der Hand 3 Tag.
½   Huefen hat Stephan Chutscher frey biß dato von Pacht vnd dienst. Soll aber gleich andere hinwieder dienst thun.
½   Huefen hatt der Netzknecht wegen seiner Dienst frey Zugenißen.
1   Katener dienet mit der Handt Wochentlich 3 Tage.
___    
6   Hufen.
1   Katen.
   
4. Daß Dorff Grabow.
1   Huef Bauermeister, ist dienstfrey,
2   gantze Hufen besetzt dienen mit der Handt 3 Tag.
    vndt mit der Spann 3 Tag.

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3   halbe Hufner dient Jeder mit der Spann 1 ½ Tag.
mit der Handt 3 Tage.
¼   Hufen besetzt soll dienen mit der Hand 6 Tag.
1 ¼   Hufen hatt der Waldtgräf Frantz Helcho Pacht vndt dienstfrey.
3   Katen besetzt, thut einer handt dienst 3 Tag.
1   Katen ist ganz wüst vndt verfallen hat kein Landt.
___    
6   Hufen.
3   Katen.
     
   
5
. Daß Dorff Hauekost.
2   ganze Hufen besetzt dienet Jeder wochentlich
    mit der Spann 3 Tag.
    mit der handt 3 Tag.

¾
¼
 
  Hufen ist Zu einer gantzen Hufen gemacht, dienet
wie Ein obiger gantzer.

¾
¼
 
  Hufen Ist Zu Einen Hufner gemacht, dienet wie ein gantzer.
2   gantze Huefen seint wüst, der mehrertheil mit Holtz verwachsen, was noch vbrig ist verpensioniret.
1   Katen hatt der Vntherholtz Voigt frey.
   
6. Daß Dorff Dassendorff.
1   Hufen Baurmeister, ist dienstfrey,
8   gantze Hufen seint besetzt dient Jeder mit
der Spann 3 Tag.
    mit der handt 3 Tag.
3   halbe Hufen seint besetzt dient Jeder mit der
Spann 1 ½ Tag.
    mit der handt 3 Tag.
½   Hufen ist wüst, und verpacht mit 5 Rthlr.
1   Katen hatt der Holtzvoigt frey,
1   Katen ist besetzt, dient mit d Handt 3 Tag.

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Diese Dorfer seindt auch schüldig in der Getreidt Erndte Im Rogken mehen, Jeder Huefner 1 Meher vndt Binder Zu
schicken, vnd wan Er den Rogken einführt, auch selbander Zu dienen, vnd einn vflanger mit zu bringenn.

Wie auch in allen Andern getreydt vnd Hew einführung mit 2 Persohnen Zu erscheinen. Die halbe Hueffner spannen
Zusammen vndt verrichten ihrer Zwey die Hofdienst in einführen des Getreidtß, wie ein gantzer Huefner.

In den Gersten, Habern, Buchweitz vnd ander getreidt abmehung, ist ein gantzer vndt halber Hufner nur einen Arbeiter
Zu schicken schüldig.

Denn Mehern vndt Hoffvoigten gibt man in der Erndte Zeitt, so lang der Rogken vndt ds Sommer getreydt abgehawen
wirdt, Jedem Meher des Tages 4 Micken Brodt, 1 Hering oder in Brack Rocken neben des Herings Ein Tag ein stücke
Speck, 2 kleine Käßte vndt 1 Stübig Speißbier, dem Binder 1 Micken Brodt, vnd 1 klein Käßte.

Deßgleichen Ihnen auch bey den Hew Mad die 4 Micken Brodt, 1 Hering, 2 Käeßte, vndt 1 stübig Speißbier gegeben
wirdt.

Bey diesen Meyerhoff kann an allerhandt Viehe nachfolgendeß gehaltes werden, Alß:

6 Stutten,
6 Zug Ochßen,
Kühe,
Güstvieh,
180 Schweine Alt vndt Jungk.
 
Indianische,
Capaune, 
gense,
Endtenn,
Hüener,
so viel der Obrigkeitt beliebet,

Darauff wird Futter geschlagen 53 Fud.

An Dienstgesindt wirdt vf diesen Hoff gehalten,

1   Hofvoigt, hatt das Jahr zu Lohn   36 Thrl.
1   Meyersin, hatt Zu Lohn   18 Thrl.

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2   Megde, Jede hatt   6 Thrl.
1   Baw Knecht beym Pferden hat Zu Lohn   24 Thrl.
1   Baw Knecht beym Ochsen 1 pahr Stiefel vnd   24 Thrl.
1   Khuehirt   14 Thrl.
1   Schwein Meister   20 Thrl.
1   Schwein Jung   8 Thrl.
   

oder 1 pahr Stiefel vndt

  6 Thrl.

Dem Voigt wirdt ein Pferdt in Futter gehalten, darauf aber kein Habern passiret wirdt, muß sich den Sommer im graß,
den Winter vom Stadell erhalten.

Zum Deputat wirdt Jeder Persohn Järlich gereichet alß

8   Scheffel 1 himbten Rogken,
1   gemest Schneidelschwein, sofern keine Mast, wird ihnen etwas getryd drauff geben,
1   Viertel von der Khue,
1   Schefel gersten,
1   schefel Habern,
1   Schaeff,
1   himbten Saltz,
4   Mark, vor Fisch, Hering vndt Stockfisch,
8   pfd. buttern.

Der Hofvoigt, die Meyersin, Zwey Bau Knecht, vndt d Schwein Meister bekommen Monatlich ½ Tonne Speißbier, vndt wan
kein Bier vorhanden, wirdt Ihnen an statt deßen das gantze Jahr gegeben 1 ½ Sack Gerstenn.

Vff der Schäfferey wirdt an Schaefviehe über Winter gehalten.

800 Tragendt  
mit den gemenge vnd Knecht oder Jöst Haltung.
 
700 Galdte  
________   Viertel von der Khue,
1500 stck.   Schefel gersten,

Darauf wirdt heu geschlagen 30 Fuder, vndt hatt der Schäfer sein eigene Wisch.

So Viel Rogken außgesäet wirdt, von so Viel außgetroschenes Korn daß geströhe.

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Dem Meister wirdt ds 5te Haubt im gemenge gehalten, vnd wird ihme auf 3 Knechte Zur Brödung abgegeben,

Rocken   16 ½ Säcke
Habern vor die Hundt   1 ½ Säcke

Rindtvieh wirdt ihme vnter denn Hofvieh gehalten 8 Heubter, Zwey Pferde Zum Astführen werden ihme auch gehalten,
hergegen muß Er Vnterschiedliche Dienste thun.

Den Knechten wirdt an Schaefviehe Zu ihrer Haltung Zum Lohne passiret.

? tragende
" galdte
  Meister Knecht.
     
" tragende
" galdte
  Hammel Knecht.
     
" tragende
" galdte
  Lemmer Knecht.

Der Meister helt die milchnützung vndt ist von allen Melckenden Viehe so wholl inn Gemeng, alß der Knechte Haltung,
vnd waß Sich auff der Schäferey befindet, vor Jedes Haubt inß Ambt abzutragen schüldigk 7 ßl.

Bey den Meyerhoff befinden Sich nachfolgende Wiesenn,

Alß:

1.   Die Müßner Wisch

ohngefehrd

18

Fuder.

2.   In der Lieben frawen
Wisch vorn Kollerfeld
9 "
3.   In der Marck Reyen 20 "
4.   Im Wolfßteich 40 "
5.   In der Strangwisch 9 "
6.   In deß Schäferß wisch
beim newen Teich
12 "
        __________
        108 Fuder.

Die werden Vertheillt.
 

Von den 2 Wiesen alß Stranger Wisch, vndt beim Neuen Tiech, bekomt das Hew der Schäfer vngefehrd 21   Fuder.

1896/4 - 81


1896/4 - 82

Von den 2 Wiesen alß Stranger Wisch, vndt beim Neuen Tiech, bekomt das Hew der Schäfer vngefehrd
 
21   Fuder.
Vff die Junge Kälber das beste, deren 15 st. Jährlich sollen gezogen werdenn, in den Schein Zu verwahrenn
 
6   Fuder.
vor die 6 Stutten, soll den Knechten allein übergeben vndt geschlagen werden
 
8   Fuder.
Vor die 6 Zug Ochßen auch allein Zue schlagen
 
6   Fuder.
vf die 2 Ambts Klepper vndt Zureisende
Pferde soll ins Schloß geführet werden
 
14   Fuder.
Blieben also für die Khüe Zu schlagen
übrig
53   Fuder.
  __________
  108   Fuder.

 

Teiche liegen bey diesen Schloß vnd Hoeff.

 

1.   Teich vmb ds Schloß herumb, solchen kan man abziehen. vndt mit allerhandt Fischen besetzen.
 
2.   Ein Teich in der Kuppel, ist gantz Motterig, vndt stehen die Fisch über Winter nicht darinner, weil Er gar seicht
vom Waßer ist, kan sonsten mit allerhandt Fischen besetzet werden.
 
3.   2 Behälter in solcher Kuppel, stehen über Winter darein kan man die Küchelfisch rein behalten.
 
4.   Ein klein Teichl beym eusern thor auff der Kuppell, kan besetzt werden mit 2 fß. Carpfen besatzung.
 
5.   Der Newe Teich hinter der Schäfferey, ist ein schöner großer Teich, der kan mit 50 fß. Carpfen besatzung besetzt werden.

Bey diesem Schloß vndt Ambt Schwartzenbeck befindten Sich nachfolgende Welder, Feldt Marchen, Pusch vndt Strauch,
als folget.

1.   Die Erste Feldt March die Söhrn genandt, an Kitten werder feldt gelegen, grentzt an deß hr. Nifelß von Pasthorst feldtmarch vndt an holsteinisches wasserfluß Pillen vndt an diß feldtmarch Rodenbeckherhofffelt ist vngefehr 4 Stallung Zu 24 garn vndt iedeß Zu 30 faden ist alt eichen Holtz.

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1.   Die Erste Feldt March die Söhrn genandt, an Kitten werder feldt gelegen, grentzt an deß hr. Nifelß von Pasthorst feldtmarch vndt an holsteinisches wasserfluß Pillen vndt an diß feldtmarch Rodenbeckherhofffelt ist vngefehr 4 Stallung Zu 24 garn vndt iedeß Zu 30 faden ist alt eichen Holtz.
 
2.   Die Andere Feldt March von Kaßburg biß an Kotwerder vndt Roden Bewher Feldtmarch am Hoff, vndt grentzet mit des von Niefeln Zum Pasthorst mit Grünbrücher scheide, ist ein Alt Führn Holtz vngefehr Ein stallung Zue 24 gar.
 
3.   Die Dritte Feldtmarch Zum Dorff Müesen gehörig, grentzet mit des von Niffeln an Pasthorster scheide, gehet von dar wieder an die Stinhorster scheide Zu Holstein gehörig, vndt wendet Sich lang vff die Hoffvorster vnd Kaßburger scheiden biß wider an deß Dorff Müßen ist ein Alteß Eichen Mastholtz von vngefehr 2 Stallungen Zue 24 garn.
 
4.   Die Vierdte Feldtmarch am Hoff Kosterdorff grentzt Sich mit dem Samßdorff holsteinisch, gehet von dar vff Grove, vndt scheidt sich mit dem Schwartzenbecker Hofffeldt vndt Litvhen waldt biß wieder an Hoff Kost, ist ein Junges Eichen Holtz. Tregt Zum Theill Mast, vngefehr 3 Stallungen Zue 24 garn.
 
5.   Die Fünffte Feldtmarch Zum Dorf Gröu gehörig mit scheidt sich mit Hof Köster, Samser, Grabawer vndt
Schwartzenbecker Fofffeldt vndt gehet von dar wieder an daß Dorff Gröu, ist Zum Theill Altes vndt Jungeß Eichen vndt Büchen Mastholtz, vngefehr 2 Stallung.
 
6.   Die 6te Feldtmarch Zum Grabow gehörig, scheidt Sich vonn Grover an Samser Feldt vndt den Junckhern von Müssen, Baurn Holtz, von dar wieder an daß Schwartzenbecker Dorfffeldt vndt Zeigt sich wieder vff Grabow, ist Jung Eichenn Mastholtz, vngefehr 2 Stallung.
 
7.   Die 7te Feldtmarch vom Dorff Schwartzenbeck an biß an des Junckherrn von Bodekohß, Goltzhouer vndt Kolauerfeldt, Von dar vff Brunßdorffer vndt alßdan wieder an das Schwartzenbecker Hoff vndt Dorfffeldt, ist alles Büchen vndt Eichen Mastholtz, vngefehr 3 Stallungen.

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1896/4 - 84
 

8.   Die 8te Feldtmarch gehet von Brunßdorff vf Wortter Horner: Dassendorfer March, vndt von dar wieder vff das Schwartzenbecker Feldt, ist altes Eichen Holtz vngefehr 2 Stallung.
 
9.   Die 9te Feldtmarch gehet von Dassendorffer vfß Horner-Gribelßhagener vndt Brunßdorffer Feldt, den Sachsenwaldt vorbey, ist altes Eichen vndt Büchen Mastholtz ungefehr 3 Stallung.
 
10.   Die 10te Feldtmarch grentzet von Horner: an daß Wörtter: Gisthachter: Pößenhörster vnd dan vfs Vahrendorffer Hoffeldt, ist Jungs Eichen Holtz, seindt vngefehr 4 Stallung.
 
11.   Die 11te Feldtmarch grentzet von Eschenbürger vf Gribelßhagner: vnd dan vfs Fahrendorffer Hoff vndt Dorffeldt, ist altes Eichen Holtz, vngefehr 2 Stallung.
 
12.   Die 12te Feldtmarch grentzet von Bührnß vfs Rothehauß, Wendorffer vnd Gribelshagener scheide, von dar wieder vff Bührns, ist altes Eichen Holtz vngefehr 4 Stallung.
 
13.   Die 13te Feldtmarch Zeigt sich von Wendorff vff Bergendorff Reinbeckher an der Billen, Wolldorffer,
Gribelßhagener, vndt wieder an ds Wendorffer Feldt, ist Jung vndt Alt Büchen Holtz vngefehr 3 Stallung.
 
14.   Die 14te Feldtmarch scheidet sich von Wohldorff, an die Billen hollsteinisch an das Hoffeldt Awmühlen,
Gribelßhagner: vndt wieder an daß Wohldorffer feldt, ist Jung Eichen vnd Büchen Holtz, seindt vngefehr 3 Stallung.
 
15.   Die 15te Feldtmarch, grentzet sich von Gribelßhagen an das Wolldorffer: Dassendorffer: Horner: vndt Bührnser von dar wieder an daß Gribelßhagner feldt, ist Jung Eichen vndt Büchen Holtz, vngefehr 4 Stallung.
 
16.   Ist der rechte Sachsische große Waldt, mit den darin liegenden Horsten, fenget sich an bey der Awmühlner
Kornmühlen, gehet von der Vahrn Horst nach der Billen

1896/4 - 84


1896/4 - 85

 

    Zu, von dar lengst der Billen weg nach dem Rohtenbewher Hoffeldt, von dar lengst der Spahhorst nach der Benekhen Rey, vndt weiters fort biß an die Cammer bekh, folget von dar ab in die Aw, vnd gehet lengst vom Awflueß biß wieder in die Billen, ist alt Eichen vndt Büchen Holtz ist vngefehr 2 große Meilen vndt ¾ Meill breit vmbfangen.
 
17.   Daß Ödendorffer Holtz grentzt sich an Kastbürger, Mößer vndt Hof Khoster Feldt, von dar vf die Hohe Forst, Brunßrath an die Aw, Cammerbekh vnd Benekher rey, ist ein schöner Junger Eichen vndt Büchen Mastholtz, Ein ½ Meill lang vnd ¼ Meill breit vmbgriffen.
 
18.   Daß Haaßenbecker Horstholtz, gehet von der Alten Mühl biß an den Stafenbruch, Brunßdorffer Wischen vndt
Heimbßhorst, ist Büchen Mastholtz vngefehr 2 Stallungen.
 
19.   Die Brunßdorffer vnd Daßdorffer Heimbßhorst, gehet von der Haßenbeker Horst an biß an den Zesterbeck, vndt erstrecket sich biß an die Aw, vnd so fortan wider an die Brunßdorffer Wisch vndt Feldmarch, Ist Büchen vndt Eichen Holtz und ½ Meill weg vmbgeben, vndt ¼ breitt.
 
20.   Das kleine Veidt, Braun vndt Brandthorstholtz sengt sich an von der Zesterbeck vorm großen Raum nachm
Wohldorffer Feldt biß an die Aw, ist ein Jung Büchen vndt Eichen Mastholtz, ein gute ½ Meill vmbgriffen, vnd an der Breit ¼ Meill.
 
21.   Daß Holtz im Hasenwinckel genant geht von Daß Dörfer feldt nach der Hörner Mühlenweg, biß an Frantz Vhrbroeckß Kamb, ist ein Jung Büchen Mastholtz vngefehr 1 Stallung.




 


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