Jahresband 1890

Archiv des Vereins für die
Geschichte des Herzogthums Lauenburg


Archivalische Erhebungen
über die Herzoge von Sachsen-Lauenburg,

welche in Kriegsdiensten der österreichisch-habsburgischen
Kaiser, Könige von Ungarn und Böhmen standen:
Franz, Herzog zu Sachsen Lauenburg, Julius Heinrich,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg, Ernst Ludwig,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg, Rudolf Maximilian,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg, Franz Albrecht,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg, Franz Karl,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg und Julius Franz,
Herzog zu Sachsen-Lauenburg, nebst Daten über
die von Herzogen zu Sachsen-Lauenburg errichteten
beziehungsweise ihnen verliehenen Regimenter.


* * *

[Dührsen, W.]
 

Nach den Acten des k. und k. Kriegs-Archives (K. A.) eröffnet Franz, Herzog zu Sachsen-Lauenburg, Engern und Westphalen die Reihe der Prinzen dieses Hauses, welche im Kaiserlichen Kriegsdienste standen.

Herzog Franz zu Sachsen bittet „ihn auf den Fall zu Kriegsdiensten zu gebrauchen". –
 
  1576. H. K. R. Prot. Exp. (Hofkriegsrath. Protocollum Expeditionis) fol. 213, April Nr. 97.
Der Kaiser an den Hofkriegsrath, wegen Franz des Jüngeren, Herzogs zu Sachsen Reiterbestallung.
 
  1577. Prot. Exp. fol. 136, April Nr. 19.

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Der Kaiser an den Hofkriegsrath betreffs des Erbietens des Herzogs Franz von Lauenburg und des Herzogs Johann Kasimir zu Sachsen sich wider die Türken in Ungarn persönlich brauchen zu lassen.
 
  1593. Prot. Exp. fol. 10, Juni Nr. 17.
Der Kaiser an den Hofkriegsraht ddo. 4. Oktober 1593 um Gutachten wegen Bestallung des Herzogs Franz von der Lauenburg über 4000 deutsche Reiter.
 
  1593. Prot. Exp. fol. 15, Oktober Nr. 55.
Hofkriegsrath an den Kaiser ddo. 17. Oktober 1593: Antwort und Gutachten auf Dero Schreiben vom 4. Oktober, die Bestallung des Herzogs Franz von der Lauenburg und des von Anhalt über etliche tausend Reiter betreffend. –
 
  1593. Prot. Reg. folg. 307, Oktober Nr. 109.
Hofkriegsrath an den Kaiser ddo. 31. Oktober 1593, Gutachten wegen Dero Bestallung des Herzogs Franz von der Lauenburg über 4000 Pferde.
 
  1593. Prot. Reg. fol. 310, Oktober Nr. 189.
Laut Bestallung vom 9. November 1593 „nimmt Kaiser Rudolph II. den Herzog Franz mit Rücksicht auf dessen von vielen Jahren her erlangte Kriegserfahrenheit fürnemblich aber auf den tapfern Dienst den er nicht allein „Uns, sondern Unsern löblichen Vorfahren vom Hause Österreich" wider den Erbfeind den Türken und sonst anderweg geleistet hat, als Obristen zur Werbung von 4000 gerüsteten deutschen Pferden an und auf." –
 
  1593. K. A. Best. Nr. 462.
Der Kaiser überschickt die Bestallungsabschrift des Herzogs Franz von der Lauenburg sammt dem gefertigten Original-Revers auf 4000 deutsche, gerüste Pferde.
 
  1593. Prot. Exp. fol. 17, Nov. Nr. 18/2.
Der Kaiser an den Hofkriegsrath: „daß dem Herzog Franz von der Lauenburg ein Darlehen von 12000 fl. gegeben und der Mustertag auf den 21. März verlegt worden."
 
  1594. Prot. Exp. fol. 8, Februar Nr. 31.

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Hofkriegsrath an den Herzog zu Lauenburg ddo. 13. April 1594, „daß zur Annehmung und Führung seiner Pferde von der mährischen bis zur ungarischen Grenze Commissarien verordnet worden."
 
  1594. Prot. Reg. fol. 301, April Nr. 54.
Hofkriegsrat an Wolf Siegmund von Auersperg und etliche andere österreichische Herren Commisarii ddo. 13. April 1594, zur „Annehmung und Führung der 2000 Pferde des Herzogs von der Lauenburg von der mährischen Grenze nach Raab."
 
  1594 Prot. Reg. fol. 302, April Nr. 60.
Der Kaiser an den Hofkriegsrath, „um die von den Reitern des Herzogs Franz von der Lauenburg verübte schädliche und mordthätige Ungebühr abzustellen."
 
  1594. Prot. Exp. fol. 13, Mai Nr. 91.
Herzog Franz von der Lauenburg „um Musterung seiner hernach kommenden Pferde."
 
  1594. Prot. Exp. fol. 358, Mai Nr. 53 und 60.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz von der Lauenburg ddo. 9. Mai 1594, „Credentional für Friedrich von Dohna dem von Teuffenbach mit 1000 Pferden Hilfe zu leisten."
 
  1594. Prot. Reg. fol. 310, Mai Nr. 39.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz von der Lauenubrg ddo. 14. Mai 1594: „Er solle mit seinen Reitern zu Komorn über die Schiffbrücke dem Feldlager zurücken."
 
  1594. Prot. Reg. fol. 311, Mai Nr. 56.
Hofkriegsrath an den Herzog von der Lauenburg ddo. 15. Mai 1594: „Erinnerung, daß Friedrich Burggraf von Dohna und Adam Herr von Puchheim zur Musterung seiner ungemusterten Pferde verordnet worden."
 
  1594. H. K. R. Prot. Reg. fol. 311, Mai Nr. 62.
Im Juni 1594 stehen von den 4000 lauenburgischen Pferden unter des Herzogs Franz persönlichem Befehle 2000 an der ungarischen Grenze.
 
  1594. K. A. 6/3.
Erzherzog Mathias zeigt dem Kaiser an, daß er dem Herzoge Franz von Sachsen-Lauenburg das Feldmarschall-Amt übertragen hat. –
 
  1594. K. A. 7/5.

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Ddo. 8. August 1594: Publicirung der erfolgten Ernennung des Herzogs Franz zu Sachsen zum Feldmarschall. –
 
  1594. Prot. Reg. fol. 333, August Nr. 33.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz von der Lauenburg ddo. 11. August 1594: „Er solle sich mit dem Obristen Maltzahn in die Festung Raab verfügen und den Haupt-, Befehls- und gemeinen Kriegsleuten vorhalten, daß sie dem Obristen Grafen von Hardegg bis zur Austragung der Angelegenehit des Wereda allen Gehorsam leisten sollen". –
 
  1594. Prot. Reg. fol. 334, August Nr. 51.
Hofkriegsrath an die deputirten Räthe zu Wien ddo. 22. September 1594, „wegen Abdankung und Bezahlung der Lauenburgischen 4000 Reiter."
 
  1594. Prot. Reg. fol. 349, Sept. Nr. 136.
Hofkriegsrath an die deputirten Räthe, ddo. 24. September 1594, „wegen einer Recompenze für den Herzog von der Lauenburg seines gehabten Feldmarschallamtes und etwas Ergötzlichkeit seines vor Raab erlittenen Schadens wegen." –
 
  1594. Prot. Reg. fol. 350, Sept. Nr. 160.
Erzherzog Mathias schreibt an Kaiser Rudolph, daß er das Regiment des Herzogs von Lauenburg, welches sich in den bergstädtischen Grenzen groben Exzessen hingegeben hatte, im Oktober bezahlt und abgedankt hat. Er schließt mit den Worten: Gott bewahre das Land und das Volk vor solchen Unbändigen! Wann auch der Herzog Franz aus des Kaisers Dienst getreten ist, darüber enthalten die Acten keine Auskunft
 
  1594. K. A. 10/8.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz von Lauenburg ddo. 13. Oktober 1594: Daß ihm für seine Person monatlich 300 fl. Unterhalt bewilligt und er mit dem ausständigen Antrittgeld an die Hofkammer gewiesen worden.
 
  1594. Prot. Reg. fol. 362, Okt. Nr. 127.

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Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich von der Lauenburg, ddo. 11. August 1617: daß ihm für die Musterung seiner 100 Pferde der Rendez-vous-Platz auf 4 Tage zu Neukirchen bewilligt worden.
 
  1617. Prot. Reg. fol. 278, August Nr. 2.
Hofkriegsrath an Julius Heinrich, Herzog zu Sachsen, ddo. 5. Juni 1618: Er solle sich zur Vernehmung Ihrer kais. Majestät Intention beim kais. Hofkriegsrath anmelden, mit der Erinnerung, daß ihre kais. Majestät ihn zum Obersten über 3000 Mann zu Fuß ernannt haben.
 
  1618. Prot. Reg. fol. 203, Juni Nr. 4.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen-Lauenburg erhält am 9. Juni 1618 die Bestallung als Oberst über ein Regiment hochdeutscher Knechte von 10 Fähnlein mit 3000 Mann. *
Musterplätze St. Pölten, Herzogenburg, Ybbs.

Obwohl, den Musterplätzen nach zu urtheilen, das Regiment ein niederösterreichisches gewesen, wird es in den Acten dennoch meistens „die sächsischen Knechte" genannt.

Commandant war Oberstlieutenant Jos. Loyssel, von den übrigen Offizieren wird Hauptmann Hans Georg Oeller genannt.

Mitte Juni marschirt das Regiment ins Feldlager nach Retz, dann nach Böhmen, kämpft bei Czaslau, Pilgram und Lomnitz, überwintert in Budweis.
 
  1618. Best. Nr. 989. H. K. R. Reg. 203, 205, 212.
Außer seinem Regimente zu Fuß errichtete Herzog Julius Heinrich schon 1618 eine Compagnie von 100 Cürassieren. Diese passierte am 2. Juli die Musterung zu Pulka, rückte ins Lager bei Retz, dann mit Buquoy nach Czaslan, kämpfte am 3. November bei Pilgram und überwinterte bei Krems.
 
  1618. K. A. 10/6, 1618 Nr. 995, H. K. R. Reg. 305, Staats-Archiv. Peter’sche Acten.

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*) Dieses Regiment ist das im Jahre 1737 dem F.-M. Philipp Ludwig Freihern von Moltke verliehene. s. Nachtrag.

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Auf Ansuchen des Herzogs Julius Heinrich zu Sachsen befiehlt der Hofkriegsrath am 12. Juni 1618, demselben zu der bevorstehenden Musterung seines Regiments (1000 Doppelsöldner und 2000 Musketiere) die gebräuchliche deutsche Bewaffnung zu erfolgen.
 
  1618. Prot. Exp. fol. 294 und 295, Juni.
Das Regiment war Mitte Juli 1618 in Langenlois in Niederösterreich.
 
  1618. Prot. Exp. fol. 314, Juli.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet, für sein Regiment und die 100 Kürrassiere ein Lehen zu bewilligen.
 
  1618. Prot. Exp. fol. 348, August Nr. 11.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen erbietet sich, mit Ihrer Majestät Bewilligung sein Regiment Knechte auf 6 Fähnlein zu richten, weil mit der Verstärkung nicht aufzukommen möglich. – Ferner begehrt er, ihn zu solchen 6 Fähnlein noch 600 gute Reiter werben zu lassen

BESCHLUSZ DES HOFKRIEGSRATHS
ddo. 15. März 1619:

„Wie gern die kais. Majestät Ihrer fürstlichen Gnaden in diesem Begehren mit kaiserlichen Gnaden willfahren wollten, weil aber Ihre kais. Majestät sich nun bereits mit den Reiter-Obristen Ihrer Nothdurst nach versehen, so sei für diesmal (weil es bereits zu spät) diesem Vorschlag stattzugeben kein Mittel; es wollten also ihre fürstlichen Gnaden Ihr unterhabendes Regiment auf die völlige Anzahl und Mannschaft zu verstärken Ihr Möglichstes sich angelegen sein lassen."
 
  1619. Prot. Exp. fol. 321, März.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet um Ausfertigung der Patente zur Verstärkung seines Regiments. –
 
  1619. Prot. Exp. fol. 325, März.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte waren: die vorigen und Hauptmann Hans Jakob Oberstetter.
 
  1619.

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Mitte Mai Marsch nach Wien, ein Fähnlein besetzt Korneubrug, das Regiment wird in Wien gemustert und besteht daselbst eine Affaire mit dem Feinde.
 
   
1619 commandirte die Kürrassier-Compagnie des Herzogs Julius Heinrich Rittmeister Oeller. Im Jänner steht sie in Strätzing, geht im Mai nach Wien und ist am 20. Juni noch da.
 
  1619. Wiener Stadt-Archiv H. K. R. Exp. 354, 369.
Mit hofkriegsräthlichem Erlaß vom 14. April 1619 wird „dem Ernst Ludwig Herzog zu Sachsen-Lauenburg ein monatlicher Unterhalt von 600 fl. bewilligt, so lange er dem Zug in Böhmen beiwohnen wird."
 
  1619. Prot. Reg. folg. 217, April Nr. 42.
Ein Theil des Regiments war in Korneuburg.   1619. Prot. Exp. fol. 371, Juni.
 
Sächsische Soldaten waren auf verschiedenen Posten auf den Basteien in Wien.
 
  1619. Prot. Exp. fol. 380, Juli.
Ein Theil des Regiments war in Bruck a/d. Leitha.
 
  1619. Prot. Exp. fol. 464, December.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte waren: Oberstlieutenant Loyßel. Im Febr. steht das Regiment in Krems; im Juli besetzen 1500 Mann desselben Langenfeld, im November kämpft es am weißen Berge bei Prag.
 
  1620. H. K. R. Reg. 190 H. F. Arch. 30/5 1621.
1620 ist die Kürassier-Kompagnie des Herzogs Julius Heinrich im Winterquartier zu Eisenstadt und geht am 7. März nach Korneuburg.
 
  1620. H. K. R. Reg. 20, 204.
Herzog Rudolph Max von Sachsen-Lauenburg erhielt am 22. Mai 1620 Nr. 1052 die Bestallung als Oberst über ein Regiment von 5 Compagnien mit zusammen 500 Arquebusier-Reitern
 

 
1620. K. A. Best. Nr. 1052.
Am 24. Dezember erhält der Herzog Julius Heinrich die Bestallung auf 500 Arquebusier-Reiter in 5 Compagnien.
 
  1620 K. A. Best. 24/12 Nr. 1052. K. A. F. A. 5/1 H. F. Arch. 30/5 1621.

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Rudolf Maximilian Herzog zu Sachsen beschwert sich, „daß er seinen Unterhalt nicht bekomme, und bittet um höhere Beförderung."
 
  1620. Prot. Exp. fol. 353, April Nr. 7.
Derselbe bittet um Musterung seiner angeworbenen Reiter.
 
  1620. Prot. Exp. fol. 484, Sept. Nr. 31.
Er war am 19. September 1620 in Neuhaus in Böhmen.
 
  1620. Prot. Exp. fol. 303, Sept. Nr. 112.
Er berichtet, daß er mit seinen Compagnien zur Musterung fertig sei und die 5. Compagnie auch ehestens zusammengebracht werden solle.
 
  1620. Prot. Exp. fol. 545, December.
Hofkriegsrath verständigt am 10. December 1620 den Oberst Breuner, „daß dem Herzog Rudolf Maximilian von Lauenburg befohlen worden, mit seinen Reitern wieder ins Quartier zu ziehen und seine Beorderung zu erwarten."
 
  1620. Prot. Reg. folg. 73, Decemb. Nr. 75
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet für die zu seinem Regiment gehörigen Knechte einen Musterplatz im Elsaß anzuweisen.
 
  1620. Prot. Exp. fol. 267, Jänner Nr. 25
Eine kleine Abtheilung Knechte war in Komorn.
 
  1620. Prot. Exq. fol. 458, September.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Oberstlieutenant Loyßel.

Im Juli Gefecht bei Gutta, unter Buquoy, später in den Stationen Komorn, Bruck a/d. Leitha, Preßburg.
 
  1621. H. K. R. reg. 247, 288, 293, 294. H. K. R. Exp. 500.
1621 wirbt Herzog Julius Heinrich außer den Arquebusier-Reitern noch andere 500 Reiter, welche dann sämmtlich als Kürassier-Regiment von 10 Compagnien, 1000 Reiter gemustert werden. Oberstlieutenant Franz Albrecht Herzog zu Sachsen-Lauenburg führt das Kommando über das Regiment, von welchem am 1. September 600 Reiter (6 Comp.) nach Mähren entsendet werden, die anderen 4 Compagnien in Böhmen bleiben.
 
  1621. H. K. R. Reg. 178, 196, 243, 292. H. K. R. Exp. 265.

 

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1621. Prot. Exp. folg. 265, Febr. Nr. 13.
Carl Fürst von Lichtenstein berichtet, daß der Musterplatz für die 6 Compagnien Reiter des Herzogs Julius Heinrich zu Sachsen nicht in Czaslau, sondern in Chrudim angewiesen wurde.

1621. Prot. Exp. fol. 312, April Nr. 39.
Obrist Julius Heinrich Herzog zu Sachsen schreibt dem Hofkriegsrathspräsidenten aus Prag, „daß er seine 6 Compagnien Reiter aufgebracht, und noch um eine Compagnie mehr geworben habe."

1621. Prot. Exp. fol. 332, Mai Nr. 14.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet, zu seinen jetzt zu Chrudim gemusterten 7 Compagnien Reiter noch 2 oder 3 Compagnien werben zu dürfen und ihm hiezu die Patente zu ertheilen.

1621. Prot. Reg. fol. 263. Okt. Nr. 32.
Hofkriegsrath an den Obristen von Stadion, ddo. 6. Oktober 1621, „wie des Herzogs Rudolf Maximilian zu Sachsen Regiment zu reformiren oder abzudanken sein möchte." –

1621. K. A. Best. 1061 Zezschwitz.
Am 23. November 1621 wird das Regiment des Herzogs Rudolf Maximilian dessen bisherigem Oberstlieutenant Johann Ernst von Schärffenberg verliehen und

1621. H. K. R. Reg. Exp. 452.
Herzog Rudolf Max bittet um Abreitung (Abrechnung) da er seines Befehles entlassen.

1621. Prot. Reg. fol. 284, Nov. Nr. 52.
Hofkriegsrath an den Obrist-Feldzeugmeister Lichtenstein ddo. 23. November 1621, „daß des Herzogs Rudolf Maximilian zu Sachsen 500 Pferde dem von Schaftenberg (Scherfenberg) untergeben worden."

1622. H. K. R. Reg. 199, 248, 275. H. K. R. Exp. 471.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Oberstlieutenant Loyßel.

Im Jänner wird das Regiment auf 2000 Mann reducirt, ist im Mai in Preßburg und Oedenburg stationirt, marschirt im Juli nach Mähren und steht im September mit 5 Fähnlein in Glatz.

1622. Prot. Reg. fol. 199, Jänner Nr. 39.
Ddo. 15. Jänner 1622: Julius Heinrich Herzog zu Sachsen-Lauenburg „soll sein Regiment auf 2000

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Mann reduciren und fernere Verstärkung nicht vornehmen."

1622. Prot. Reg. fol. 248, Mai Nr. 88
Hofkriegsrath verordnet am 15. Mai 1622 „4 Fähnlein Knechte des Herzogs Julius Heinrich zu Sachsen von Preßburg nach Ödenburg zu ziehen."

1622 H. K. R. Reg. 249) Oberstlieutenant Herzog Franz Albrecht zu Sachsen-Lauenburg commandirt das Kürassier-Regiment. – Dasselbe rückt am 15. Mai nach der Pfalz zu Tilly.

1622. Prot. Exp. fol. 5, Juni.
Der Kaiser befiehlt, „mit der einschichtigen Compagnie Kürassiere des Herzogs Julius Heinrich zu Sachsen Abrechnung zu pflegen." –

1622. Prot. Reg. fol. 318, Okt. Nr. 86.
Hofkriegsrath an die Infantin ddo. 18. Oktober 1622: „Derselben wird Rudolf Maximilian zu Sachsen wegen seiner großen Treue und beständigen Eifers, weswegen er von den Feinden in Verhaft gebracht worden, recommandirt." –

1623. H. K. R. Reg. 349, 277.
Offiziere des Regiments hochdeutsche Knechte: Oberstlieutenant Loyßel ist mit Tod abgegangen, Hauptmann Stammer führt provisorisch das Commando.

Im Oktober stehen 3 Fähnlein in Preßburg.

1623. H. K. R. Reg. 272, 277, H. K. R. Exp. 369.
1623 ist eine Compagnie des Kürassier-Regiments in Komorn; das Regiment unter Herzog Franz Albrecht, bei Tilly’s Heere, wird am 13. Juli bei Göttingen vom Feinde überfallen und verliert sein sämmtliches Gepäck. –

1623. Prot. Exp. fol. 376, Juli Nr. 83
Johann Graf Tilly recommandirt den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen.

1623. Prot. Exp. fol. 389, Mai Nr. 15 und 16
Ddo. 10. Mai 1623: Herzog Julius Heinrich zu Sachsen wird „erinnert, wie viel Knechte er zur Verstärkung seines Regiments zu werben habe." –

1623. Prot. Reg. fol. 369. Juli.
Obrist Herzog Julius Heinrich zu Sachsen bittet „für seine Pferde um einen ein- oder zweimonatlichen

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Sold, weil sie durch den Feind um alle ihre Bagage gekommen sind."

1623. Prot. Exp. fol. 441, Oktober.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet „um Anweisung von Quartieren und Reichung eines Monatssoldes für seine neugeworbenen 150 Pferde." –

Bescheid:

„Es sollen diese 150 Pferde den nächsten Weg alsbald nach Skalitz und zum kaiserlichen Feldlager nehmen, daselbst werde man sie mustern und ihnen einen Monatssold reichen." –

1623. Prot. Reg. fol. 381, Dec. Nr. 104.
1624. Prot. Exp. fol. 280, Jänner.
1624. Prot. Reg. fol. 42, März Nr. 4.
1624. Prot. Exp. fol. 399, Mai.
1624. Prot. Exp. fol. 516, September.
1624. Prot. Exp. fol. 526, 535 und 535 Oktober.
3 Fähnlein des Regiments waren in Preßburg.

1624. H. K. R. Reg. 30, 335, 356, 357, 359.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Hauptmann Hämerle, Funk, Fries.

1624. H. K. R. Exp. 287, 291. H. K. R. Reg. 266.
(Förster pag. 41.
H. K. R. Exp. 567. H. K. R. Reg. 351.
Stationen: Preßburg, Skalitz, Neuhäusel,
Ung. Brod, Olmütz. Das Kürassier-Regiment des Herzogs Julius Heinrich steht unter Waldstein, welcher anfragt, ob die sächsischen 1000 Pferde nicht auf 600 zu reducieren und dem Oberstlieutenant zu übergeben wären. – Im Juli befindet sich das Regiment 1000 Reiter stark in Brüx. Der
Kaiser ist sehr unzufrieden mit der disordini des Regiments. Am 12. November sendet Herzog Julius Heinrich seinen Bruder Franz Albrecht zur Accordirung des Regiments.

1624. Prot. Exp. fol. 567. Nov. Nr. 15.
Obrist Julius Heinrich Herzog zu Sachsen schreibt am 29. Oktober 1624 und 8. März 1625,

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„daß er seinen Bruder, Herzog Franz Albrecht zur Abrechnung und Accordirung seines Regiments zu Pferd nach Wien abgesendet habe." –

1624. Prot. Exp. fol. 287, Jänner Nr. 10.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen schreibt „daß seine Cavallerie nicht aufzubringen sei."

1624. Prot. Reg. fol. 266, Jänner Nr. 17.
Hofkriegsrath an den Fürsten Karl von Lichtenstein und an den Fürsten von Wallenstein, ddo. 5. Jänner 1624: „Ob nicht die sächsischen 1000 Pferde auf 600 zu reducieren und dem Obristlieutenant desselben Regiments oder sonst einem zu untergeben wären."

1624. Prot. Reg. fol. 312. Juli Nr. 14.
1624. Prot. Reg. fol. 327, August Nr. 83.
Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich zu Sachsen ddo. 24. August 1624 „seine 1000 Reiter von Brüx nach Taus (in Böhmen) zu führen."

1624. Prot. Reg. fol. 336, Sept. Nr. 87.
Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich zu Sachsen ddo. 27. September 1624 „um Abordnung eines Bevollmächtigten nach Wien zur Abrechnung und Accordirung seines Regiments."

1624. Prot. Reg. fol. 345, Okt. Nr. 129.
3 Fähnlein des Regiments treffen in Skalitz in Ungarn ein.

1624. Prot. Exp. fol. 567, Nov. Nr. 15.
Obrist Julius Heinrich Herzog zu Sachsen schreibt am 29. Oktober 1624, „das sein Bruder Herzog Franz Albrecht zur Abrechnung und Accordirung seines (des Herzogs Julius Heinrich) Regiments zu Pferd nach Wien komme."

1624. Prot. Reg. fol. 351, Nov. Nr. 75.
Hofkriegsrath an Herzog Franz Albrecht zu Sachsen, ddo. 18. November 1624: „Er solle den Ordonanzen des Monte Negro wegen der 1000 Pferde, welche in Reich sollen, nachkommen."

(Dieser Befehl betrifft offenbar das Reiter-Regiment des Herzogs Julius Heinrich und ist an Herzog Franz Albrecht als dessen Bevollmächtigten gerichtet.)

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1624. Prot. Reg. fol. 354, Nov. Nr. 104 und 110.
1624. Prot. Reg. fol. 356, Dec. Nr. 9.
1624. Prot. Reg. fol. 357, Dec. Nr. 17.
5 Fähnlein Knechte des Regiments kommen nach Neuhäusel in Ungarn.

1625. H. K. R. Exp. 271, 272, 367.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Oberstlieutenant Stammer, Hauptleute Bernhard Hämerle, Hans von Carling, Moriz Adolf von Thenn, Francesco de Boure.

H. K. R. Exp. 230, 243, 267, 338, 367.
H. K. R. Reg. 226. 237, 238, 239, 247, 249, 325.
Dislocation in den ungarischen Bergstädten, in Levenz, Neuhäusel, Novigrad, Fülek; in Preßburg.

Im März Marsch nach Mähren und Böhmen, Rückmarsch nach Ungarn, Ende Mai in Brünn und Neudorf an der March. –

H. K. R. Reg. 249, 255, 256,
H. K. R. Exp. 341.
Das Regiment wird wieder auf den Stand von 3000 Mann gebracht, 1500 zur Armee des Grafen Tilly bestimmt, der Rest nach Böhmen beordert. Erstere marschiren im August über Eger ins Reich, letztere stehen im December unter Waldstein bei Halberstadt.

1625. Khevenhüller Annal. p. 915, 926. H. K. R. Reg. 278. Chlumetzky pag. 20.
Beim Kürassier-Regimente des Herzogs Julius Heinrich ist Herzog Franz Albrecht, später Lazarera; das Regiment steht vor Brera, welches capitulirt. Im September marschirt das Regiment aus den Niederlanden zum Heere des Herzogs von Friedland, trifft Ende November bei Goslar ein, marschirt nach Wernigerode und wird nach Halberstadt beordert.

Dasselbe heißt von da an das Alt-Sächsische zum Unterschiede vom Kürassier-Regiment des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg, welches das Neu-Sächsische heißt.

1625. K. A. Feldacten 6/2. K. A. Best. Nr. 1114.
Franz Albrecht Herzog zu Sachsen-Lauenburg erhält am 4. Juni 1625 die Bestallung auf ein Regiment Kürassiere und der Churfürst von Sachsen

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H. K. R. Reg. 250.
wird angegangen, die Werbung in seinem Lande zu gestatten. Im September steht das Regiment im Amt Zweibach.

1625. Prot. Exp. fol. 285, März Nr. 43.
Obrist Julius Heinrich Herzog zu Sachsen schreibt am 29. Oktober 1624 und 8. März 1625: „daß er seinen Bruder Herzog Franz Albrecht zur Abrechnung und Accordirung seines Regiments zu Pferd nach Wien abgesendet habe."

1625. Prot. Reg. fol. 249, Mai Nr. 7.
Hofkriegsrath an Julius Heinrich Herzog zu Sachsen ddo. 3. Mai 1625, „die Cedirung seiner 1000 Pferde an seinen Bruder Franz Albrecht betreffend." –

1625. Prot. Reg. fol. 250, Mai Nr. 40.
Hofkriegsrath ersucht den Churfürsten von Sachsen ddo. 24. mai 1625, dem Herzog Franz Albrecht zu Sachsen „die Werbung einer Anzahl Pferde in seinem Lande zu gestatten."

1625. Prot. Reg. fol. 266, Juli Nr. 92.
Hofkriegsrath übersendet am 26. Juli 1625 dem Herzog Franz Albrecht zu Sachsen die Bestallung auf 1000 Kürassier-Pferde.

1625. Prot. Reg. fol. 280. Sept. Nr. 33.
Hofkriegsrath an den Herzog von Friedland ddo. 12. September 1625 „wegen Ausquartierung der 1000 sächsischen Pferde aus dem Amte Zweibach." –

1625. Prot. Exp. fol. 271, März.
1625. Prot. Exp. fol. 311, Mai.
1625. Prot. Reg. fol. 41, Juli Nr. 22.
3 Fähnlein sind in Preßburg.

1625. Prot. Exp. fol. 272, März.
1625 Prot. Exp. fol. 312, Mai.
Abtheilungen des Regiments zu Fuß sind in Lewenz, Fülek und Novigrad in Ungarn.

1625. Prot. Exp. fol. 285, März Nr. 43.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen schreibt aus Andorf den 8. März 1625 an den Kaiser, „daß er zur Abrechnung und Accordirung seines Regiments seinen Bruder Herzog Franz Albrecht nach Wien abgesendet habe." –

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1625. Prot. Reg. fol. 237, März Nr. 37.
1625. Prot. Reg. fol. 37, April Nr. 97.
1625. Prot. Reg. fol. 247, April Nr. 95.
5 Fähnlein des Regiments sollen aus Ungarn nach Böhmen geführt und zunächst bei Neudorf jenseits der March bequartiert werden. –

1625. Prot. Reg. fol. 249, Mai Nr. 4.
Hofkriegsrath befiehlt ddo. 3. Mai 1625 dem Herzog Julius Heinrich zu Sachsen-Lauenburg, „sein Regiment auf 3000 Mann zu verstärken."

1625. Prot. Reg. fol. 249, Mai Nr. 7.
Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich zu Sachsen ddo. 3. Mai 1625 „die Cedirung seiner 1000 Pferde an seinen Bruder Franz Albrecht betreffend."

1625. Prot. Reg. fol. 256, Juni Nr. 54.
Kardinal von Dietrichstein beschwert sich über das lange Still-Liegen der sächsischen Fähnlein in Mähren.

1625. Prot. Reg. fol. 271, August Nr. 23.
Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich zu Sachsen ddo. 10. August 1625: „Er solle seine 11. Compagnie unter die 10 andern unterbringen."

1625. Prot. Reg. fol. 280, Sept. Nr. 33.
Hofkriegsrath an den Herzog von Friedland, ddo. 12. September 1625, wegen Ausquartierung der 1000 sächsischen Pferde aus dem Amte Zweibach.

1625. Prot. Reg. fol. 12, Dez. Nr. 20.
6 Fähnlein Knechte von Sachsen-Lauenburg waren in der bergstädtischen Grenze in Oberungarn.

1625. H. K. R. Reg. 265, 308. H. K. R. Exp. 474.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Hauptmann Hämmerle. 6 Fähnlein stehen wieder in Ungarn zu Fülek, Novigrad, Preßburg und Neuhäusel; 5 Fähnlein mit Waldstein. – Die 6 Fähnlein aus Ungarn werden im December zum Ausmarsche beordert.

1626. H. K. R. Reg. 283. H. K. R. Exp. 421, 424, 429.
Obristlieutenant des Kürassier-Regiments Julius Heinrich ist Hans Rudolf von Bindauf. Das Regiment ist beim Heere Friedlands und wird bei dessen Abmarsch von Aschersleben Tilly unterstellt.

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1626. H. K. R. R. Exp. 431.
1626. Heister pag. 80-82.
1626. H. K. R. Prot. 297.
Es kämpft bei Lutter am Barenberge mit Auszeichnung. Im Jahre 1626 wird, obwohl die Acten von einer späteren Wiederbestallung des Herzogs Rudolf Max für Rechnung des Kaisers nichts erwähnen, doch dessen Werbung in der Wetterau erwähnt; am 28. September fordert Trautmannsdorf „des Regiments" Musterung, gegen welches vielfache Klagen laut werden und im November desselben Jahres geht man mit der Licencirung desselben um.

1626. H. K. R. R. Exp. 265. H. K. R. R. Reg. 269.
1626 befindet sich das Kürassier-Regiment Franz Albrecht beim Heere des Herzogs von Friedland, kämpft am 25. April bei Dessau, marschirt im August nach Böhmen, dann nach Olmütz und später mit 600 Pferden nach Hradisch.

1626. K. A. 13/2 Zecschwitz.
1626. K. A. 5 1. Feldacten Bestall. Nr. 1126.
Im November erscheint es, 15 Compagnien stark, (?) in Ungarn. Im selben Jahre 1626 den 3. Mai erhält Herzog Franz Albrecht die Bestallung auf ein Regiment zu Fuß von 15 Fähnlein á 300 Mann.

1626. H. K. R. Reg. 263, 420.
Dasselbe wird im Reiche geworben und im August beordert, von Regensburg durch Böhmen nach Mähren zu rücken.

1626. H. K. R. Reg. 271, Exp. 425.
Ende August wird es in Böhmen gemustert.

1626. Prot. Reg. fol. 265, August Nr. 98.
Prot. Reg. fol. 266, August Nr. 129.
Prot. Exp. fol. 402, August Nr. 54.
Prot. Exp. fol. 405, August Nr. 86.
Prot. Exp. fol. 406, August Nr. 95.
Prot. Reg. fol. 269, August Nr. 189.
Prot. Exp. fol. 420, Septmb. Nr. 17.
Prot. Exp. fol. 425, Septmb. Nr. 69.
Am 16. August 1626 befahl der Hofkriegsrath, daß Franz Albrecht seinen Zug nach Regensburg nehme, am 17. und 18. August aber wurde angeordnet, daß er durch Böhmen nach Mähren ziehen solle.

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1626. Prot. Reg. fol. 280, Septbr. Nr. 129, 131 und 132.
1626. Prot. Reg. fol. 284, Sept. Nr. 190.
1626. Prot. Reg. fol. 283, Sept. Nr. 187, 188 und 189.
1626. Prot. Exp. fol. 437, Oktober.
Er marschirte im August und September 1626 durch den Saazer Kreis über Prag, Kolin und Chrudim nach Olmütz. Am 19. September 1626 erging an ihn der Befehl, nach Tyrnau in Ungarn zu marschiren, allein am 29. September wurde dieser Befehl dahin abgeändert, daß er bis auf weitere Ordonanz in Mähren verbleiben sollte. Die Zahl seiner in Mähren angekommenen Reiter betrug 600 Mann, im October 1626 hatte er bereits 12 Compagnien Reiter.

1626. Prot. Exp. fol. 455, Nov. Nr. 7.
Herzog zu Friedland berichtet an den Hofkriegsrath, „was der Herzog Franz Carl zu Sachsen an ihn, sowie an seinen Bruder Franz Albrecht wegen eines Paßbriefes und seines Abzuges von der Armee des Mansfeld geschrieben."

1626. Prot. Exp. fol. 272 und 279 März.
Prot. Exp. fol. 295, April
Prot. Exp. fol. 428, Sept. Nr. 94.
Prot. Exp. fol. 444, Oktbr. Nr. 50.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen bittet um Ablösung seiner in der bergstädtischen Grenze liegenden 6 Fähnlein.

1626. Prot. Reg. fol. 236, Mai Nr. 22.
Hofkriegsrath an Hans Christoph von Römerstall ddo. 16. Mai 1626 „er solle 100 Knechte sammt einem Lieutenant zur Ablösung der zu Preßburg im Schloß liegenden sächsischen Knechte in Bereitschaft halten."

1626. Prot. Exp. fol. 424, Sept. Nr. 59.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen bittet „weil sein Obristenlieutenant Hans Rudolf Bindauf und das Regiment bei voriger und jetziger Viktoria sich mannhaft gehalten, Se. Majestät geruhen, demselben den angewiesenen Ausstand richtig bezahlen zu lassen."

1626. Prot. Exp. fol. 474, Decbr. Nr. 14.
Obrist Julius Heinrich Herzog zu Sachsen „begehrt die Ausfertigung von 11 Patenten zur Verstärkung jedes Fähnleins seines Regiments auf 300 Mann." –

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1626. Prot. Reg. fol. 224, März Nr. 41.
Hofkriegsrath an den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen: Recepisse auf sein Schreiben der angesuchten Werbung halber. –

1627. H. K. R. Reg. 221, 287.
Offiziere des Regiments hochdeutscher Knechte: Hauptmann Hämmerle.

1627. H. K. R. R. Exp. 330.
Im Febr. marschieren die sächsischen Fähndel aus Ungarn nach Mähren und später über Leitomischl nach Meißen. Die 5 Fähndel unter Arnim werden nach Polen bestimmt. Das Kürassier-Regiment commandirt Oberstlieutenant von Bindauf. Am 15. Jänner fordert Herzog Julius Heinrich von seinem Oberstlieutenant den Bericht über die Meuterei seiner Reiter.

Am 15. Mai protestirt der Churfürst von Sachsen gegen das Kriegsvolk des Herzogs Julius Heinrich zu Nürnberg. Das Regiment bekommt seine Winterquartiere in Pommern.

1627. H. K. R. Exp. 250.
Im Jahre 1627 steht das Regiment des Herzogs Rudolf-Maximilian, 10 Fähnlein, im Westerwalde und in der Wetterau.

H. K. R. Exp. 262.
Tilly bittet, daß es die Grafschaft Waldeck quittire.

Hurter pag. 80, 81, 82.
H. K. R. Exp. 368.
Gegen dasselbe werden viele Klagen erhoben. Am 19. Juli berichtet Waldstein, daß er des Herzogs Rudolf Max zu Sachsen-Lauenburg Regimenter *) zu Roß und zu Fuß zu suspendiren befohlen und er (der Herzog) bis zur Austragung der Sache in Neisse verbleiben solle.

1627. Prot. Exp. fol. 331/2, Mai Nr. 50.
Beschwerden von Chur-Mainz, Cöln, Trier und Bayern wider Herzog Franz Albrecht und sein Kriegsvolk. –

1627. Zezschwitz.
1627 befindet sich das Kürassier-Regiment des Herzogs Franz Albrecht beim Heere des Herzogs

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*) Über diese Regimenter ist Näheres nicht zu finden und scheint es, daß sie vom Herzog Rudolf Maximilian 1626 geworben wurden.

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von Friedland, 10 Compagnien 1000 Reiter stark. 3 Compagnien überwintern in der Alt-Mark.

Dessen Reiment zu Fuß ist mit 10 Fähnlein, 3000 Mann, gleichfalls beim Heere des Herzogs von Friedland.

1627. Prot. Exp. fol. 237, Jänner,
1627. Prot. Exp. fol. 262, Februar Nr. 8.
Oberst Julius Heinrich Herzog zu Sachsen übersendet ddo. Prag den 4. Jänner 1627 „den Auszug eines Schreibens seines Oberstlieutenants Bindhof [? Bindauf] über eine wegen Mangel an Bezahlung ausgebrochene Meuterei seiner Reiter." –

1627. Prot. Exp. fol. 250, Jänner Nr. 50.
Christian Graf zu Waldeck beschwert sich wider Rudolf Maximilian Herzog zu Sachsen und den Obristen von Görzenich wegen Einquartierung ihres Kriegsvolkes in der Grafschaft Waldeck.

1627. Prot. Reg. fol. 64, Febr. Nr. 22.
1627. Prot. Reg. fol. 221, Febr. Nr. 23.
Verordnung des Hofkriegsrathes vom 9. Februar 1627, daß „3 sächsische Fähnlein von Neuhäusel nach Mähren abgeführet werden sollen." –

1627. Prot. Exp. fol. 262, Febr Nr. 6.
1627. Prot. Exp. fol. 267, Febr. Nr. 45.
General Johann Graf Tilly beschwert sich wider den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen-Lauenburg „über die eigenmächtige Einquartirung seines Kriegsvolkes in den Grafschaften Waldeck und Lippe und bittet, demselben ernstlich zu befehlen, daß er die Grafschaft Waldeck mit seinen einquartirten 3 Compagnien verlasse."

1627. Prot. Exp. fol. 325, April Nr. 5.
Erzherzog Leopold übersendet ein Klagschreiben des Grafen Philipp Wolf von Hanau wider den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen-Lauenburg wegen dessen Gewaltthätigkeiten zu Babenhausen.

1627. Prot. Exp. fol. 331/2, Mai Nr. 50.
Chur-Mainz, Cöln, Trier und Bayern beschweren sich wider das neugeworbene Friedländische Kriegsvolk, insbesondere wider Rudolf Maximilian und Franz Albrecht zu Sachsen-Lauenburg.

1627. Prot. Exp. fol. 368. Juli Nr. 30.
Herzog zu Friedland schreibt, daß dem Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen-Lauenburg

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anbefohlen worden, seine Regimenter zu suspendiren und bis zur Austragung der Sache zu Neisse zu verbleiben."

1628. Chlumetzky pag. 131, 133. Förster pag. 34,44.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte: Hauptmann von der Straß, von Karling.

Das Regiment steht in Pommern, 2 Fähnlein in Ungarn zu Levenz und Fülek.

1628. Förster pag. 349. 350.
Oberstlieutenant von Bindauf des Kürrassier-Regiments steht in Pommern. Der Herzog Julius Heinrich errichtet (ohne kaiserliche Bestallung) in diesem Jahre ein zweites Kürassier-Regiment, dieses von nur 600 Reitern, welches jedoch Ende des Jahres wieder aufgelöst wird.

1628. Förster pag. 283.
Im Jahre 1628 stehen des Herzogs Franz Albrecht Kürassiere in Gardelegen (Altmark) und werden Ende Jänner beordert, über Dessau nach Ulm abzurücken.


H. K. R. Reg. 265. Chlumetzky pag. 87.
Gleichzeitig erscheint ein zweites Reiter-Regiment des Herzogs Franz Albrecht von 6 Compagnien mit 700 Reitern, über welches keine Bestallung vorliegt. Dasselbe ist am 9. August in Heilbronn und wird Ende des Jahres aufgelöst.

K. A. 9/9 ½
Das Regiment zu Fuß commandirt Oberstlieutenant Apfelmann; dasselbe steht in Mecklenburg.

1629 Clumetzky p. 31, 133. Förster pag. 34, 44.
Im Mai marschirt das Regiment deutscher Knechte nach Polen und kehrt im November nach Schlesien zurück.

1629. H. K. R. Exp. 350.
Förster II. p. 34, 44, 53 Chlumetzky 133, 131.
1629 marschirt das erste Kürassier-Regiment im April aus Pommern nach Polen und kehrt im November wegen Hungersnoth nach Schlesien zurück. –

1629. Chlumetzky p. 131. 133.
Theat. Europ. p. 99. Chlumetzky p. 254.
H. K. R. R. Exp. 350.
1629 befindet sich das Reiter-Regiment Franz Albrecht im Reiche, 3 Compagnien stehen in Pommern.

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Ende Mai werden 300 Pferde nach Polen, das Regiment im August nach Italien beordert. Ende November stehen 300 Pferde in Schlesien.

Chlumetzky p. 171. Theat. Europ. Khevenhüller.
Von dem Regimente zu Fuß stehen 5 Compagnien in Schwaben, 5 Compagnien vor Magdeburg.

Das Regiment vereinigt sich in Schwabn und marschirt im August nach Italien.

1629. K. A. 1629 3 8 ½.
1629 am 25. Februar ist Elisabeth Sophie Markgräfin aus churfürstlichem Stamme Brandenburg, Gemahlin des Herzogs Julius Heinrich von einem Knaben entbunden; dessen Taufe auf den 8. Mai anberaumt und der Herzog von Mecklenburg zur Pathenschaft erbeten wird. Dieser delegirt zu seiner Vertretung den Obristlieutenant Freiherrn von Pleyleben und weis ihm bei Dr. Witte 1000 Reichsthaler an, damit er dafür eine Galanterie kaufe und „in das Kindbett verehre." –

K. A. 1629 12/1.
Im December 1629 schenkt der Herzog Julius Heinrich dem Herzoge von Mecklenburg 6 Rappen.

1629. Prot. Reg. fol. 224, Oct. Nr. 21.
1629. Prot. Exp. fol. 350, Nov. Nr. 49.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen schreibt aus Bittau den 8. November 1629 „daß er mit dem übrigen Volk, so man nach Polen zum Succurs geschickt, gegen Schlesien marschire." Der Hofkriegsrath befahl ihm aber „in Schlesien nicht einzurücken."

1630. H. K. R. Reg. 62, 145. K. A. 12/24 ½, 12/31.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte: Hauptmann Hans Karling, später von der Haidt zu Fülek, von der Straß zu Levenz.

Die 2 Fähnlein marschiren im Juli aus Ungarn nach Schlesien. Das Regiment steht im December bei Garz.

1630. K. A. 12/31.
Oberstlieutenant des Kürassier-Regiments: Bindauf; das Regiment in Schlesien.

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1630. K. A. fa. 12/31, 78, Chlumetzky p. 213, 216, 218.
1630 commandirt das Kürassier-Regiment Franz Albrecht Oberstlieutenant Melchior von Hatzfeld. Dasselbe steht in Italien und die 3 Compagnien aus Polen im Reiche. Ende März werden auch diese nach Italien befehligt. – Am 21. Mai befinden sich 10 Compagnien bei Gazzolo, am 21. Juli nimmt das Regiment an der Einnahme von Mantua mit Auszeichnung theil und steht am 10. August mit 13 Compagnien bei Mantua.

K. A. fa. 13/1. H. K. R. Reg. 181, 215.
Bei dem Regimente zu Fuß wird ein Hauptmann Georg Aribert genannt. Dasselbe steht am 17. Mai bei Gazzolo, am 20. September bei Mantua. Herzog Franz Albrecht erhält anläßlich der Einnahme von Mantua ein „Dankbriefel."

1630. Prot. Reg. fol. 214, Juli Nr. 85.
Dankbrief des Hofkriegsrathes an den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen u. A. wegen Eroberung der Stadt Mantua.

1630. Prot. Exp. fol. 5, Juni Nr. 12. Prot. Reg. fol. 63, Aug. Nr. 61. Prot. Exp. fol. 35. Sept. Nr. 5. Prot. Reg. fol. 33, Sept. Nr. 22.
Die sächsischen Fähnlein sollen noch in Neuhäusel und der bergstädtischen Grenze zurückgehalten werden und im September 1630 schreibt der Palatin von Ungarn, Graf Nikolaus Esterhazy, an den Hofkriegsrath „daß es nicht rathsam sei, die sächsischen Knechte bei jetziger Zeit abziehen zu lassen." –

1630. Prot. Reg. fol. 236, Okt Nr. 65. Prot. Reg. fol. 52, Dezember Nr. 12. Prot. Reg. fol. 62. Dezember Nr. 78.
Ein sächsisches Fähnlein war in Fülek und eines in Levens.

1631. K. A. 1/14, 8/1, 122, 12/16.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte: von der Haidt, von der Straß. Das Regiment hält Landsberg besetzt, zieht nach der Capitulation ab, ist im August unter Collalto 800 Mann stark, Ende des Jahres in Czaslau.

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1631. K. A. 4 13. H. K. R. Reg. 191, 225.
Oberstlieutenant des Kürassier-Regiments: Bindauf. Standorte in Brandenburg, Mecklenburg.

1631. K. A. fa. 8/4. Heß, pag 149
1631 marschiren beide Regimenter Franz Albrecht unter Fürstenberg aus Italien und kämpfen am 17. September bei Breitenfeld.

H. K. R. Exp. 496. K. Reg. 11 Exp. 496.
K. A.
Herzog Franz Albrecht bittet am 2. Dezember um seine Entlassung aus kaiserlichen Diensten und erhält sie am 13. December. Das Reiter-Regiment desselben erhält dessen bisheriger Obristlieutenant Melchior von Hatzfeld. Wem das Regiment zu Fuß´des Herzogs zugefallen ist, darüber geben die Akten des K. A. keinen Ausschluß.

1631. Prot. Exp. fol. 240, März Nr. 92.
Johann Graf von Tilly recommandirt Sr. kais. Majestät den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen, „denselben mit einem Regiment zu begnaden."

1631. Prot. Exp. fol. 363, Juli Nr. 10.
General Tilly bittet, den Herzog Heinrich Julius zu Sachsen „zur Resignirung eines Regiments" an seinen Bruder Rudolf Maximilian zu disponiren. –

1631. Prot. Reg. fol. 245, Aug. Nr. 22. Prot. Reg. fol. 247, Aug. Nr. 71.
Franz Albrecht’s Ernennung zum Obrist-Feldwachtmeister.

1631. Prot. Exp. fol. 405, Aug. Nr. 105.
Franz Julius Herzog zu Sachsen „intercedirt für seinen Bruder Franz Carl, denselben in kaiserliche Gnaden wieder aufzunehmen."

1631. Prot. Reg. fol. 185, Febr. Nr. 3.
Hofkriegsrath an den Herzog Julius Heinrich zu Sachsen, ddo. 1. Februar 1631 „wegen Einstellung des Marsches seines Regiments nach Schlesien."

1631. Prot. Reg. fol. 191, Febr. Nr. 95.
Hofkriegsrath an Herzog Julius Heinrich zu Sachsen ddo. 12. Februar 1631: „Derselbe solle sich in Person zu seinem Regimente verfügen."

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1631. Prot. Exp. fol. 332, Juni Nr. 13. Prot. Reg. fol. 225, Juni Nr. 3 u. 4.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet „um Ertheilung von Patenten" und Anweisung von Musterplätzen für seine neu zu werbenden 5 Compagnien zu Roß und 5 Compagnien zu Fuß. Der Hofkriegsrath erläßt am 2. Juni 1631 die bezüglichen Aufträge an den Grafen Tilly und den Obersten Ossa.

1631. Prot. Exp. fol. 363, Juli Nr. 10.
General Tilly bittet „den Herzog Heinrich Julius zu Sachsen zur Resignirung eines Regiments an seinen Bruder Rudolf Maximilian zu disponiren." –

1632. K. A. 3, 62, 9/126, 12/117, 213, 220.) Offiziere des Reiments deutscher Knechte: keine genannt. Das Regiment ist im Febr. in Schlesien dislocirt, nimmt am 5. Mai an der Erstürmung von Prag theil, kämpft bei Nürnberg und bei Lützen, ist im December in Prag.

1632. K. A. 4/244 11/ ad 87.
Standorte des Kürassier-Regiments in Niederösterreich, in Cralowitz, bei Forchheim, Hof, Bamberg, Reichenbach, im November mit 584 Pferden bei Gallas.

1632. K. A. 1632, 3/ ad 84.
1632 wird Herzog Rudolf Max als churbairischer Generalmajor genannt.

1632. Prot. Exp. fol. 229. Mai. Prot. Exp. fol. 242, Juni.
Ein Fähnlein des Regiments ist in Fülek.

1633. K. A. 12/82. Hallwich pag. 233, 371.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte: Oberstlieutenant Bernhard Hämmerle. Das Regiment steht unter dem Herzog von Mecklenburg in Böhmen.

1633. K. A. 10/43, 11/66.
Hallwich p. 34, 324, 371, 393, 233, 398.
Beim Bürassier-Regiment ist Oberstlieutenant: Johann Jakob Rodell von Rodell; Rittmeister: Potzwitz, Feringer, Balthasar, Mengerode, Purschnitz, Crasch, Luning. 5 Compagnien bis Juni in Passau. Das Regiment bei Hohke, mit 10 Compagnien 464 Pferden; im Winter in Böhmen.

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1633. K. A. 1/14.
1633 erscheint Franz Albrecht, Herzog zu Sachsen, Engern und Westphalen als der chursächsischen Durchlaucht bestallter Feldmarschall, Oberst u.s.w.

1633. Prot. Exp. fol. 166, Jänner.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen begehrt „die Munition für 150 Mann ins Quartier nach Prag." –

1634.
K. A. 7/111, 8/53, 9/105, 12/82, 13/81 ex 1632.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte: Oberstlieutenant Hämmerle (in Untersuchung wegen seiner Haltung in der Sache Waldsteins), Oberstwachtmeister, später Oberstlieutenant Bernhard Studnitzky, Hauptmann Podatzky, Schiffleuthner, Funkh, Lenz, Lindenperger.

In Winterquartieren in Böhmen, kämpft es am 4., 17. Juni und 26. Juli vor Regensburg und am 8. September bei Nördlingen, wo es sich auszeichnet.

1634. K. A. 12/82 von 1633, 9/105.
Das Kürassier-Regiment liegt im Winterquartier in Böhmen, im Februar unter Snys, kämpft bei Nördlingen.

1634. K. A. 2/8.
1634. K. a. 2/74, 84, 91, 92. 2/97, 94, 101, 116, 119. 3/1, 4, 29 ½.
Herzog Julius Heinrich bekommt vom Kaiser den Befehl, dem Friedland nicht mehr zu gehorchen. Herzog Franz Albrecht macht sich durch mehrfache Reisen nach Regensburg, zu Bernhard von Weimar und nach Pilsen, zur Zeit Waldsteins dortiger Anwesenheit verdächtig. – Die 5 Compagnien vom Kürassier-Regimente des Herzogs Julius Heinrich begleiten Waldstein nach Eger.

Diesem lauenburgischen Herzoge wird einstimmig vorgeworfen, daß er bei den Pilsener Schlüssen am heftigsten für W. plädirt hat.

Franz Albrecht und Arnheim werden verdächtig, auch gegen den Churfürsten von Sachsen conspirirt zu haben. Caretto behauptet, daß aus Illow’s Briefen zu ersehen sei, welch große Rollen

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dem Herzoge Julius Heinrich und Obersten Sparr bei der Verschwörung zugedacht waren. Oberst Beck und Snys zeugen gleichfalls gegen Julius Heinrich. Butler schreibt an den Hauptmann in Tachau Korg, auf den Herzog Franz Albrecht ein Auge zu haben und ihn, wenn thunlich zu verhaften.

1634. K. A. 2/121, 123, 3/44.
Butler berichtet am 28. Februar an Gallas: Herzog Franz Albrecht auf der Rückkehr von Bernhard von Weimar und in Unkenntnis von der Ermordung der Verschworenen, schickte an Illow einen Trompter nach Eger, wodurch des Herzogs Anwesenheit dort bekannt wurde.

Eine ausgeschickte Partei von 30 Pferden brachte ihn gefangen nach dem Platze. Ein intercipirtes Schreiben des Herzogs an Illow stellt ein geheimes Einverständnis der Verschwörer mit Weimar und die Mittlerschaft Franz Albrechts außer Zweifel.

1634. K. A. 2/106.
Gallas befiehlt Snys den Herzog Julius Heinrich und den Obersten Sparr in Prag zu verhaften; doch waren beide schon mittelst Post nach Wien abgereist. –

1634. K. A. 3/33, 34 ½.
Der Kaiser befiehelt, den Herzog Julius Heinrich auf die Neustadt (Wiener Neustadt) in Haft zu bringen.

Der Herzog bittet den Churfürsten von Sachsen, für ihn zu intercediren.

1634. K. A. 3/79, 4/19, 5/83, 4/119.
Die Hofstelle entscheidet, daß Herzog Julius Heinrich als Fürst des Reiches vor das Tribunal des kaiserlichen Reichs-Hofrathes; - als des Kaisers bestallter Oberst aber vor das Kriegsrecht zu stellen zu sei.

Herzog Franz Julius, des Verhafteten Bruder, protestirt in einem Schreiben an König Ferdinant III.,

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daß Julius Heinrich als Fürst des Reiches vor ein Kriegsrecht gestellt werde.

Auch dieser selbst verweigert als Fürst des Reiches vor einem Kriegsrecht zu erscheinen.

1634. K. A. 3/34 ½, 6/26, 5/8, 16.
Zwei Rechtfertigungsschreiben des Herzogs Julius Heinrich. Der Secretär des letzteren ist von einem ehemaligen Diener desselben bei Ellbogen ermordet worden. Seine sämtlichen Papiere sind in Verlust gerathen.

1634. K. A. 11/11.
Kaiser Ferdinand II. an König Ferdinand III. am 4. November: Herzog Rudolf Max von Sachsen Lauenburg ist nach Mailand gereist und hat dort wie auch früher schon dem Herzog Feria den Antrag gestellt, für den König von Spanien 3000 Mann deutsches Volk zu stellen.

Der Antrag wurde höflich abgelehnt. Später führten des Herzogs Papiere zu der Entdeckung, daß er auch Frankreich denselben Antrag machte. Darauf erfolgte dessen Verhaftung und gefängliche Verwahrung im Castell von Mailand. –

Der Kaiser ersuchte den König um seine Wohlmeinung, ob man den Herzog in Mailand belassen, oder herausescortiren sollte.

1634. Prot. Exp. fol. 212. Febr. Nr. 58.
Franz Albrecht war im Gefängnisse zur Eger.

1634. Prot. Reg. fol. 189, März Nr. 76.
Hofkriegsrath an den Obristen Beck ddo. 9. März 1634: „Er solle auf des Herzogs Julius Heinrich Actiones gute Achtung geben." –

1634. Prot. Exp. fol. 352, Juni Nr. 18. Prot. Exp. fol. 356, Juni Nr.64.
Franz Julius Herzog zu Sachsen bittet „um Mäßigung des Arrestes seines Bruders Julius Heinrich." –

1635. K. A. 2/1, 130, 10/202. K. F. Exp. fol. 8,17. K. F. Reg. 166.
Offiziere des Regiments deutscher Knechte werden nicht genannt.

Im Jänner steht das Regiment unter Gallas und stößt Ende Februar zur Armee des Königs Ferdinand.

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Am 19. Juli 1635 wurde das „Altsächsische" Regiment dem Markgrafen Wilhelm von Baden conferirt (im Lager bei Mézières).

Herzog Julius Heinrich war in die Waldstein’sche Verschwörung verwickelt und trat nach Beendigung der bezüglichen Untersuchung aus dem kaiserlichen Dienste.

1635. Bestallung.
Das Kürassier-Regiment wird dem Grafen Brnay conferirt.

1635. K. A. 13/3.
Herzog Julius Heinrich wurde am 28. März zu Wien verhaftet, am 3. Mai ihm eine Schildwache vor die Thüre gestellt und 23 Punkte zur Beantwortung gegeben. Er beantwortete sie am 7. Mai, worauf man ihm ankündigte, daß er nach Pilsen abgeführt werde.

1635. K. A. 13/21.
Am 6. Juli 1635 befiehlt der Kaiser, daß Herzog Julius Heinrich von Regensburg (wo er in Untersuchung war) zur weiteren Erörterung und Erkenntnis seiner Handlungen in dem friedländischen Wesen nach Kems „und volgents gar herab" in Verhaft geführt werde. –

1635. K. A. 13/25 ad. 25.
Herzog Julius Heinrich bittet am 7. Juli den Churfürsten Maximilian von Bayern um Fürsprache beim Kaiser, damit er seiner schon 15-monatlichen Haft entlassen werde. Der Kurfürst intercedirt mit Schreiben ddo. Wien, 24. Juli.

1635. K. A. 13/27
Verantwortung des Herzogs Julius Heinrich.

1635. K. A. 13/29.
Dessen Bitte an Grafen Schlick, Wien, 8. August, um Fürsprache damit er seines 7/4jährigen Arrestes entlassen werde. –

1635. Prot. Reg. fol. 265, Aug. Nr. 92.
Hofkriegsräthlicher Erlaß vom 21. August 1635, daß der Herzog Franz Albrecht zu Sachsen wieder auf freien Fuß gestellt werden sollte.

1635. Prot. Reg. fol. 249, Juli Nr. 50 und 51/1.
Hofkriegsrath an den Obersten Götz, ddo. 9. Juli 1635: „Er solle den verhafteten Obersten

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Sparr mit dem Herzog Julius Heinrich zu Sachsen nach Wien schicken."

1635. Prot. Exp. fol. 396, Aug. N. 46.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen bittet den Grafen Schlick „wegen seines Arrestes bei Sr. Majestät zu intercediren."

1638. K. A. Best. Nr. 1292.
Herzog Julius Heinrich wird laut Bestallung vom 1. Februar 1638 als Oberst von Haus aus mit 3000 fl. an- und aufgenommen.

1638. K. A. Best. Nr. 1293.
Bestallung und Gehorsambrief für Herzog Franz Carl von Sachsen-Lauenburg vom 1. März 1638 über den Oberst-Feldwachtmeister-Befehl.

1638. K. A. 6/43.
Schreiben der Herzoge Julius Heinrich und Franz Carl an den Grafen Schlick, vom 1./11. Juni 1638 um Bekanntgabe der Absichten des Kaisers bezüglich des Friedensschlusses, damit sie, als diesbezügliche Vermittler sich darnach richten können.

1638. Prot. Reg. fol. 172, Jänner Nr. 219.
Hofkriegsrath an den Grafen Gallas ddo. 24. Jänner 1638 „mit dem Herzog Franz Carl zu Sachsen-Lauenburg wegen der offerirten Herüberbringung zweier schwedischer Regimenter zu conferiren."

1638. Prot. Reg. fol. 207, März Nr. 126.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz Carl zu Sachsen-Lauenburg ddo. 13. März 1638, „Versicherungsdekret wegen des bewilligten Generalwachtmeisters Carico."

1638. Prot. Exp. fol. 451, Nov. Nr. 38.
Herzog Franz Carl zu Sachsen an den Hofkriegsrath „die neuen Werbungen auf 2 Regimenter zu Pferd und 1 zu Fuß betreffend." –

1639. Prot. Exp. fol. 262, Febr. Nr. 133.
Franz Carl Herzog zu Sachsen bittet „um endliche Resolution über seine angebotene Werbung." –

1639. Prot. Exp. fol. 450, Juni Nr. 434.
Franz Carl zu Sachsen „offerirt sich zu neuer Werbung."

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1639. Prot. Exp. fol. 498, Juli Nr. 242.
Franz Carl Herzog zu Sachsen bittet „ihm zu erlauben, ein Regiment zu Pferd zu werben: item seine rückständige Bezahlung betreffend."

1639. Prot. Reg. fol. 452, Decbr. Nr. 53.
Hofkriegsrath an Kießling, „er solle dem Herzog Franz Carl zu Sachsen den Rest von 1600 fl. der Obrist-Feldwachtmeisters-Besoldung erlegen."

1641. K. A. Best. Nr. 1278, 1343.
Feldmarschalls-Patente für Herzog Franz Albrechts von Sachsen-Lauenburg, 12. Februar und 23. Juni 1641.

1641. K. A. 7/28 ½.
Herzog Franz Albrecht, Feldmarschall, gedenkt neben dem Churfürsten (von Sachsen) gegen Görlitz aufzubrechen.

1641. Prot. Reg. fol. 42, Febr. Nr. 78.
Hofkriegsrath an Goltz ddo. 12. Februar 1641 „wegen des dem von Arnim und in dessen Abwesenheit dem Herzog Franz Albrecht zu Sachsen aufgetragenen Commandos in Schlesien.")

1641. Prot. Reg. fol. 146, Mai Nr. 45.
Hofkriegsrath an Chur-Sachsen ddo. 8. Mai 1641 „wegen des von Arnims Tod und um den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen zur Fortsetzung der geschlossenen Werbung zu vermögen."

1641. Prot. Reg. fol. 195, Juni Nr. 164/1.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen ddo. 22. Juni 1641. „Bescheid auf dessen eingegebene Punkte, eine Werbung und die Generallieutenantsstelle betreffend." –

1641. Prot. Reg. fol. 197, Juni Nr. 177. 178 und 179.
1641. Prot. Reg. fol. 198, Juni Nr. 186.
1641. Prot. Reg. fol. 198, Juni Nr. 180.
Mit hofkriegsräthlichen Erlässen vom 24. und 25. Juni 1641 „werden die chur-brandenburgischen, chur-sächsischen und die Reichstruppen, dann die Oberste Goltz und Goldacker mit ihrem Gehorsam und Respect an den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen gewiesen und das Oberamt in Schlesien ersucht, demselben als bestellten Feldmarschall über das schlesische Corps alle Assistenz erweisen zu lassen." –

1641. Prot. Reg. fol. 292, Sept. Nr. 100.
Laut Erlaß vom 26. September 1641 wurde ihm die brandenburgische Reiterei zum Leibregiment überlassen.

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1641. Prot. Reg. fol. 312, Okt. Nr. 23.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz Albrecht zu Sachsen ddo. 1. Oktober 1641, „um die Streifereien aus Schlesien nach Böhmen ernstlich einzustellen."

1641. Prot. Reg. fol. 362, Nov. Nr. 81.
1642. K. A. 1/5, 2/61.
Hofkriegsräthliche Antwort ddo. 20. November 1641 auf mehrere Schreiben des Herzogs Franz Albrecht zu Sachsen wegen Vertreibung des Feindes aus Beuthen, Freistadt und Grünberg, dann wegen Beischaffung der Artillerie-Bedürfnisse und Werbgelder. Schreiben des Herzogs Franz Carl an Piccolomini, betreffend Geldforderungen der Herzoge von Lauenburg.

1642. Prot. Exp. fol. 267, Febr. Nr. 281.
Rudolf Maximilian Herzog zu Sachsen überreicht ein Offert wegen einer neuen Werbung.

1642. K. A. 2/63.
Kaiser Ferdinand III. beauftragt den Herzog Franz Albrecht sich zum Erzherzog Leopold Wilhelm zu begeben und über die vorzunehmenden Operationen mit ihm zu berathen.

1642. K. A. 2/71.
Feldmarschall Herzog Franz Albrecht erstattet dem Kaiser Bericht über den schlechten Zustand der Armee.


1642. K. A. 3/17
Herzog Franz Albrecht bittet den Erzherzog Leopold Wilhelm um salva guardia für die Güter des Schwiegervaters seines Obersten von Arnheim von Heim.

1642. Prot. Exp. fol. 326, März Nr. 224.
Chur-Cöln „recommandirt den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen-Lauenburg zu einem Kriegs-Carico."

1642. K. A. 3/24.
Herzog Franz Albrecht befiehlt dem Oberstwachtmeister Boure nach Schweidnitz und Jauer aufzubrechen.

1642. K. A. 3/65.
Erzherzog Leopold Wilhelm beruft den Herzog Franz Albrecht zu sich nach Zeitz.

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1642. K. A. 4/8.
Kaiser Ferdinand III. berathschlagt mit Herzog Franz Albrecht über die Maßnahmen, um Torstensohn Widerstand zu leisten.

1642. K. A. 4/9.
Es hat den Anschein, als wollte der Feind gegen Herzog Franz Albrecht nach Schlesien rücken.

1642. K. A. 4/16, ad 16.
Herzog Franz Albrecht berichtet an den Kaiser über den Gang der Operationen und über den Zustand der Armee.

1642. K. A. 7/15.
Oberst von Montevergues spricht in einem Berichte vom F. M. Herzog Franz Albrecht „hochseligen Angedenkens."

1642. Prot. Reg. fol. 326, Okt. Nr. 147.
Hofkriegsrath an den Grafen Rabatta ddo. 25. October 1642 „um den Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen bei der Republik Venedig zu recommandiren." –

1642. K. A. 12/29.
Piccolomini entschuldigt sich wegen Einquartierung seiner Regimenter auf den Gütern des Herzogs Julius Heinrich im Pilsener Kreise beim Herzog selbst.

1642. Prot. Exp. fol. 439, Mai Nr. 6.
Herzog Rudolf Maximilian zu Sachsen bittet „um ein Regiment und interim um einen monatlichen Unterhalt." –

1642. Prot. Exp. fol. 170, Jänner Nr. 5.
1642. Prot. Exp. fol. 170, Jänner Nr. 7.
Prot. Exp. fol. 171, Jänner Nr. 12.
Prot. Exp. fol. 239, Februar Nr. 39.
Prot. Exp. fol. 248, Februar Nr. 101 und 105.
1642. Prot. Reg. fol. 36, Febr. Nr. 76/1.
1642. Prot. Reg. fol. 39, Febr. Nr. 109.
Herzog Franz Albrecht zu Sachsen berichtet wegen der Eroberung von Lieben und des festen Schlosses Heinzendorf und Sprotau, über seinen Angriff auf Gurau und Hermsstadt und deren Einnahme, ferner daß sich Wohlau am 7. Jänner 1642 ergeben habe, weiter meldet er, daß er Beuthen erorbert und die Stadt Bunzlau besetzt, die feindliche Besatzung aber sich in das Schloß zurückgezogen habe. Der Hofkriegsrath sprach ihm dafür mit Schreiben vom 13. Februar 1642 seinen Dank aus und stellte ihm mit Schreiben vom 18. Februar 1642 anheim, ob dem Feinde weiter nachzusetzen sei.

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1642. Prot. Reg. fol. 63, März Nr. 25.
Auch wurde ihm mit Erlaß vom 6. März 1642 bewilligt, die Quartiere in Schlesien zu nehmen und ihm das ganze Werk der Armee-Reformation anheim gegeben.

1642. Prot. Reg. fol. 72, März Nr. 200.
Mit hofkriegsräthlichem Schreiben vom 17. März 1642 wurde er nach Wien berufen, um an einer abzuhaltenden Berathung teilzunehmen.

1642. Prot. Exp. fol. 401, April Nr. 182.
1642. Prot. Exp. fol. 405, April Nr. 216.
Im April 1642 verlangte er Verstärkung und meldet, daß er die Truppen aus Guben zurückziehen mußte, welches hierauf vom Feinde besetzt wurde. Ferner übersendete er ein Gutachten über die Kriegsverfassung.

1642. Prot. Exp. fol. 440, Mai Nr. 17 und 20.
Am 26. April 1642 schrieb ihn: der Hofkriegsrath, er solle auf Torstensohn’s Unternehmungen ein wachsames Auge haben.

Angangs Mai 1642 traf ein Bericht von ihm in Wien ein, worin er die Gefahr Groß-Glogau’s meldete, das nicht leicht zu entsetzen sei, obschon er den Rochau dahin beordert habe. Er bat also um Succurs von der Hauptarmee, weil der Feind gar zu stark sei.

1642. Prot. Exp. fol. 440, Mai Nr. 19.
Unmittelbar darauf kam ein weiterer Bericht von ihm, worin er den Verlust Groß-Glogau’s anzeigt und seine Bitte um Succurs von der Hauptarmee und um Geld für eine neue Werbung wiederholt, inzwischen wolle er zwischen Schweidnitz und Liegnitz am Gebirge Posto fassen, damit er an der Verbindung mit dem erwarteten Succurs nicht gehindert werde.

1642. Prot. Exp. fol. 441, Mai Nr. 23.
In zwei weiteren Berichten vom 9. und 12. Mai 1642 begehrt er die Vereinigung der ganzen Hauptarmee mit seinem Corps, damit der Feind aus Schlesien vertrieben würde. Er habe unterdessen seine Truppen zu Breslau zusammengezogen,

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Liegnitz verproviantirt und eine Schiffbrücke über die Oder geschlagen.

Er meldet ferner, daß verschiedene Offiziere und Compagnien vom Feind sich in kaiserliche Dienste begeben, wozu aber Geld anzuweisen nöthig sei.

1642. Prot. Exp. fol. 455, Mai Nr. 139.
Suys berichtet, er habe dem Herzog Franz Albrecht zu Sachsen die nothwendige Artillerie erfolgen lassen.

1642. Prot. Reg. fol. 131, Mai Nr. 56.
Der Hofkriegsrath notificirt dem Herzog Franz Albrecht zu Sachsen, daß die zum Succurs nach Schlesien bestimmten Regimenter im vollen Anzuge begriffen seien.

1642. Prot. Exp. fol. 514, Juni Nr. 119.
Herzog Franz Albrecht zu Sachsen berichtet, „daß seine Intention, den Feind zu divertiren, durch die Langsamkeit des erwarteten Succurses gehindert werde, und bittet um Ordre wegen Maturirung dieser Conjunction.

Der Feind marschire gegen Jauer und beabsichtige, sich der Stadt Schweidnitz zu bemächtigen und den ankommenden Succurs zu verhindern; seine Progresse wären schwerlich zu hemmen.

Sollten aber Se. kaiserliche Majestät befehlen, auf den Feind zu gehen, wolle er sein Äußerstes thun und weil Schweidnitz mit 700 Mann besetzt sei, wolle er eine Cavalcade vornehmen." Er klagt auch über den Mangel an Artillerie und Munition und bittet, solche zu erfolgen. –

1642. Prot. Exp. fol. 515, Juni Nr. 120.
Er „bedankt sich für den versprochenen Succurs, die Gelder wolle er aufs Beste anwenden und darüber eine ordentliche Specifikation einschicken." ---- Weil der Feind über die Oder zu gegen intentirt, habe er nach Liegnitz noch 600 Mann geschickt und wolle sehen, daß der ankommende

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Succurs durch „die Feinde nicht gehindert werde." –

1642. Prot. Exp. fol. 495, Juni Nr. 7.
Christoph Schellendorf berichtet über den feindlichen Einfall in Schlesien und die Occupirung Striegau’s, ferner, daß der Herzog Franz Albrecht zu Sachsen gefangen worden.

1642. Prot. Exp. fol. 496, Juni Nr. 18.
Christiana Herzogin zu Sachsen bittet um Hilfe zur Auswechslung ihres gefangenen Gemahls Franz Albrecht.

1642. Prot. Exp. fol. 522, Juni Nr. 158.
Gerstorf berichtet über den Verlauf des Treffens Herzog Franz Albrechts zu Sachsen mit den Schweden. (Herzog Franz Albrecht todt.)

1642. Prot. Reg. fol. 194, Juni Nr. 207.
Condolenzschreiben an die Gemahlin des Herzogs Franz Albrecht zu Sachsen.

1642. K. A. 12/40.
Herzog Julius Heinrich tadelt di Kreishauptleute wegen der Quartier-Auftheilung in einem Briefe an Piccolomini.

1643. Prot. Exp. fol. 439. Mai Nr. 4.
Herzog Franz Carl zu Sachsen bittet, „um Resolution über seine eingegebenen Memoralien und um 2000 Reichsthaler in Abschlag seiner Bestallung." –

1644. Prot. Exp. fol. 399, Juli Nr. 1.
Chur-Baiern berichtet „daß Herzog Franz Carl von Sachsen-Lauenburg bei Touraine (?) (Turenne?) angelangt und zur Aufbringung von 6000 Mann von der venezianischen Armee zu französischen Diensten Mittel begehre."

1644. Prot. Reg. fol. 307, Juli Nr. 87.
Hofkriegsrath an Rabatta ddo. 16. Juli 1644 „um gehörige Unterbauung zu thun, damit die vom Herzog Franz Carl zu Sachsen und Gil de Haes den Franzosen versprochene Ueberlassung etlicher Tausend Mann deutschen Volkes nicht gestattet werde."

1645. K. A. 1/15.
Herzog Maximilian Rudolph macht Piccolomini

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den Antrag, für Spanien Reiter und Fußvolk zu werben.

1647. Prot. Exp. fol. 107, März Nr. 31.
Herzog Franz Carl zu Sachsen bittet, „in Abschlag seines Kriegsrestes von 75,700 fl. ihm etwas zu erfolgen."

1647. Prot. Reg. fol. 133, März Nr. 29.
Hofkriegsrath an den Herzog Franz Carl zu Sachsen ddo. 13. März 1647, „wegen seiner vom Jahre 1638 prätentirten Obrist-Feldwachtmeisters-Besoldung."

1647. K. A. 9/17.
Herzog Julius Heinrich führt Beschwerde, daß eine schwedische salva guardia, welche mit Paß des F. M. Holzapfel einer Heerde seiner Rinder beigegeben war, von einem kaiserlichen Rittmeister gefangen genommen wurde. Er bittet um Reparation.

1647. K. A. 10/4 ½.
Julius Heinrich ersucht den Grafen Schlick um Vermittlung, damit der Ellbogener-Kreis von der Einquartierung verschont werde.

1648. Prot. Exp. fol. 468, Nov. Nr. 103.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen berichtet, „wie hoch die gefangene Cavallerie von dem Feind zu Prag ranzionirt worden und wie er sich hierin interponirt habe."

1650. Prot. Exp. fol. 362, Aug. Nr. 80.
Prot. Reg. August Nr. 83.
1651. Prot. Exp. fol. 184, Mai Nr. 66.
Herzog Franz Carl zu Sachsen bittet „um seine ausständige Feldwachtmeisters-Bestallung."

1650. K. A. 11/29 ½.
Julius Heinrich empfiehlt Piccolomini den Oberstlieutenant Melchior von Hundt.

1651. Prot. Exp. fol. 77, März.
Herzog Julius Heinrich zu Sachsen „um Bezahlung des ao. 1626 mit ihm accordirten und noch ausständigen Kriegsrestes von 125000 fl. aus den ao. 1647 bewilligten und noch restirenden schlesischen Accisgeldern."

1651. K. A. 6/10.
Franz Erdmann Sohn des Herzogs Julius Heinrich dankt seinem Schwager Piccolomini, daß

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er ihm ein kaiserliches Regiment zu verschaffen versprach.

1651. K. A. 8/9.
Julius Heinrich giebt Piccolomini bekannt, daß die Fürsten des niedersächsischen Kreises Werbungen in ihren Ländern nicht gestatten.

1651. K. A. 1651 11/4.
Herzog Franz Carl ersucht Piccolomini, ihm zu seinen Forderungen zu verhelfen.

1652. K. A. 8/10.
Franz Carl beschreibt Piccolomini die Vorgänge in Polen.

1654. K. A. 1/3.
Julius Heinrich an Piccolomini über Privatangelegenheiten.

1654. K. A. 9/1.
Herzog Julius Heinrich an Piccolomini über die drohenden Vorgänge in Schweden.

1655. K. A. 4/9.
Julius Heinrich an Piccolomini über die Begebenheiten im niedersächsischen Kreise. Beilage: ein Brief des Herzogs Franz Carl über die Rüstungen der Schweden und die Nachricht, daß Königsmark die oldenburgische Stadt Delmenhorst mit stürmischer Hand eingenommen hat.

1656. K. A. 2/16.
Julius Heinrich an seinen Schwiegersohn Piccolomini Nachricht vom Ableben des regierenden Herzogs August und von der Nachfolge des Herzogs Julius Heinrich in der Regierung des Herzogthums Lauenburg.

1656. K. A. 3/6.
Julius Heinrich begiebt sich nach dem niedersächsischen Kreise und ersucht Piccolomini um Veranlassung, damit die 20 Mann des La Coronaschen Regiments zur Bewachung seiner Residenz und Stadt Schlackenwerth auch ferner dort belassen werden.

1658. Prot. Reg. fol. 215, Oct. Nr. 71.
1658. Prot. Exp./Anw. II. K. R. fol. 454, Dez. Nr. 107.
Julius Heinrich Herzog zu Sachsen beklagt sich, daß sein Herzogthum Niedersachsen von dem Durchzug nach Holstein ganz ruiniert worden und bittet, der Generalität zu befehlen, solches künftig zu verschonen. – Der Hofkriegsrath erließ am

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27. Oktober 1658 einen entsprechenden Befehl an Montecuccoli.

1659. Prot. Exp. fol. 32, Jänner Nr. 98.
Herzog Franz Carl zu Sachsen „um Accomodation cum recommandatione Electoris Brandenburgici"

1659. Prot. Exp. fol. 32, Jänner Nr. 99.
Freiherr von Pucher überreicht seine Relation „über die ihm aufgetragene Commission beim Herzog Franz Carl zu Sachsen wegen der angebotenen Werbung."

1659. K. A. 3/9.
Kaiser Leopold I. avisirt dem Herzoge Julius Heinrich den Durchzug der kaiserlichen aus Jütland zurückkehrenden Truppen durch sein Herzogthum.

1660. K. A. 1/2, 2/59.
Anstände bei Bequartierung der Truppen im Amte Neuhaus des Herzogs Franz Carl und im Herzogthum Lauenburg.

1660. K. A. 11/10.
Bequartierung von Truppen in den Gütern des Herzogs Julius Heinrich in Böhmen und daraus entstandene Proteste.

1660. K. A. 12/4.
Plettenberg benachrichtigt Raimund Montecuccoli von Hamburg am 8. December 1660, daß Herzog Franz Carl in „seinem" Neuhaus am Schlagflusse gestorben ist.

1676. K. A. Best. Nr. 1832.
1682. K. A. Best. Nr. 2130.
Herzog Julius Franz erhielt am 17. März 1676 das Patent als General über die Cavallerie und am 6. März 1682 das Obristen-Patent auf ein neu zu errichtendes Regiment zu Pferd.

1676. Prot. Reg. fol. 178, März Nr. 137/1.
Hofkriegsrath an den Herzog von Lothringen, ddo. 18. März 1676: Notificatur, „daß der Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg und der Graf von Caprara zu Generalen der Cavallerie erklärt worden und daß der erstere den rechten, der andere aber den linken Flügel commandiren soll."

1676. Prot. Exp. fol. 809, Nov. Nr. 70.
Herzog zu Sachsen-Lauenburg „hält an um ein Regiment."

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1676. Prot. Reg. fol. 683, Nov. Nr. 88.
Hofkriegsrath an den Herzog von Lothringen ddo. 22. November 1676: „wegen der Accomodation des Herzogs zu Sachsen-Lauenburg mit einem Regiment werde man seiner bei künftiger Gelegenheit gedenken."

1681. Prot. Exp. fol. 534, Sept. Nr. 107.
Herzog von Neuburg „recommandirt mit Schreiben vom 8. August 1681 den Baron Zweyer für die Obristwachtmeisterstelle in dem zu errichtenden Sachsen-Lauenburgischen Regiment."

1682. Prot. Reg. fol. 90, März Nr. 32.
1682. Prot. Reg. fol. 260, Juni Nr. 19. Prot. Reg. fol. 270, Juni Nr. 40. Prot. Reg. fol. 273, Juni Nr. 43.
H. K. R. April Nr. 73 Exp. Prot. Exp. fol. 369, Juli.
Hofkriegsrath intimirt dem Herzog zu Sachsen und andern Obersten ddo. 6. März 1682 „die kaiserliche Resolution, daß von den Reiterregimentern Sachsen-Lauenburg, Gondola, Styrum und Veterani im Falle eines Abganges so viel dazugeworben werden soll, daß jedes derselben aus 10 Compagnien, sammt der Prima plana 800 Köpfe stark, formirt werden kann, welches sie sodann commandiren sollen. Auf einen zu werbenden Reiter, der wohlmontirt gestellt wird, werden 45 Reichsthaler gereicht und dem Herzog zu Sachsen-Lauenburg der Sammelplatz in Böhmen angewiesen werden." Auch wurden ihnen Unteroffiziere und Reiter von den alten Cavallerie-Regimentern zugewiesen und zwar kamen Obristlieutenant Graf Noirquermes vom Dunewald’schen, Obristwachtmeister Graf Lanthieri und Rittmeister Hertenberg vom Metternichschen Regiment sammt ihren Compagnien, jede mit der Prima plana 109 Köpfe stark, zu dem Sachsen-Lauenburg’schen Regiment.

1682. Prot. Exp. fol. 256 und 257, Juni.
Prot. Exp. fol. 290, Juni Nr. 26.
1682. Prot. Exp. fol. 347, Juli.
Außer den obenerwähnten werden noch folgende Offiziere des Regiments im Jahre 1682 genannt: die Lieutenants Prätl und Tauber, welche im Juni 1682 bereits wieder aus dem Regimente austraten, dann die Lieutenants Tobias

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von Schüller, Schobert und Pizzigally und der Adjutant Hürkler.

1682. Prot. Reg. fol. 314, Juli. Prot. Reg. fol. 456, Aug. Nr. 125. Prot. Reg. fol. 333, Juli Nr. 60. Prot. Reg. fol. 338, Juli Nr. 70.
Mit hofkriegsräthlichem Erlaß vom 3. Juli 1682 „wurde das Regiment aus Böhmen zu dem auf die Insel Schütt zu formirenden Corps beordert," doch wurde dieser Befehl am 12. Juli dahin abgeändert, „daß vorläufig nur 5 Compagnien in die Schütt marschiren sollen."

1682. Prot. Exp. fol. 316, Juli.
Auf Ansuchen eines Abgeordneten des Herzogs von Sachsen-Lauenburg bewilligte der Hofkriegsrath mit Erlaß vom 9. Juli 1682 eine 14tägige Terminsverländerung, d. i. bis 23. Juli, für den Abmarsch des Regiments nach der Insel Schütt in Ungarn. –

1682. Prot. Exp. fol. 406 u. 411, Aug. Prot. Exp. fol. 391, August Nr. 8.
Mit hofkriegsräthlichem Erlaß vom 3. August 1682 „werden dem Regimente statt der noch abgängigen 17 Corporale und 7 Einspanier von den neugeworbenen Rekruten des Merey’schen Regiments 22 Einspanier zugewiesen und für die noch abgängigen 2 Mann das Werbegeld mit 90 Thalern angewiesen."

1682. Prot. Reg. fol. 403, Aug. Nr. 26.
Hofkriegsrath an den Herzog zu Sachsen-Lauenburg ddo. 8. August 1682: „daß sein halbes Regiment sogleich nach der Insel Schütt marschiren, die andere Hälfte aber in den Stand gesetzt werden solle, bald nachzufolgen, um das ganze Regiment unfehlbar innerhalb 14 Tagen nach der Insel Schütt marschiren lassen zu können."

1682. Prot. Exp. fol. 469, 479, 511, 525, September.
1682. Prot. Reg. fol. 482, Sept. Nr. 20.
1682. Prot. Reg. fol. 498, Sept. Nr. 47.
Der Abmarsch des Regiments, welches zwar gute Mannschaft, aber schlechte Monturen hatte, verzögerte sich noch immer, weshalb sich der Hofkriegsrath wiederholt an den Herzog zu Sachsen-Lauenburg wegen Beschleunigung des Abmarsches wandte.

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1682. Prot. Exp. fol. 522, Sept. Nr. 82.
1682. Prot. Reg. fol. 524, Sept. Nr. 88.
Am 9. September 1682 schrieb der Herzog zu Sachsen-Lauenburg aus Schlackewald in Böhmen, daß sein Regiment gemustert worden und nach Ungarn marschirt. Da nicht auch er in eigener Person dahin bestimmt wurde, werde er in sein Fürstenthum reisen. Auf sein Anerbieten vom 9. September 1682 „sich zu Sr. Majestät Diensten in Person einfinden zu wollen" antwortete ihm der Hofkriegsrath am 23. September 1682 „daß Se. Majestät dieses Anerbieten in Gnaden aufgenommen haben; weil aber das Commando in Ungarn schon dem Caprera übertragen worden, so werde man bei künftiger Campagne auf seinen hohen Carico reflectiren."

1682. Prot. Reg. fol. 532. Sept. Nr. 98. Prot. Reg. fol. 542. Nr. 122. Prot. Reg. fol. 551/2 Oktober Nr. 2/2.
1682. Prot. Reg. fol. 568, Okt. Nr. 29. Prot. Reg. fol. 569. Okt. Nr. 30. Prot. Reg. fol. 570, Okt. Nr. 31.
Am 24. September 1682 erging der hofkriegsräthliche Befehl, „daß das Regiment, so lange Se. Majestät zu Ebersdorf verbleiben werden, sich in der Nähe von Bruck a/d. Leitha an einem sichern Ort postiren, den Leitha-Fluß beobachten und zugleich auch gegen die Raab fleißig battiren, aber gleichwohl unter des Grafen von Starhemberg’s Commando verbleiben solle." Am 15. October 1682 befahl sodann der Hofkriegsrath, „daß das Regiment aus der Gegend von Bruck aufbrechen, an einem bequemen Platz Gutta gegenüber, auf die Insel Schütt hinübersetzen und des Grafen von Starhembergs Ordre erwarten solle." –

1683. Prot. Exp. fol. 132, Fbr. Nr. 47.
Der Herzog zu Sachsen-Lauenburg befand sich am 23. Jänner 1683 zu Neuhaus in Böhmen.

1683. K. A. Türkg. 4/11c., 5/13.
Er, Herzog Julius Franz ist im Jahre 1683 bei der Hauptarmee in Ungarn General über die Cavallerie.

1683. Prot. Reg. fol. 193, März Nr. 51/2, und51/3.
Mit hofkriegsräthlichem Erlaß vom 10. März 1683 wurde das Regiment zu dem Waldeck’schen Corps im Reich bestimmt und mit Erlaß vom

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1683. Prot. Reg. fol. 445, Juli Nr. 48
7. Juli 1683 erhielt der Herzog zu Sachsen-Lauenburg „die Ordre, sich mit seinem Regiment geradewegs nach Wien zu begeben."

1683. K. A. Türkg. 5/20.
1683. K. A. Türkg. 7/17, 8/18, 13/10, 16, 53,59.
1683. K. A. 11/7.
1683. K. A. Best. Nr. 2219.
Herzog Julius Franz widerräth die beabsichtigte Unternehmung auf Gran, kämpft vor Wien, verlangt Beförderung in eine höhere Charge und wird dazu beantragt,

erhält am 22. September 1683 das Feldmarschall-Patent.

1684. Prot. Exp. fol. 95, Jänner Nr. 24
Rittmeister Hardter „bittet um Ausfolgung der für den Herzog zu Sachsen-Lauenburg erbetenen 3 Stück von den vor Wien eroberten Geschützen."

1684. K. A. 5/9.
F. M. Herzog Julius Franz wird dem Kaiser zur Versehung des Befehls über die Cavallerie vorgeschlagen.

1684. K. A. 5/10.
Weil der Herzog von Engern und Westphalen d. h. Herzog Julius Franz in seine Länder geht, übergibt der Kaiser den Befehl über die Cavallerie pro 1684 dem Feldmarschall Graf Caprara.

1685. Prot. Reg. fol. 57, Jänner Nr. 8, 9 und 10.
Das Regiment wird beordert, aus Ungarn nach Schlesien zu marschiren.

1685. Prot. Reg. fol. 220, April Nr. 204/4.
Hofkriegsräthlicher Befehl vom 28. April 1685 an verschiedene Regimenter (darunter Sachsen-Lauenburg) „längstens bis 15. Juni auf dem Rendez-vous Platz in Ungarn zu erscheinen." –

1685. Prot. Exp. fol. 289, Mai Nr. 202.
Noirquermes entschuldigt sich, warum er mit dem Sachsen-Lauenburg’schen Regiment zur bestimmten Zeit auf dem Rendez-vous nicht erscheinen könne.

1687. Prot. Exp. fol. 584, Sept. Nr. 129.
Leopold Graf von Schlick wird Oberstlieutenant im Cürassier-Regimente Sachsen-Lauenburg.

1688. Prot. Exp. fol. 733, Okt. Nr. 202.
Herzog Julius Franz zu Sachsen-Lauenburg bittet, sein Regiment in Reich marschiren zu lassen.

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Nach dem im Jahre 1689 erfolgten Ableben des Herzogs Julius Franz von Sachsen-Lauenburg wurde dessen Cürassier-Regiment dem Obersten Johann Baptist Marchese Doria verliehen. Dasselbe wurde im Jahre 1779 in ein Dragoner-Regiment und im Jahre 1860 abermals in ein Cürassier-Regiment umgewandet.

Seit der am 1. October 1867 erfolgten Umwandlung aller Cürassier- Regimenter in Dragoner-Regimenter führt es die Bezeichnung „Dragoner-Regiment Nr. 9"; sein gegenwärtiger Inhaber ist der General der Cavallerie Eugen Freiher Piret de Bihain; es ergänzt sich aus der Bukowina und garnisonirt gegenwärtig in Czernowitz.

Eine gedruckte Spezial-Geschichte dieses Regimentes existirt noch nicht, doch enthalten Gräffer’s „Geschichte der k. k. Kriegsvölker", dann Thürheim’s „Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der österreichischen Armee" und desselben Verfassers: „die Reiter-Regimenter der österreichischen Armee" mehr oder minder ausführliche Daten über dieses Regiment.

Eine handschriftliche, bis zum Jahre 1871 reichende „chronologische Geschichte" dieses Regiments erzählt die wichtigsten Ereignisse dieses Regiments in gedrängtester Kürze. Über die Jahre 1682 bis 1689, d. i. die Zeit, während welcher der Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg Inhaber war, sind darin folgende Daten aufgeführt:

1682. Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg errichtet ein Cürassier-Regiment.

1683. Bei dem wirklich im Jahre darauf erfolgten Türkenkriege und der Belagerung Wien’s und dessen Entsatz am 12. September bewies das neuerrichtete Regiment, als es am Kahlenberge absaß und zu Fuß die türkischen Verschanzungen angriff und mitstürmen half, daß es nicht Neuling im Kriege sei und gab zu erkennen, was in der Folge Monarch und Staat von demselben zu erwarten haben. Dieser rühmlichen Erwartung hat es auch immer entsprochen.

1684 befand es sich bei der ersten Belagerung von Ofen

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1685 in der Schlacht bei Gran und der Belagerung von Kaschau.

1686 in der zweiten Belagerung und Einnahme von Ofen, ferner bei der Expedition in Ober-Ungarn und bei der Schlacht von Szegedin, in welcher es General Graf Veterani selbst gegen den Feind führte.

1687 in der Schlacht bei Mohaes, wo es beim Verfolgen des Feindes das erste gewesen.

1688 war es beim Sturm auf Belgrad.

1689 starb der Regiments-Inhaber Herzog von Sachsen-Lauenburg, statt ihm wurde der Marquis von Doria zum Inhaber ernannt.

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Das „Regiment hochdeutscher (sächsischer) Knechte", das im Jahre 1618 errichtet wurde, ist dasselbe, das von 1737 bis 1780 den Namen des F. M. Philipp Ludwig Freiherr von Moltke und später die Nummer 13 führte. Es wurde 1635 dem Feldzeugmeister Wilhelm Markgrafen von Baden-Baden, 1681 dem Feldmarschall-Lieutenant Friedrich Grafen Scherffenberg, 1688 dem Feldmarschall Guido Grafen Starhemberg, 1737 dem Feldmarschall Philipp Ludwig Freiherrn von Moltke, 1780 dem Feldzeugmeister Franz Anton Freiherrn von Zedtwitz, 1786 dem Feldmarschall-Lieutenant Franz Wenzel Freiherrn von Reisky von Dubritz verliehen, endlich im Jahre 1809 aufgelöst.

Im Jahre 1814 erhielt ein neu errichtetes Regiment die Nummer 13. Dasselbe wurde 1815 dem F. M. Maximilian Freiherrn von Wimpffen, 1855 dem F. M. L. Gustav Heinrich Prinzen zu Hohenlohe-Langenburg, 1861 dem F. M. L. Josef Freiherrn von Bamberg, 1871 dem Feldzeugmeister Carl Freiherrn von Baltin verliehen. Seit 1888 hat es auf immerwährende Zeiten den Namen Feldmarschall Guidobald Graf Starhemberg zu führen.

Eine vollständige Regimentsgeschichte ist gegenwärtig im Auftrage des Regiments in der Bearbeitung begriffen. –

 

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