Jahresband 1886

Archiv des Vereins für die
Geschichte des Herzogthums Lauenburg
 


REGESTEN
der Urkunden etc. des Möllner Rathsarchivs.

(Verzeichniß der von der Stadt Mölln als Depositum dem Königl.
Staatsarchiv zu Schleswig überlassenen Urkunden und Akten.)

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Es ist längst allgemein bekannt, daß das Möllner Rathsarchiv einen reichen Schatz an alten Urkunden besitzt, aber nur wenige Eingeweihte haben bisjetzt von dem interessanten Inhalt derselben Kenntnis nehmen dürfen, theils weil sie nicht leicht zugänglich, theils weil sie, wenigstens für Laien, schwer zu entziffern waren. Dieselben sind im Jahre 1877 dem Königl. Staatsarchiv zu Schleswig unter Vorbehalt des Eigenthumsrechts als Depositum übergeben und dieses hat dem hiesigen Magistrat ein Repertorium darüber zugestellt, welches mit Genehmigung des Königlichen Staatsarchivs und des hiesigen Magistrats der vorliegenden Mittheilungen zu Grunde gelegt worden ist.
 

Nr. 1.

1254 Januar 24. Herzog Albert von Sachsen-Lauenburg schenkt der Stadt Mölln seine Höfe Gultzow und Pinnow mit allem Zubehör und verleiht der Stadt zugleich Weichbildsrecht mit Festsetzungen bez. der Wahl der Rathspersonen. 1)

d. d. Lowenborch, 1254, am avende Pauli conversionis. Vidimirte Copie (Thomas Rebein, Secretair zu Lübeck.)
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1) Gedr. in Gründl. Nachr. v. d. Herrschaft u. Vogtei Mölln, S. 4-5.

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Nr. 2.

1262 Februar 17. Elena, Herzogin von Sachsen (mit Einwilligung ihrer Söhne Johannes und Albertus) schenkt der Stadt Mölln das Dorf Gutz zu demjenigen Eigenthumsrechte, mit welchem ihr Gatte Herzog Albertus von Sachsen die genannte Stadt begabt hat, und verleiht ihr zugleich Weichbildsrecht. 2)

Testes: Hinricus de Rich, Eggehardus de Cocstede, Bartholomeus pincerna noster, Eggehardus Skakke, Nicolaus de Cubsole, Thietlevus de Parchentin, Hinricus de Crumesse, Johannes de Colpin, Bartoldus de Ricserowe, Conradus Wackerbart, Hartwicus Stormarius, Volkmarus de Grunowe, Johannes de Strake, milites nostri.
d. d. in castro Louenburg, 1262 XIII. Kal. Marcii.


1. Original Perg. Die angeh. beiden Siegel der Ausstellerin und ihrer Söhne fehlen jetzt.

2. Aeltere Copie auf Perg. beigelegt der Urkunde d. d. Lauenburg 1263 Januar 20.
 

Nr. 3.

1263 Januar 20. Die Herzöge Johannes und Albertus von Sachsen-Lauenburg schenken der Stadt Mölln das Dorf Pinnowe mit allem Zubehör und das Weichbildsrecht. 3)

Testes: Everhardus de Warmesdorp, Conradus de Gatersleve, Thitlevus de Perchentin, Conradus Wackerbart, Hinricus de Crumesse, Nicolaus de Cubsole, Johannes de Colpin, Bertoldus de Ritserow, Barthol. pincerna, Jordanis de Dargenowe milites.

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2) Gedr. in Gründl. Nachr. S. 3.
3) Gedr. in Gründl. Nachr. S. 7-8.
 

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d. d. in castro Lovenborch 1263, in die b. Sebastiani mart. per manum Engelberti notar. curie nostre.

1.
Orig. Per. Das angeh. Siegel fehlt jetzt.
2. Aeltere Copie auf Perg. in welcher der Vorname des Zeugen Perkentin Eghehardus lautet (in Original Thitlevus). Auf demselben Pergamentblatt Copien der Urkunden d. d. Lauenburg 1262 Februar 17 und 1272 Juli 25.
 

Nr. 4.

1272 Juli 25. Johannes und Albertus, Herzöge von Sachsen-Lauenburg bestätigen die Freiheiten der Stadt Mölln, insbesondere den Gebrauch des lübschen Rechts. 4)

Testes: dom. Wedego de Richowe, dom. Betemannus de Berge, dom. Spectin.
d. d. Louenborch, 1272, VIII. Kal. Augusti.


1. Orig. Pergament. Mit dem angeh. defecten Reitersiegel der Herzöge.
2. Aeltere Copie auf Perg. (beigelegt der Urkunde d. d. Lauenburg 1263 Januar 20), doch lautet das Datum in der Copie wohl durch einen Fehler 1262 VIII. Kal. Augusti, es fehlt ferner indictione 14 und der Zeuge Betemannus de Berge im Orig. heißt in der Copie de Berchede.
 

Nr. 5.

1302 Januar 16. Johannes und Albert, Herzöge zu Sachsen-Lauenburg bestätigen der Stadt Mölln ihre Freiheiten, insbesondere den Gebrauch des lübschen Rechts.

Zeugen: milites Dethlevus de Perkentyn, Ludeke Scack, Hinricus et Johannes de Crummesse, Otto Wackerbart, Hard(wicus) de Ritzerowe, Alb(ertus)

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4) Gedr. in Gründl. Nachr. S. 9.


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Wlf de Svartenbeke, Volradus de Zule, Hermannus de Tralowe, Reynfridus Scorlemorle, Dethlevus Lupus.
d. d. Lauenburg in die Marcelli martiris et confessoris anno 1302.


Orig. Perg. ein Siegel zerbröckelt, das andere beschädigt.

Nr. 6.

1302 Januar 16. Johannes und Albrecht Herzöge von Sachsen-Lauenburg schenken an die Stadt Mölln das Dorf Pinnowe. 5)

Zeugen: Dethlevus de Perkentin, Ludeke Scacko, Hinricus et Johannes de Crummesse, Otto Wackerbart, Hardwicus de Ritzerowe, Wlf de Svartenbeke, Volradus de Tzule, Hermannus de Tralowe, Reynfridus Scorlemorle, Dethlevus Lupus milites.
d. d. Lauenburg 1302, in die Marcelli martiris et confessoris per manum Ulrici notarii curie nostr.


Orig. Perg. Die beiden Siegel sind zerbröckelt.

Nr. 7.

1304 Mai 15. Johannes von Levezowe Ritter urkundet, daß er vom Kloster Dargum für 100 mark eine jährliche Rente von 10 Mark aus dem Dorfe Groß-Methling (major Metlik) erworben hat, welche nach seinem und seiner Frau Gertrud Tod an das Kloster zurückfallen wird.

Zeugen: Hinr .... Th. Camerarius, Jo de Gutow, Jo de Pomerio, Hinr. de Bokele, Jo de Corveya, monachi. Dominus G. plebanus in Jordenstorpe, dominus .... plebanus de Levezow, Fredericus de .... dorp, Conradus de Gotberge et frater suus milites.
d. d. Dargun 1304 feria sexta ante festum pente costes.


Copie auf Papier.
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5) Vergl. die Urkunde d. d. Lauenburg 1263 Januar 20.

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Nr. 8.

1305 April 25. Die Herzöge Albrecht und Erich von Sachsen-Lauenburg urkunden über eine bei Gelegenheit eines mit ihrem Bruder Herzog Johann geschlossenen Vergleiches getroffene Vereinbarung, nach welcher, wenn zwischen den herzoglichen Brüdern ein neuer Zwist ausbricht, die Ritter Dethlevus de Partentyn, Johannes de Crummesse, Conradus Wackerbart und die Bürgermeister von Mölln, Nanno Danneman, Dusekop, Johannes Webenpunkt als Vertreter des Herzogs Johann mit den von Albrecht und Erich Delegirten in Ratzeburg zusammentreffen, den Zwist beilegen oder eine rechtliche Entscheidung treffen sollen, auch sollen die Schiedrichter und die Stadt Mölln Partei gegen den ergreifen, der den Schiedsspruch nicht anerkennt, ferner bedingen sich die Herzoge freien Eintritt in die Stadt Mölln.

d. d. 1305 in dominica Quasimodogeniti per manum Ulrici.

Orig. Perg. mit 2 daranhängenden Siegeln.

Nr. 9.

1318 September 29. Johannes, Sohn des Emekinus de Albertesvelde genannt Mugzvelt, verkauft mit Zustimmung und auf Geheiß seiner Mutter Elisabeth und seiner Oheime der Brüder Johannes Tymmo und Emekinus genannt Mugzfeld die halbe Wiese mit dem daran stoßenden Acker im Dorfe Albertesvelde, welche Johannes Wullenpunt inne hatte, für 22 Mark an die Capelle zum heiligen Geist in Mölln und an deren Provisoren Johannis de Treppa, Tydericus Robeken und Albert Cleriker.

d. d. Mölln 1318 in die Mychahelis.

Orig. Per. mit den daranhängenden Siegeln der Brüder Johannes Tymmo und Emekinus Mugzvelt.
 

Nr. 10.

1321 August 20. Herzog Johann II. von Sachsen-Lauenburg,
 

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seine Gemahlin Elisabeth und sein Sohn Albrecht IV. schließen unter Vermittelung des Grafen Gerhard von Holstein einen Vertrag mit der Stadt Mölln, in welcher die derselben ihre Rechte und Freiheiten und den Gebrauch des Lübschen Rechtes bestätigen, dagegen geloben die Bürger Stadt und Schloß den Herzogen ewig zu bewahren, freien Zutritt zum Schlosse zu gewähren und das Gefolge der Herzogin oder des Sohnes auf deren Verlangen in die Stadt aufzunehmen.

Zeugen: Det(lef) Wlf, Otto van Gholenbeke, Mar(quard) van Westensee, Det(lef) van der Wensien, Johann van Rennowe, Johann van Slamerstorpe, Hin(rik) van Wedele, Har(twich) Block, Bor(chart) van Osthude, Deth(lef) van Bockwolde, Eggert unde Ywan van Dissowe, Emike van Wnsvlete, Vol(rad) van Revitlo, Luder van der Borstele.

d. d. Verborch 1321 in deme neghesten daghe sunte Magnus des marteleres.

Orgin. Perg. 4 gut erhaltene Siegel, mitunersiegelt vom Grafen Gerhard.
 

Nr. 11.

1329 Juni 30. Elisabeth, Herzogin von Sachsen-Lauenburg und ihr Sohn Albrecht (IV.) geloben in Mölln und außerhalb der Stadt auf deren oder ihrer Bürger Gebiet kein Schloß oder Befestigung anzulegen und bestätigen die Rechte und Besitzungen von Mölln d. d. 1329 in die commemoracionis beati Pauli apostoli.

Orig. Perg. mit 2 wohlerhaltenen Siegeln.

Nr. 12.

1335 Februar 5. Herzog Albert von Sachsen-Lauenburg bestätigt einen Vergleich, der zwischen dem Ludolfus de Zule, Pfarrer zu Mölln, und dem Convent des heil.

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Geisthauses daselbst bez. der Administration der sacre im letzten durch den Erstgenannten geschlossen worden ist.

d. d. 1335, in die b. Agathe virg.

Orig. Pergam. Mit dem anhang. Reitersiegel des Herzogs und dem Siegel des Vicars Albert vom heil. Geisthaus. Das Siegel des Lude de Zule fehlt jetzt.

Nr. 13.
 

1336 August 14. Herzog Albrecht IV. von Sachsen-Lauenburg verkauft mit Zustimmung seiner Gemahlin Beate an Albertus Albi, Vicar in der Heiligengeistkapelle zu Mölln und den Pfarrer in Notze (Nusse) Nicolaus, Decan des Calands daselbst, für 130 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 10 Mark aus der Schleuse in der Stecknitz bei der Steinburg. 6)
Zeugen: Detlevus et Wulravenus de Duvense fratres, Johannes Scarpenberch et Marquardus Wlf milites, Stophenborch et Johannes Busche famuli.

d. d. Mölln 1336 in vigilia assumpcionis beate Marie virginis.

Orig. Perg. Von den beiden ursprünglich daranhängenden Siegeln ist nur eines erhalten.
 

Nr. 14.

1337 März 12. Volradus, Bischof von Ratzeburg bestätigt die Stiftung einer Vicarie in der Kapelle des heil. Geisthauses zu Mölln Seitens des Herzogs Albertus von Sachsen-Lauenburg. Die Stiftung ist dotirt mit 10 Mark jährlicher Einkünfte von der bei Stenborch gelegenen Sluse genannten Wasserleitung und 8 Pfund Roggen jährlich aus 4 Hufen im Dorfe Godowe. Luderus, Rector der Pfarrkirche zu Mölln, hat seinen Consens zu dieser Stiftung gegeben. Das Patronatrecht soll zustehen der Herzogin

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6) Gedr. Schl.-Holst. L. Urk. Slg. Band II Nr. 83 pag. 95

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Beate, Gattin des Stifters, und ihren Nachfolgerinnen in der Würde.

Testes: Walraven et Detlevus fratres de Duvensee, Johannes Scarpenberch et Marquardus dictus Wlf milites und Hinricus Lupus, Nic. dictus Gyr, Hinr. dict. Soltman und Godekinus Pecekini presbiter und Hinric. Smilowen und Godfridus Snakenbeke.

d. d. in Molne 1337 in quadragesima in die Gregorii pape.

Orig. Perg. Von den angeh. drei Siegeln des Bischofs, des Herzogs, und des Rectors fehlen die zwei letzten.
 

Nr. 15.

1341 Juni 13. Otto Wackerbarth Ritter, Konrad sein Bruder und Otto, Sohn des Ritters Heinrich genannt Kale, Knappen, verkaufen an den Kaland in Mölln für 20 Mark Lüb. eine Rente von 2 Mark aus der oberen Mühle in Alt Mölln.

d. d. 1341 feria quarta infra octavas corporis Christi.

Orig. Perg. Von den daran hängenden Siegeln ist das eine nur zur Hälfte erhalten.
 

Nr. 16.

1345 April 9. Hinricus Smylowe, Bürger zu Mölln, schenkt mit Einwilligung seiner Söhne Nicolaus und Hinricus zur Abhaltung von Seelenmessen eine Jahresrente von 10 M. aus den Einkünften seines Dorfes „Ghusterte“ an den Marienaltar in der Pfarrkirche zu Mölln, an den schon vorher der Rath der Stadt eine Rente von 8 M. aus Einkünften, innerhalb der Stdt geschenkt hat, indem er zugleich dem Stadtrath das Präsentationsrecht für die gestiftete Vicarie zuweist.

d. d. Molne, 1345, sabbato ante secundam domin post pasche.


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Orig. Perg. Das angeh. Siegel des Ausstellers fehlt jetzt.
 

Nr. 17

1350 December 20. Herzog Erich II. von Sachsen-Lauenburg bestätigt, daß Abele die Wittwe des Gerhard Gudowe und ihr Sohn Gerhard den Acker und die Wiese bei der Knakenmolen an der Stecknitz belegen für 18 Mark Hamburgisch an die Mönche (conversi) des Heiligengeist-Hospitals in Mölln verkauft haben.

d. d. 1350 in vigilia beati Thome apostoli.

1. Orig. Perg. Das Siegel ist abgefallen.
2. Aeltere Copie auf Papier videmirt vom Notar Laurentius Stintt.
 

Nr. 18.

1359 April 24. Der Rath der Stadt Lübeck verspricht dem Rathe der Stadt Mölln, die Stadt bei den ihr von den Herzögen von Lauenburg verliehenen Rechten und Freiheiten belassen zu wollen.

d. d. 1359, in crastino s. Georgii martiris.

1. Orig. Perg. Mit dem anhangenden Siegel der Stadt Lübeck.
2. Zwei neuere deutsche Uebersetzungen auf Papier.
 

Nr. 19.

1367 September 1. Testament des Möllner Bürgers Magnus Bruno, in welchem er unter anderen den Kirchen in Sauskeneve (Sandesneben) und Zövenbomen (Siebenbäumen) je eine Wachskerze und den Siechen in Lübeck eine Mark vermacht, Wallfahrten nach Trinaria (?) und Achen (aquis) anordnet, seine Tochter Gertrud und seine Frau Elisabeth zu Erben einsetzt und zu Testamentsvollstreckern erwählt:
Eghardus Lüchowe, Hermannus Slyker, Amelungus Heyno de Büken und Bertoldus cerdo.

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Zeugen: Hermannus Dargowe et Marquardus Andelof, consules in Molne.
d. d. 1367 ipso die beati Egidii confessoris.

 

Nr. 20.

1367 December 17. Testament des Möllner Bürgers Herman Dargowe, in welchem er u. A. unter Bezugnahme auf das Stadtbuch die Verwendung einer Rente aus den Häusern des Heynekinus Trammen und Hennekinus Siggeran zu Ehren Gottes anordnet, seinen Sohn Heinrich und seine Frau Mathilde zu Erben einsetzt, und zu Testamentsvollstreckern ernennt:
Marquardus Rudeloff, Emekinus de Haghene consules in Molne, Ludekinus et Wernekinus fratres dicti de Mollne cives in Lübeck, Hinricus de Haghene et Hermannus Sedorp cives in Möllne.

Zeugen: Elerus Lekesak et Nicolaus Scroder consules in Molne.

d. d. Mölln 1367 sexta feria ante festum Thome apostoli gloriosi.

Originalzerte. Perg.

Nr. 21.

1368 November 1. Wasmet Schacke, Ritter, Hartwyck Tzabel und Beteman Tzabel bezeugen den Rathmannen zu Mölln, daß des Maken Synneghen Sohn eher gestorben ist als seine Tochter.
d. d. 1368 in alle ghades hilleghen daghe.
Orig. Perg. Die drei ursprünglich daran hängenden Siegel sind abgefallen.
 

Nr. 22.

1375 Juli 30. Gherd Ghudowe, Knappe, verkauft rückkäuflich nach vier Jahren an den Kaland zu Mölln für 15 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 18 Schilling aus der Mühle zu Alt-Mölln und für 9 Mark den Käthnerdienst oder was ihm sonst aus den Mühle zusteht.

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d. d. 1375 des mandaghes na sunte Jacobes daghe des hilghen aposteles.
1. Orig. Perg. mit dem anhäng. Siegel.
2. Jüngere Copie auf Papier. Defect.

Nr. 23.

1377 Ocotober 15. Luder von Blücher, Prior der Kirche zu Ratzeburg präsentirt für die zu seinem, des Matthias von Blücher, ihrer Eltern und Geschwister Gedächtniß in der Kirche zu Ratzeburg gestiftete Vicarie dem Bischof Heinrich II. von Ratzeburg den Gerhard Wr.

Zeugen: Gherardus prepositus antedicte ecclesie, Friedericus Cutowen, Thidericus Smychnzen, Heinricus Boddyn canonici ecclesie Raceburg.
d. d. Ratzeburg 1377 in die sanctorum Maurorum martirum.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
 

Nr. 24.

1378 Mai 1. Gherd Godowe, Bürger zu Mölln, und sein Sohn Ghereke verpfänden mit Vorbehalt des Wiederauslösungsrechtes an Bürgermeister und Rath zu Mölln für 1019 Mark Lüb. ihre Mühle.

d.
d. 1378 in deme daghe funte Philippi unde Jacobi der hilghen aposteles.
Orig. Perg. mit zwei daranhängenden Siegeln.
 

Nr. 25.

1378 Mai 8. Gherd Godowe zu Mölln und sein Sohn Ghereke urkunden, daß sie zur Rückzahlung der ihnen von Bürgermeister und Rath zu Mölln geliehenen 30 Mark nebst 2 Mark Zinsen am 1. Mai des nächsten Jahres verpflichtet sind, für den Fall, daß die Zahlung nicht erfolgt, soll die Mühle, welche sie dem Rathe bereits für 1019 Mk. verpfändet haben, gegen Erlegung einer jährlichen Rente von 2 Mark als Unterpfand für die genannte Summe dienen.


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d. d. 1378 des zunavendes negest na sunte Johannes ewangelisten daghe de tuschen pingsten unde paschen kumpt.
Orig. Perg. Von den beiden daranhängenden Siegeln ist eins abgefallen.
 

Nr. 26.

1379 März 7. Gherd Godowe und Ghereke, sein Sohn, Knappen, urkunden, daß sie den Bürgermeistern und dem Rathe von Mölln 100 Mark Lüb. schuldig sind, wofür sie jährlich zu Mittfasten 7 Mark Rente zu entrichten haben, erfolgt die Zahlung der Rente nicht, so soll dieselbe zu dem auf die Mühle aufgenommenen Kapital geschlagen werden.

d. d. 1379
in deme daghe Perpetue unde Felicitatis der hilgen juncvrowen.
Orig. Perg. mit zwei daranhängenden Siegeln.
 

Nr. 27.

1379 Mai 3. Gherd Godowe und sein Sohn Gereke, Knappen, urkunden, daß sie dem Bürgermeister und Rathe zu Mölln 100 Mark schuldig sind, wofür sie 7 Mark jährlicher Rente zu entrichten haben; erfolgt die Zahlung der Rente nicht, so soll dieselbe zu dem auf die Mühle aufgenommenen Kapital geschlagen werden.

d. d. 1379
in des hilghen cruces daghe na paschen.
Orig. Perg. Mit 2 daranhängenden Siegeln.
 

Nr. 28.

1379 Mai 19. Gerd Godowe und Gereke, sein Sohn, Knappen, urkunden, daß sie den Bürgeremeistern und dem Rathe von Mölln 100 Mark Lüb. schuldig sind, wofür sie jährlich zu Pfingsten 7 Mark Rente zu entrichten haben, erfolgt die Zahlung der Rente nicht, so soll dieselbe zu dem auf die Mühle aufgenommenen Kapital geschlagen werden.

d. d. 1379
in deme daghe uzer heren hemmelvard.
Orig. perg. mit 2 daranhäng. Siegeln.

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Nr. 29.

1382 Mai 19. Bischof Heinrich von Ratzeburg confirmirt die durch Emekinus de Haghene, Bürger in Mölln in der dortigen Pfarrkirche gestiftete Vicarie, dieselbe ist dotirt mit zehn Mark jährlicher Rente aus den dem Emekinus verpfändeten Drüsener See und Lutower Mühle und es soll, falls diese von dem Knappen Gerhard de Godowe zurückgekauft werden, eine 10 Mark Rente abwerfende Summe zur Unterhaltung der Vicarie von dem 250 Mark betragenden Kaufpreise abgenommen werden, das Patronatsrecht erhalten nach dem Ableben des Emekinus de Haghene die Bürgermeister von Mölln.

Zeugen: Nicolaus decanus ecclesie Gustrowensis, Dethlevus de Parkentyn canonicus Ratzeburgensis, Tidericus Schilsten perpetuus vicarius in ecclesia sancti Johannis in Lunenborgh et Wernerus de Ghilten nostri capellani et clerici.

d. d. Ratzeburg 1382 feria secunda infra octavas ascensionis Domini.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
 

Nr. 30.

1382 Juli 31. Die Rathleute zu Friedland in Preußen bezeugen dem Rathe zu Mölln, daß Hermann Hufnagel und Wernicke Meyblome eheliche Brüder gewesen seien, und daß Herman Hufnagel zwei eheliche Kinder gezeugt habe, einen Sohn Hermann und eine Tochter Geyse, die Frau Heinrichs von der Heyde, des Inhabers dieser Urkunde.

d. d. 1382
die sancti Germani confessoris.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
 

Nr. 31.

1382 August 22. Die Rathmannen von Königsberg, Kneiphof (knyppaf) in Preußen bezeugen dem Rathe von


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Mölln, daß der in Mölln verstorbene Wernecke Meyblome der rechte Vaterbruder von Geske und Herman, der rechten Kinder des Herman Hufnagel, und von Hannus Hammyr, dem rechten Sohne des Hannus Hammyr, gewesen sei, daß mithin diese drei die nächsten Erben des Wernecke Meyblome seien, daß ferner Geske ihren Mann Heinrich von der Heyde, den Inhaber dieser Urkunde, Bürger aus Königsberg, zur Erhebung der Erbschaft bevollmächtigt haben, auch fordern die Rathmannen von Königsberg den Rath zu Mölln auf, den genannten Erben die ihnen zugefallenen Güter nicht vorzuenthalten.

d. d. 1382 feria sexta proxima ante festum Bartholomei apostoli.

Orig. Perg. Das Siegel ist abgefallen.

Nr. 32.

1382 Dezember 7. Bischof Heinrich von Ratzeburg bestätigt die von Heinrich Borste aus Mölln in der dortigen Pfarrkirche mit Einwilligung des Pfarrers Bartholomeus gestiftete Vicarie, dieselbe ist dotirt mit einer vom Bischofe an Heinrich Borste zu zahlenden Rente von 12 Mark, das Patronatsrecht soll nach dem Ableben des Stifters, seiner Frau Margaretha und seiner Erben auf die Bürgermeister von Mölln übergehen.
Zeugen: Detlevus de Perkentyn, canonicus Razeburg, Tidericus Schyltsten in eadem ecclesia perpetuus vicarius et Hermannus Wedekini nostri capellani et clerici, necnon Marquardus Robelen noster advocatus, Ludolphus Pyl, Ulricus de Thune.

d. d. Schönberg 1382 in profesto conceptionis beate Marie virginis.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
Mit vorstehender Urkunde sind vermittelst Siegelstreifens mit daranhängendem Siegel zusammengeheftet:

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1. 1382 Januar 25.
Bartholomeus Pfarrer zu Mölln gibt seine Zustimmung zu der Confirmation der von Heinrich Borste in Mölln gestifteten Vicarie durch Bischof Heinrich von Ratzeburg.

d. d. 1382 in die conversionis sancti Pauli apostoli.

Zeugen: Nicolaus et Hinricus fratres dicti Rulowe, Johannes de Büken perpetui vicarii, Hinricus Custodis, Hinricus Wangelow et Hinricus Lubeken presbyteri et officiantes missas in ecclesia mea.
Orig. Perg.


2. 1387 Mai. 20.
Bartholomeus Pfarrer zu Mölln gibt seine Zustimmung zu der Confirmation der von Heinrich Borste in Mölln gestifteten Vicarie durch Bischof Heinrich von Ratzeburg.

Zeugen: Petrus Grüne capellanus meus, Johannes Vroleken vicarius, Hinricus Wangelowe, Hinricus Custodes, Johannes Jodenspiker, Hinricus Lubeken, Hinricus Hagheman, Michaele Custode, Hinricus sapienter officiantis missas in ecclesia mea.
d. d. 1387 feria secunda infra octavas ascensionis Domini.

Orig. Perg.

Nr. 33.

1383 Mai 22. Gherd Gudowe und sein Sohn Ghereke, Bürger zu Mölln, verkaufen an den Bürgermeister und Rath zu Mölln die Mühle zu Mölln mit allem Zubehör und den Wasserlauf aus dem Drüsener See bis zur Mühle für 2100 Mk. Lüb., falls der Verkauf bis zum nächsten Michaelistag nicht vollzogen ist, sollen Gherd Gudowe und sein Sohn die von der 700 Mark betragenden Restforderung bereits erhobene Summe von 100 Mark von Michaelis an mit 7 Mk. verzinsen und es soll diese Summe, wenn sie Michaelis übers

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Jahr nicht zurückgezahlt wird, auf die Mühle eingetragen werden.

d. d. 1383
des neghesten daghes na des hilghen lichnames daghe.
Orig. Perg. Die beiden Siegel sind theilweise zerbröckelt.

Nr. 34.

1383 Mai 22. Gherdt Ghudowe und Gherke dessen Sohn, Bürger zu Mölln, verkaufen an Bürgermeister und Rath zu Mölln, die Mühle zu Mölln mit allem Zubehör für 2000 Mk.

d. d. 1383
des negesten dages na des hilligen lychnames daghe.
Copie auf Papier.

Nr. 35.

1383 October 31. Der Rath von Kiel theilt dem Bürgermeister und Rath von Mölln mit, daß die Kieler Bürger Reddich de Belendorp, Johannes Prutwynk, Marquardus Mund und Gotscalcus Wole vor ihm eidlich ausgesagt, daß henneke Belendorp aus Kiel der rechte Bruder und mithin der nächste Erbe der verstorbenen Telseke, Wittwe des Langhe Willeis sei, und bittet den Rath von Mölln, dem Henneke zur Erlangung der Erbschaft behülflich zu sein.

d. d. Kiel 1383 in vigilia omnium sanctorum.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.

Nr. 36.

1385 Januar 21. Gherd Gudowe und sein Sohn Ghercke urkunden, daß sie dem Rathe zu Mölln 20 Mark Lüb. schuldig sind, erfolgt die Rückzahlung nächsten Ostern nicht, so sollen dieselben auf die Mühle eingetragen und mit 4 Pfennig und 21 Schilling jährlich verzinst werden.

d. d.
Mölln 1385 in sunte Agnes daghe der hilghen juncvrowen.
Orig. Perg. Die beiden Siegel sind abgefallen.

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Nr. 37.

1385 Juli 15. Gherd Ghodowe und sein Sohn Ghereke, Knappen, verkaufen an die Bürgermeister und den Rath zu Mölln, für 2100 Mk. Lub. ihre Mühle zu Mölln mit allem Zubehör, die Mühle ist mit jährlichen Getreidelieferungen an den Herzog von Sachsen und an den Kaland zu Mölln und mit einer an die Domherren zu Hamburg zu entrichtenden jährlichen Rente von 3 Mark belastet.

Det ist gheschen unde vollbordet vor Volquine unde Detleve Broderen gheheten Scharpenbergh unde Henneken van Crummesse knapen unde vor hern Bartolomes deme kerkheren unde zynen vicarios unde presteren to Molne unde vor der Menheid der borgere zu Molne, de hyr zunderleken to gheladen unde beden zint to ener tuchnisse.

d. d. 1385
in deme daghe der gelinghe der hilghen apostole alze men scrift in die divisionis apostolorum.
Orig. Perg. von den beiden ursprünglich daranhängenden Siegeln ist nur eins erhalten.
 

Nr. 38.

1385 September 9. Gherd Ghodowe und Gherike sein Sohn, Knappen, verkaufen an die Bürgermeister und den Rath zu Mölln für 550 Mark Lüb. den ihnen gehörenden dritten Theil der Lütauer Mühle, den ganzen Drüsener See, und den dritten Theil der Drüsener Dorfstätte und des Drüsener Feldes, versprechen denselben eine Bestätigungsurkunde dieses Kaufes seitens des Herzogs von Sachsen zu behändigen und bedingen sich, falls sie vor Aushändigung dieser Bestätigungsurkunde an Emeke von deme Hagene Bürger zu Mölln 250 Mark zahlen, die Uebertragung der diesem bis dahin zustehenden Rechte der Nutzung des Drüsener Sees und des Genusses einer vom Möllner Rathe zu beziehenden jährlichen Rente von 4 Pfund Roggen.

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Mitlober: Volquin unde Detlef brödere gheheten Scharpenberch unde Henneke van Crummesse knapen.

d. d.
Mölln 1385 in sunte Gorgorius daghe des hilghen merteleres.
Orig. Perg. sämmtliche fünf Siegel sind abgefallen.

Nr. 39.


1389 September 10. Bischof Gerhard von Ratzeburg trägt dem Pfarrer zu Mölln auf, den Cleriker Michael Moller de Hanvelde in die von Emekinus de Haghene gestiftete Vicarie zu Altar der heiligen Cäcilie, welche durch die Resignation des Presbyter Jacobus de Haghene erledigt ist, einzuführen.

Zeugen: Nicolaus decanus ecclesie Gustrowensis, Johannes dictus Kalf Razeburgensis ecclesie canonicus, Hermannus de Tzamid noster cameraricus.

d. d. Schönberg 1389 feria sexta infra octavas nativitatis beate Marie virginis.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
 

Nr. 40.

1392 October 18. Die Brüder Hinric und Ludeke Lasbeke urkunden, daß sie ihrer Schwester, der Frau des Henneke Schele 100 Mark Lüb. mitgegeben haben und daß Henneke Schele derselben 10 Mark zum Leibgedinge aussetzen soll.

d. d. 1392
in sunte Lucas daghe des hilgen ewangelisten.
Orig. Perg. mit 2 daranhängenden Siegeln.
 

Nr. 41.

1393 December 20. Bischof Gerhard von Ratzeburg ernennt den Acolytus Michael Molendinarius zum Subdiacon.

d.
d. Schönberg 1393 in sabbato quatuor temporum quo cantabatur veni et ostende etc.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.

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Nr. 42.

1395 März 1. Bischof Gerhard von Ratzeburg stellt dem Diaconus Michael Molner das Zeugniß aus, daß er von jedem rechtmäßigen Erzbischof oder Bischof die Weihe zum Presbyter empfangen kann.

d. d. Lübek 1395 feria secunda post dominicam qua cantabatur Invocavit me.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.

Nr. 43.

1395 September 18. Everhardus Bischof von Lübek, befördert den Michahelis Moller Diaconus zu Ratzeburg, zur Würde eines Presbyters.

d. d. Lübek, 1395, sabbato quatuor temporum quo cantatur incroc. nostro.
Orig. Perg. Das urspr. abhangende Siegel fehlt jetzt.
 

Nr. 44.

1406 Juni 16. Bischof Detlef von Ratzeburg theilt dem Rector der Pfarrkirche zu Mölln mit, daß er die von Johann Smyd, Johann Stake, Katherine Tochter des Stephanus Jodenspyker und mit Zustimmung der Testamentsvollstrecker Letzerer und ihrer Erben Adelheid Stake gestiftete Vicarie auf die Präsentation der Bürgermeister und Rathmannen von Mölln dem Egghardus Stake übertragen habe und fordert den Rector auf, denselben in die Vicarie einzuführen.

Zeugen: Gotfridus Bulow ecclesie Raceburgensis canonicus Ludolphus Raven rector ecclesie parrochialis in Renwenstorpe et Hermannum Sliker perpetuus vicarius in ecclesie parrochiali oppidi Molne.

d. d. Schonberg 1406 feria quarta infra octovas corporis Christi gloriosi.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.

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Nr. 45.

1411 August 9. Otto van Krummesse wohnhaft zu Peseke, Knappe, verkauft an Gerth Moller, Bürger zu Mölln, für 28 Mk. Lüb. all sein Holz bei dem Knakendeich auf dem Wege, der zwischen dem kleinen und großen Vosberg geht.

Mitlober: Hinrick und Johann van Krummesse, Brüder des Ausstellers.

d. d. 1411
, in sunte Laurencius avende des hilgen Martellers.
Auscultirte Copie auf Papier.
 

Nr. 46.

1413 November 24. Die Brüder Johann und Volrad von Ritzerau auf Duvensee, Knappen, verpfänden mit Vorbehalt des Wiedereinlösungsrechtes an den Rath zu Mölln für 100 M. Lüb. eine jährliche Rente von 8 Pfund Roggen aus der Lütauer Mühle.

d. d. 1413
in zunte Katherinen avende.
Orig. Perg. Die beiden daranhängenden Siegel sind zum Theil zerbröckelt.
 

Nr. 47.

1413 November 25. Die Brüder Johan und Volrad von Ritzerau auf Duvensee, Knappen gestatten ihrem Vetter Hans von Ritzerau von der Rente von 8 Pfund Roggen, welche sie dem Rathe von Mölln für 100 Mk. Lüb. verpfändet haben, vier Pfund gegen Zahlung von 40 Mark einzulösen, so daß sie, falls sie die anderen vier Pfund einlösen wollen, 60 Mk. zu erlegen haben.

d. d. 1413
an zunte Katherinen dage.
Orig. Perg. Beide Siegel sind abgefallen.

Nr. 48.


1416 Februar 24. Bischof Detlef von Ratzeburg erneuert auf die Bitte des Hinricus Rulowe, Vicars der

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Pfarrkirche zu Mölln und seines Adoptivsohnes und Erben des Presbyters Marquard Vadderjohann die durch den Brand der Stadt Mölln vernichtete Confirmationsurkunde des Bischofs Gerhard von Ratzeburg, betreffend die von Hinricus Rulowe und seinem verstorbenen Bruder Nicolaus gestiftete mit 18 Mark dotirte Vicarie zum Altar der Jungfrau Maria in der Pfarrkirche zu Mölln; nach dem Tode des Hinricus Rulowe und Marquard Vadderjohann, welche beide nacheinander im Besitz der Vicarie sein sollen, geht das Patronatsrecht auf die Bürgermeister von Mölln über, welche Personen aus der Nachkommenschaft des Hinricus Rulow und des Marquard Vadderjohann für die Vicarie zu präsentiren haben.

d. d.
Schönberg 1416 in vigilia sancti Mathie apostoli.
Orig. Perg. Das Siegel ist abgefallen.

Nr. 49.

1419 September 18. Bischof Johannes von Ratzeburg bestätigt die Stiftung einer Vicarie in der Pfarrkirche zu Mollne (mit Genehmigung des derzeitigen Rectors derdelben Hermann Gundersen) Seitens der Wittwe des Johannes Molner, domina Bake, belegen zu Mölln (jährliche Stiftungsrente 18 M.)

d. d. in castro nostro Schonenberch, 1419, decima octava die mensis Septembris.
Orig. Perg. Mit den angeh. Siegeln des Bischofs und des Rectors der Kirche zu Mölln.
 

Nr. 50.

1419 December 18. Bürgermeister und Rathmannen von Wismar bezeugen dem Rathe von Mölln, daß die Frau des Clawes Kük Mechtild die nächste Erbin der zu Mölln verstorbenen Beke, der Wittwe des Hans Moller, ihren Sohn Eler Zureke zur Empfangnahme des Nachlasses der Beke bevollmächtigt hat.

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d. d. 1419 des mandages vor sunte Thomases dage des hilgen apostels.
Orig. Perg. Das aufgedruckt gewesene Siegel ist fast ganz abgefallen.


Nr. 51.

1424 December 8. Bischof Johann von Ratzeburg befiehlt den Pfarrern seiner Diöcese ihren Gemeinden zu verkünden, daß von dem Cardinaldiaconen Ludolf sancti Nicolai in carcere Tuliani Barensis, Petrus sancti Angeli in foro piscium und Luridus sancte Marie in Cosmedin de comitibus ein hunderttägiger Ablaß und von ihm dem Bischof ein vierzehntägiger denen verheißen sei, welche zum Bau der Gertrudcapelle vor Mölln beitragen, Schenkungen an dieselbe machen oder an bestimmten Festtagen dorthin wallfahrten würden.

d. d. Schönberg 1424 ipso die conceptionis virginis gloriose.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.
 

Nr. 52.

1425 October 21. Detleff und Gerdt, Brüder genannt von Rateldorne, Knappen, verkaufen an Hermann Schilling, Bürger zu Mölln, eine Jahresrente von 18 Mk. aus den Erträgnissen des Dorfes und Gutes Colpin, belegen im Lande Ratzeburg im Kirchspiel St. Jürgen zu Ratzeburg für 300 M. Lüb.

d. d. 1425, an der hilligen elven dusent megde dage.
Copie auf Papier.
 

Nr. 53.

1431 December 12. Gherd Dekan und das Kapitel zu Hamburg fordern Bürgermeister und Rath zu Mölln auf, an den Ueberbringer dieses Briefes die fälligen 3 Mark jährlicher Rente auzuzahlen.

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d. d. Hamburg in sunte Lucien avende anno Domini etc. 31.
Orig. Pap. mit Spuren des aufgedruckten Siegels.

 

Nr. 54

1432 Mai 12. König Sigismund erklärt den neuen Rath und die Gemeinde zu Rostock in die Acht.

d. d. Parma in Lamperten 1432 des mandages na deme sondage Jubilate in passchen.
Gleichzeitige Copie auf Papier.

 

Nr. 55.

1434 September 29. Wolradt Tzneysowe, Knappe, wohnhaft zu dem Rughenste verkauft mit Einwilligung seiner Brüder Claws, Johannes und Hinrich an Herrn Egghert Stake, Vicar der Kirche zu Schwerin, eine Jahresrente von 16 Lüb. Mark, die dieser oder derjenige, der Vicar des Heil. Kreuzaltars in der Kirche zu Mölln ist, alle Jahre empfangen soll aus dem Antheil des Ausstellers an dem Hofe, den z. Zt. bebauet Lüder Lüders.

d. d. 1434 in dem dage des erzengels Michaelis.
Auscultirte Copie auf Papier.

 

Nr. 56.

1438 December 13. Detlev Scharpenberch auf Seedorf, Knappe, verpfändet mit Vorbehalt des Wiedersauslösungsrechtes an Albert Proyla Bürgermeister und Godeke Herteghen Rathmann zu Mölln eine jährliche Rente von einer Mark aus seinen Hufen in Seedorf, welche Otto Bloting bebaut für 15 Mark Lüb.

Mitlober: Helmyth Scharpenberg Detleves Sone.

d. d. 1438 an sunte Lucien daghe der hilghen juncfrowen.
Orig. Perg. mit 2 daranhängenden Siegeln.
 

Nr. 57.

1439 Januar 24. N. Decan und das Kapitel der

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Hamburger Kirche fordern Bürgermeister und Rath von Mölln auf, an ihren Vogt Hans van Hovoven die drei Mark, welche Mölln zu den Bauten des Kapitels jährlich beizutragten pflegt, auszuzahlen.

d. d. 1439 in dem hilghen avende sunte Paules so he bekeret wart.
Orig. Papier mit Spuren des aufgedruckten Siegels.s

Nr. 58.

1439 August 9. Herzog Berndt von Sachsen-Lauenburg verlautbart, daß Frau Beke von Tzule, Wittwe des Heineke van Tzulen, an den Bürgermeister und Rath zu Mölln für ein Kapital von 1000 M. eine Jahresrente von 70 Mk. verkauft hat, welche verwendet werden soll zu Gunsten etlicher geistlicher Lehen und Vicarien zu Mölln und aus den Erträgnissen der Dörfer und Güter Gudow, Grambeke, Tzernekow und Siggran fließt.

d. d. 1439, an sunte Laurentz avende des hilg. martelers.
Auscultirte Copie auf Papier.

Nr. 59.

1442 August 13. Otte Wackerbarth d. j. wohnhaft zu Cowale, Knappe, verkauft an Hermann Schyllynge, Bürger zu Mölln, für ein Kapital von 30 Mk. eine Jahresrente von 2 M.
Mitlober: Otte Wackerbarth d. A. zu Cowole, Hartych zum Krummesse wohnhaft zu Klempouwe, Knappen.

d. d. 1442, an deme dage Ypolyti mart.
Abschrift auf Papier.

Nr. 60.


1443 April 28, Mai 4. Detlef Scharpenberch, Sohn des Hermannus zu Seedorf (Zedorpe), verkauft rückkäuflich an Hermann Schillingh, Bürger zu Mölln, für 15 Mark Lüb. eine jährliche Rente von ein Mark aus Külzeß Hufen zu Seedorf.


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Mitlober: Otte Wackerbard wonaftig to Cuwale (Kogel) unde Helmold Scharpenberch to Zedorpe, Knapen.

d. d. 1443 an der ersten vullen weken an deme paschen.

1. Original Perg. mit den daranhängenden Siegeln des Detlef, Otto und Helmold.
2. Copie. Papier

Nr. 61.

1444 - -. Der Vicarius der Kapelle S. Georgii und die Testamentsvollstrecker des weil. Beke Mollers kaufen für 200 Mark Lüb. aus dem Steinhause des Branthstuken (vormals im Besitz des Johannes Moller) eine Jahresrente von 10 Mark, von denen 5 Mark jährlich zum Ankauf von Kohlen behufs Austheilung unter die Armen verwendet werden sollen.
Extract aus dem Möllner Stadtbuch auf Papier.

Nr. 62.

1445 October 21. Die Brüder Detlef und Gerhard von Nateldorne, Knappen, verkaufen rückkäuflich an Hermen Schillinge den Aelteren, Bürger zu Mölln, für 300 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 18 Mark aus ihrem Dorfe Kölpin (Colpyn) im Kirchspiel St. Jürgen zu Ratzeburg.

Mitlober: Otto Wackerbarde, Hartich Parkentine, Hartich van Krummesse, Detlev Scharpenberge to Sedorpe unde Otte Wackerbarde Henneken Wackerbardes sone.

d. d. 1445 an der hilghen elvendusent meghede daghe.
Orig. Perg. mit 7 daranhängenden Siegeln.

Nr. 63.

1445 November 2. Herzog Bernd von Lauenburg bestätigt den Verkauf von 18 Mark aus den Erträgnissen des Dorfes und Gutes zu Colpyn für ein Kapital von

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300 Mark Lüb. Seitens der Brüder Detleff und Gherd van Nateldorne an Hermann Schilling d. A., Bürger zu Mölln.

d. d. 1445, an aller cristenne selen daghe.
1. Orig. Perg. Mit dem anhang. Siegel des Herzogs.
2. Eine Copie auf Papier.

Nr. 64.

1453 November 25. Detleff Scharpenberch, Knappe, wohnhaft zu Seedorppe, verkauft mit Genehmigung des Herzogs Bernd von Lauenburg an Bernde Glinde, Bürger zu Mölln, und dessen Sohn Herrn Johann Glinde, Vicarier daselbst, eine Mark Lüb. jährlicher Rente aus den Erträgnissen seines Erbgutes Seedorppe, spec. aus dem Erbe, da. z. Z. Marquard Godeken aufsitzt, für ein Kapital von 16 Mark.

d. d. 1453, in sunte Katherinen daghe der hilg. juncfr.
Orig. Perg. Mit dem anhang. Siegel des Ausstellers.

 

Nr. 65.

1459 Novemb. 10. Herzog Bernhard II. von Sachsen-Lauenburg urkundet, daß der Knappe Detleff Scharpenberch die Hälfte seines Dorfes Bresahn für 300 Mark Lüb. an Hynrick Schilling, Vicar zu Mölln, mit Vorbehalt des Rückkaufrechtes verkauft hat.

d. d. 1459 inn deme vorfestenn sunte Martini des hilgenn bischoppes.
Copie auf Papier.
 

Nr. 66.

1460 Mai 10. Der Knappe Otto Schacke, wohnhaft zu Lonborch (Lauenburg), verkauft an Jacob Crusemaken und Hans Vos, Rathmannen, Kirchgeschworne oder Vorsteher der St. Nicolaikirche zu Mölln mit Vorbehalt des Rückkaufrechtes für 100 Mark Lüb. eine jährliche Rente von sechs Mark aus den drei Erben, Häusern und Hufen

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zu Klein-Pampau im Kirchspiel Siebeneichen (Zoveneken), welche zur Zeit von Koep Henneke, Elvers und Hans Ribbeken bewohnt werden.
Mitlober: Hans Daldorp to Lonborch (Lauenburg), Marquard Wackerbarde to Kowale (Kogel), Otto Schacken tor Basthorst wonaftich alle knapen.

d. d. 1460 ame sonavende vor deme sondage don me singet an der hilgen kerken Cantate.
Orig. Perg. mit den daran hängenden Siegeln der beiden Schack und des Marquard Wackerbard. Die Urkunde ist vermittelst Einschnittes cassirt.

Nr. 67.

1460 Juli 11. Luder Schacke und Otto Schacke, Luders Sohn, Knappen, zu Basthorst, verkaufen an Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln als Lehensherren der Frühmeßvicarie in der Nicolaikirche zu Mölln gegen ein Kapital von 100 Mk. Lüb. eine Jahresrente von 6 M. L. aus den Erträgnissen des Dorfes und Gutes Hamvelde im Kirchspiel Kutworde. Derzeit Inhaber der Vicarie Marquard Brand.
Fidejussores: Hand Daldorp zu Lauenburg, Bertold Daldorp zu Kitteltze und Otto Ritzerouwe zu Ritzerouwe, Knappen.

d. d. 1460, am frigdage vor S. Margareten dage der hilg. juncfrouwen.
Orig. Perg. Mit den anhang. 5 Siegeln der Aussteller und ihrer Bürgen.

 

Nr. 68.

1462 Juli 3. Die Rathmannen von Lübeck heißen den Schleusenmeister Detlef N. zur Hahnenburg das angehaltene mit Böttcherholz beladene Schiff der Lübischen Bürger Thimme Schroder und Hans vamme Zee passiren zu lassen.

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d. d. amme sonnavende na unser leven frouwen daghe visitationis anno etc. 62.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren des aufgedr. Siegels.
 

Nr. 69.

1462 Juli 6. Anderus Blucher und Johannes Brand, Canonicus der Ratzeburger Kirche und Generalvicare derselben, bestätigen die von dem Rath der Stadt Mölln beantragte Translation der Vicarie in der Heil. Geistkapelle in die Pfarrkirche daselbst.

d. d. Molne, 1462, octave die apost. Petri und Pauli praesentibus Theoderico Kroger, Johanne Loren, Johanne Wedekini, Bartoldo Loren presbyteris Raceb. dioc.

Orig. Perg. mit dem angeh. Vicariatssiegel.
 

Nr. 70.

1462 October 27. Otto Schacke, Burgmann zu Lauenburg (Lonborch) verkauft an Jacob Krusemaken und Hinrich Bollane als Kirchgeschworne der Nicolai-Pfarrkirche zu Mölln gegen ein Kapital von 60 Mark Lüb. eine Jahresrente von 4 Mark Lüb., zahlbar mit den Erträgnissen verschiedener Güter zu Zoveneken auf denen zur Zeit sitzen Mathias Smyd, Henneke Knake und Hinrick Knake.
Fidejussores: Ludeloff Schacke zu Gultzouw und Otto Schacke tor Baschorst.

d. d. 1462, am avende S. Simonis u. Jude.
Orig. Perg. Mit den anhäng. Siegeln des Ausstellers und der Bürgen.
 

Nr. 71.

1463 Mai 26. Bischof Ludolf II. von Ratzeburg verfügt auf die Bitte des Rathes von Mölln für den Fall der Erledigung der Vereinigung der beiden von den Möllner Bürgern Hinricus Krukouw und Hinricus Borsten gestifteten

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Vicarien, welche Arnoldus Bieleveld und Johannes Wedekini inne haben, und verlegt dieselben an den Altar der Jungfrau Maria.

Zeugen: Eggardus Kirlefly et Johannes Havedank presbyteri capellanique.

d. d. Schönberg 1463 mensis Maji vicesima sexta die.
Orig. Perg. mit daranhäng. Siegel.

Mit vorstehender Urkund durch Siegelstreifen zusammengeheftet:

1473 Januar 8.

Bischof Johannes IV. von Ratzeburg überträgt den Bestimmungen Bischof Ludolfs II. von 1463 Mai 26 gemäß die durch den Tod des Arnoldus Bilefeld erledigte Vicarie in der Pfarrkirche zu Mölln auf Johannes Wedekynd.

Zeugen: Johannes Havedangk presbyter et Johannes Molre et Johannes Plaveman.

d. d. Schönberg 1473 die Veneris octava mensis Januarii.
Orig. Perg. unterschrieben von Mathias Ritzerow mit daranh. Siegel.

in dorso: Der Notar Hinricus .... urkundet über die durch den Presbyter M. Gherardus Rißkow geschehene Einführung des Johannes Wedekind in die demselben übertragene Vicarie.

Zeugen: Marquardus Brand et Albertus Bollan pesbyteri Recebg. dioc.

d. d. Mölln 1473 die Martis secunda mensis Januarii.
 

Nr. 72.

1463 December 18. Detleff Schoff Rathmann zu Dammin verkauft rückkäuflich an Nicolaus Loventzin, Priester und Vicar in der St. Bartholomäuskirche zu Dammin, 10 Mark jährlicher Rente aus seinen Aeckern uppe deme

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paghenknaken vor dem Holstenthore vor Demmin für 100 Mark Sundischer Münze.
Mitlober: Hinrich Schoff, Hans Berch Ernstes sone und Hinrick Wolste to Demmyn wanaftich.

d. d. 1463 des sondaghes vor wynachten.
Orig. Perg.

Nr. 73.

1464 April 8. Frau Abele Schacken, wohnhaft zu Nutze, Wittwe des Otten Schacken vormals zu Mölln wohnhaft, verlautbart, daß sie der Brüderschaft des Kalands zu Mölln 32 M. schuldig geworden ist.
Mitlober: Berteldt Daldorp zu Kittelse, Vollerdt Scharpenberch zur Stindtborch und Vollerdt Rytzerow zu Rytzerouwe, Knappen.

d. d. 1464, am sondage so man singet Quasimodogeniti.
Alte Abschrift auf Papier.

Nr. 74.

1465 November 10. Joachim Lutzouwe, Knappe, wohnhaft zu Grabouw verkauft an die Kirche zu Mölln für ein Kapital von 400 Mark eine Rente von 24 M. zahlbar von seinen Bauern Hinrick Teddelen und Godeken Wockemann zu Roggendorpe und Hans Paghele und Hermen Hovede zu Groten-Zadeweltze.
Mitlober: Hartich Parkentin zu Gudow, Hartich Bulow zu Wedegendorpe, Kersten Halverstadt zu Drusenitze, Otto Wackerbardt zu Kowale, Berteld Daldorp zu Wotertze und Luder Dagetze zu Mustin, Knappen.

d. d. 1465 am sondage negest sunte Martens dage.
Auscultirte Copie auf Papier.
 

Nr. 75.

1466 September 10. Der Rath der Stadt Gadebusch ertheilt dem Johann Loren und Johann Wedekindi, Vicarier


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der Pfarrkirche zu Mölln, einen Extract aus seinem Stadtbuch dahin lautend, daß der Gadebuscher Bürger Hans Wandermann den ersteren eine Jahresrente von 6 M. für ein Kapital von 100 Mk. verkauft habe.

d. d. 1466 am midweken vor des hilgen cruces dage der vorhoghunge.
Orig. Perg. Mit anhang. Stadtsiegel.
 

Nr. 76.

1466 November 5. Herzog Heinrich von Mecklenburg gestattet dem Jochim Lützow zu Grabow an den Vicar zu Mölln Johann Goltsmid 24 Mark aus seinen Gütern Roggendorpe und Groß-Sadeweltze (Gr. Salitz) im Lande Gadebusch zu verpfänden.

d. d. 1466 am midtweken vor sunte Martens dage des hilligen bischoppes.
Neuere Copie. Papier, collationirt und auscultirt vom Möllner Stadtschreiber Abelichen Bahn.

 

Nr. 77.

1466 November 9. Joachim Lutzowe, Knappe, wohnhaft zu Grabow, verkauft an die Priester zu Mölln, die Unser Frauen Zeit und Messe singen, für ein Kapital von 400 Mark eine Jahresrente von 24 Mk. aus den Erträgnissen seiner Bauern und Mannen Henrik Teddeken und Godeken Wokkeman zu Roggendorpe und Hans Pegele und Hermen Hovede zu Grothen-Zadeweltze.
Mitlober des Joachim Lutzowe: Hartich Parkentyn zu Gudow, Hartich Bulow zu Wedegendorpe, Karsten Halverstad zu Drusenisse, Otto Wackerbard zu Kowale, Bertelt Dalldorp zu Wotertze und Luder Dagetze zu Mustin, Knappen.

d. d. 1466 am sondage negest S. Martensdage.
Auscultirte Copie auf Papier.

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Nr. 78.

1469 November 10. Detleff Scarpenberch, Knappe, wohnhaft zu Zedorpe, verkauft mit Einwilligung seines gnädigen Herrn van Zassen an den Priester Hinricus Schillinghe den alten, Vicarier in der Nicolaikirche zu Mölln und an dessen Bruder Hermen Schillinghe, Bürger zu Mölln, für 300 Mk. Lüb. eine Jahresrente von 18 Mk. aus seinem ganzen Gut und Antheil des Dorfes Brissan und aus Hinr. Barchmanns Erbe zu Zedorpe im Kirchspiel Zedorpe im Lande Ratzeburg.
Bürgen: Otto Wackerbart der Alte, wohnhaft zu Kowal, Hartich van Bulow zu Stove, Heyne Laßbeke zu Hollenbeke und Helmold Scarpenbarch, wohnhaft zu Zedorpe, Hermen Scarpenbarch zu Bermestorpe, Junge Otto Wackerbart zu Kowal.

d. d. 1469, an deme abende Martini.
1. Orig. Perg. Mit den angeh. Siegeln des Ausstellers und seiner Bürgen.
2. Copie Papier.

Nr. 79.

1469 November 22. Otto Wackerbarth, Knappe, zu Kowale (Kogel) im Kirchspiel Sterlige (Sterley) verkauft rückkäuflich an die Kirchgeschwornen der St. Nicolaikirche zu Mölln für 100 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 6 Mark aus den Gütern seiner Untersassen Hans Raedekenn und Hinrick Mo..... zu Kogel.
Mitlober: Luder Dargesze tho Mustinn, Detleff Stove tho Kittelze (Kittlitz) unde Hartich Scherpenberch tho Sedorpe, Knapenn.

d. d. 1469, am dage sunte Cecilie, der hilgen juncfrouwen.
Copie auf Papier videmirt vom Notar Benedictus Leiblant.

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Nr. 80.

1470 October 18. Die Brüder Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe auf Wehningen verkaufen rückkäuflich an Hinrich Schilling Priester zu Mölln und an den Priester in S. Jostes Capelle ebendaselbst für 200 Mark eine jährliche Rente von 12 Mk. aus ihrem Gute Kehrsen im Kirchspiel Stralige (Sterley).
Mitlober: Detlef Berkenthin tho Lütgenhove, Kersten Holvestede tho Brusevitze.

d. d. 1470 am dage S. Luce des hilligen evangelisten.
Neuere Copie. Papier

Nr. 81.

1470 October 18. Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe auf Wehningen verkaufen rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmann von Mölln und an die drei von Beke Mollers gestifteten Vicarien für 100 Mark eine jährliche Rente von sechs Mark aus ihren drei Hufen und Erben im Dorfe Bröthen im Kirchspiel Boken (Büchen).
Mitlober: Heinrich von Bülow tho Plußkow, Hertich van Bülow tho Wedendorpe.

d. d. 1470 am dage S. Luce des hilligen evangelisten.

Nr. 82.

1470 October 18. Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe auf Wehningen verkaufen rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und an drei von Beke Mollers gestiftete Vicarien in der Möllner St. Nicolaipfarrkirche für 1000 Mark 60 Mark jährlicher Rente aus ihren Dörfern Gudow, Grambek, Segrahn, Sarnekau.
Mitlober: Heinrich von Bülow tho Plußkow, Hartich von Bülow tho Wedendorpe, Detlef Perkenthin tho


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Lütgenhove, Kersten Holvestede tho Brüsevitze, Kone van Putzow, Wipert vom Plesse Herrn Berndt sohn.

d. d. 1476 am dage sunte Luce des hilligen evangelisten.

Nr. 83.

1470 October 18. Die Brüder Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe auf Wehningen verkaufen rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und an Johan Stake Vicar zum Heiligen Kreuzaltare für 100 Mark Lüb. 6 Mark jährlicher Rente aus ihren Gütern zu Bröthen im Kirchspiel Boken (Büchen).
Mitlober: Hinrich van Bülow tho Plußkow, Hertich von Bülow tho Wedendorpe, Kersten Holvestede tho Brüsevitze.

d. d. 1470 Luce des hilligen evangelisten.
Copie. Papier.

Nr. 84.

1) 1470 Ocotber 28. Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg urkundet, daß die Brüder Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe an die Pfarrer in der St. Nicolaikirche zu Mölln Heinrich Bollan, Cord Joch (?), Hans Loyemann und Marquard Dunker für 500 Mark Lüb. 30 Mark jährlicher Rente aus ihren Gütern zu Gudow rückkäuflich verkauft haben.

d. d. 1470 am dage Simonis und Jude der hilligen apostell.
Neuere Copie auf Papier.

2) 1470 October 28. Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg urkundet, daß die Brüder Werner von Bülow Ritter und Friedrich von Bülow Knappe an die Vicarien in der Pfarrkirche zu Mölln, Albert Lutow, Johann Crusemake, Johann Lore, Johann Bollan für 1000 Mark Lüb. 60 Mark jährlicher Rente aus ihren Gütern zu Gudow rückkäuflich verkauft haben.


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d. d. 1470 am dage Simonis und Jude der hilligen apostell.
Zwei neuere Copien auf Papier, deren eine videmirt von Benedict Leiblant.

Nr. 85.

1470 November 12. Otto Wackerbarth, Knappe zu Kowale (Kogel) verkauft rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln für 30 Mark zwei Mark jährlicher Rente aus seinem Gute.

d. d. 1470 am mandage binnen den achte dagen sunte Martini.
Zwei Copien auf Papier, deren eine auscultirt.

Nr. 86.

1471 November 4. Joachim Lutzow, Knappe, wohnhaft zu Grabow, verkauft an Herrn Johan Glinde, ewigen Vicar der Vicarien des Kalands zu Mölln, für ein Kapital von 100 Mark eine Jahresrente von 6 Mark aus den Gütern die zur Zeit bebauen Jacob Crise zu Groten Zateweltze und Hinrich Ziverder zu Lutken Turow.
Mitlober: Hartich Bulow zu Wedegendorpe, Otto Wackerbard zu Kowale, Bartelt Daldorp zu Wotertzen, Luder Dargetze zu Mustin, Knappen.

d. d. 1471 am mandage neghest aller hilligen daghe.
2 Copien auf Papier.

Nr. 87.

1471 December 4. Otto Wackerbart, Knappe, wohnhaft zu Kowale, verkauft an Bürgermeister und Rath der Stadt Lübek als Lehnsherrn der Vicarie Unser Frauen Kapelle in der Kirche zu Mölln gegen ein Kapital von 200 Mark eine Jahresrente von 12 Mark aus den Erträgnissen des genannten Gutes Lutke Tzeggere.
Mitlober: Ludeloff Schacke zu Gultzouw, Bartelt

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Daldorp zu Worersee, Luder der Getze zu Musten, Hermen Kerlow zu Tuschenbeke, Detlev Stove zu Kittelze, Hertich Scherpenborch zu Seedorpe, Knappen.

d. d. 1471, am dage sunte Barbare.
Abschrift auf Papier.

Nr. 88.

1473 October 27. Marquard Lützow, Knappe, wohnhaft zu Pressire, verkauft mit Einwilligung des Herzogs von Mecklenburg dem Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln als Lehnsherrn und dem Vicar der Partzow’schen Vicarie daselbst, Bertold Dützowe, eine Jahresrente von 11 Mark aus vier Höfen des Dorfes Pressire gegen ein Kapital von 200 Mark.
Bürgen: Otto Wackerbard zu Cowale, Berteld Daldorp der junge zu Woterse, Luder Darghetze zu Mustin, Detlef Stove zu Kitteltze, Jartich Scarpenberch zu Zeedorpe, Knappen.

d. d. 1473 am avende s. Symonis und Jude s. apost.
Orig. Perg. Mit den angeh. Siegeln des Ausstellers und seiner Bürgen.


Nr. 89.

1476 Januar 6/13. Conradus Sydenbecker Probst, Sophia van Plessen Priorin und der Convent des Klosters Rene verkaufen an Rudolph Schoppen, Vicar der Pfarrkirche zu Mölln für 300 Mark Lüb. eine Jahresrente von 15 Mark.

d. d. 1476, in den VIII. dage der hilgen drier konynge.
Orig. Perg. Mit anhang. Klostersiegel.
 

 

Nr. 90.

1477 November 13. Luder und Hans Lutzowe, Brüder, Knappen, wohnhaft zu Grabowe, erneuern als rechte Erben des Joachim Lutzowe, ihres Vetters, die Urkunde

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desselben, durch welche er der Kirche zu Mölln für 400 Mark eine Jahresrente von 24 Mark verkauft hat.

d. d. 1477, am dage sunte Briccii.
Zwei Collat. Abschrift auf Papier.
 

Nr. 91.

1477 November 13. Luder Lutzouwe und Hans Lutzouwe, Brüder, Knappen, wohnhaft zu Grabow, erneuern als Erben ihres Vetters Joachim Lutzouw die Urkunde desselben mittelst welcher er an Johan Glynde, Vicarier der Calandsvicarie zu Mölln, für 100 Mark eine Jahresrente von 6 Mark verkauft unter Bürgschaftsleistung der Knappen Hartich Bulow zu Wedegendorpe, Otto Wackerbardt zu Kovale, Bertelt Daldorp zu Woterse, Luder Dargethe zu Mustin.

d. d. 1477, an deme dage sunte Briccii des hilgen bischoppes.
Zwei auscultirte Copien auf Papier.

Nr. 92.

1479 August 18. Bischof Johannes V. von Ratzeburg confirmirt das durch den verstorbenen Vicar Johannes Glind vom Altar der heiligen Dreifaltigkeit in der Pfarrkirche zu Mölln gestiftete Almosen von 15 Mk. jährlicher Einkünfte, von denen Luderus Lutzouw in Grabau 12 Mark, nemlich 6 aus dem Dorfe Radegast im Kirchspiel Groten-Sadenweltze (Groß-Salitz in Mecklenbg.) und 6 aus Groß-Salitz aus den von Wilken Smid bebauten Aeckern, und Hartwicus Scharpenbergh in Seedorf 3 Mark aus dem Hofe Bresahn zu entrichten hat und überträgt dasselbe dem Presbyter Ludolphus Elveri, einem der Testamentsvollstrecker des Johannes Glind.

Zeugen: Johannes Labelmann presbyter Raceburg. et Gherardus Krumstake clericus Lubicensis dioecesis.

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d. d. Schönberg 1479 die Mercurii 18 mensis Augusti.
Notariell beglaubigt vom Notar Radolphus Scoppe.
Alte Copie auf Papier.

Nr. 93.

1480 August 5. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek theilen dem Rathe von Mölln mit, daß die Lübischen Bürger Hans Bulouwe und Mathias Smit vor ihnen eidlich ausgesagt, daß Hinrick und Hanseken Schomaker die rechten Kinder des Hans Schomaker aus Lübeck und seiner seligen Frau Taleken, der Tochter des Hinrich Klotes aus Mölln, und mithin die nächsten Erben des Hinrick Klotes seien, und fordern den Rath zu Mölln auf, den Hans Schomaker in seinen Erbansprüchen zu Gunsten seiner Kinder zu unterstützen.

d. d. 1480 ame Sonnavende va (na?) vincula Petri.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen.

Nr. 94.

1483 Januar 20. Testament des Hans Kredinck, Bürgers zu Mölln.
Testamentarien: prester her Albert Bollan unde de ersamen manne Kordt Joden, Hans Touschouwen, raedtmann to Molne.

d. d. 1483 ame dage Ffabiani unde Sebastiani der hilgen martelere.
Originalzerte Perg.
 

Nr. 95.

1483 Juni 25. Der Notar Thomas Werneri, Cleriker der Ratzeburger Diöcese, bezeugt, daß Margareta Burmester ein Kapital von 8 Mark Lüb., welches Hinricus Pantzenhaghen, in der Judenstraße zu Mölln wohnhaft, jährlich mit 8 Schillingen zu verzinsen hat, an Ludolphus Elveri, Vicar in der Pfarrkirche zu Nigenstad (Neustadt) cedirt hat.

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Zeugen: Nicolaus Voeghen et Tymmo Vesemann Raceburgensis dyocesis laici.

d. d. Mölln 1483 die Mercurii vicesima quinta mensis Junii.
Orig. Perg.

Nr. 96.

1493 Januar 27. Bürgermeister und Rath von Lübek theilen dem Rathe zu Mölln mit, daß auf die Klage des Letzteren über die Stauung des Wassers an der obern Schleuse durch den Schleusenmeister Hans Buncke diesem Befehl zur Beseitigung der Stauung zugegangen sei.

d. d. am sondage na conversionis sancti Pauli anno etc. XCIII.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen.

Nr. 97.

1493 Juni 23. Hinrick Lepeler pachtet vom Abte Petrus, dem ganzen Convent und dem Kellermeister Roloff des Klosters Dargum auf sechs Jahre für 50 Sundische Mark jährlicher Pacht die Mühle vorme Nigenkalen beleghen.

Zeugen: her Vinegentze kerkhere tom Kalande, Arenth Kossze Vaghet uppme Slate unde Clawes Klenesadel borghermester, Hinrick Langhe, Hinrick Ghiseler rathmanne, Clawes Dambeke, Steffen Vicke borgher darsulvest.

d. d. 1493 des sondaghes ante Johannis baptiste.
Originalzerte Pergament.

Nr. 98.

1496 Juni 28. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek heißen Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und den Vogt Maritius Oszeberge daselbst, da die Besatzung von Mölln durch die Pilgerfahrt vieler Bürger nach Aken geschwächt ist, auf diejenigen, welche auf der

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gleichen Pilgerfahrt begriffen die Stadt passiren, ein wachsames Auge zu haben, Kriegsschaaren (havewerck) nicht hinein, sondern um die Stadt herumreiten zu lassen und nöthigenfalls Lübeck um Hülfe zu besenden.

d. d. am avende sanctorum Petri et Pauli apostolorum anno etc. 96.
Orig. Perg. Mit Einschnitten für Siegelstr. und Spuren des aufgedr. Siegels.

Nr. 99.

1496 September 17. Bürgermeister und Rath von Lübeck fordern Bürgermeister und Rath von Mölln auf, das angehaltene Holz des Lübischen Bürgers Hinrick Schroder, welches derselbe auf den Gütern des Hartwig und Clemens von Boulouwe gekauft, ungehindert nach Lübeck passiren zu lassen.

d. d. ame dage sancti Lamberti anno etc. XCVI.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren des aufgedr. Siegels.


Nr. 100.

1496 November 10. Margareta Moldenhower, Einwohnerin zu Mölln, präsentirt für die durch den Tod des Johannes Havedank erledigte vicarie ad altare S. Magni in der Pfarrkirche zu Mölln den Bartolomeus Stenveld.

d. d. 1496, decima die Novembris.
Auscultirte Copie einer Notariatsurk. (Notar Johannes Elling).


Nr. 101.

1496 November 20. Bischof Johannes von Ratzeburg macht bekannt, daß er die durch den Tod des Johannes Havedank erledigte Vicarie in der Pfarrkirche zu Mölln dem hierfür von Margareta Moldenhawer, Einwohnerin zu Mölln präsentirten Bartold Steinfett, Presbyter der Ratzeburger Diöcese, verliehen habe.

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d.d. in aula episcopali Ratzeb. 1496, die vicesima mensis Novembris, praesentibus dom. Alberto Make eccl. Ratzeb. priore decretorumque doctore, Marquardo Mundt canonico.
A. tergo
notarielle Verlautbarung über die erfolgte Einweisung des Ernannten in den Genuß der Pfründe. (d. d. 23. Nov. 1496, pres. Albertus Rollan und Hartwicus Havemester.)

1. Orig. Perg. Mit dem angeh. Secret des Bischofs.
2. Zwei fidemirte Copien auf Papier.
 

Nr. 102.

1496 December 14. Schreiben von Bürgermeister und Rath der Stadt Lübek an Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln und an den Vogt Mauritiuß Oszeberge daselbst, die Stadt möge die Thore später öffnen, zeitig schließen und gute Aussicht halten, wegen der im Lande Sachsen jenseits der Elbe und im Stifte Hildesheim angesammelten Kriegsschaaren.

d. d. am middeweken na Lucie anno etc. XCVI.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen.


Nr. 103.

1497 November 13. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek theilen den Bürgermeistern und Rathmannen von Mölln mit, daß sie zur Verhandlung der zwischen dem Möllner Rathe und der Abtissin von Marienvolde streitigen Holzangelegenheiten Leute nach Mölln schicken werden.

d. d. am dage sancti Brixii anno Domini etc. XCVII.
Orig. Pergt. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren eines aufgedr. Siegels.


Nr. 104.

1498 Januar 8. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek heißen Bürgermeister und Rathmannen von

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Mölln und den Vogt Mauritius Oseberge daselbst, vor ihrer Stadt (auf den Festungsgräben) das Eis aufhauen zu lassen und wohl Acht zu geben, wen sie in die Stadt einlassen.

d. d. ame mandage negest na der hilligenn Dreyer konnigen dage anno etc. 98.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstr. u. Spuren des aufgedr. Siegels.


Nr. 105.

1498 Juli 29. Nicolaus Hug, Dekan und Baumeister der Kirche zu Hamburg urkundet von Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln drei Mark Lüb., welche vergangenen Martini fällig gewesen, für den Bau der Kirche erhalten zu haben.

d. d. 1498 des sondages na Jacobi des hilghen apostels.
Orig. Perg. mit aufgedr. Siegel.

Nr. 106.

1498 November 17. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und den Vogt Mauritius Oszeberge daselbst auf, Vorkehrungen zum Schutze des ausgetretenen Viehes zu treffen, die Stadt wohl zu verwahren, auch gegen Feuersgefahr und auf die Durchpassirenden Acht zu geben.

d. d. ame sonavende negest na Brixii anno etc. 98.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren des aufgedr. Siegels.


Nr. 107.

1498 December 9. Schreiben vom Bürgermeister und Rathmanne von Lübek an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und den Vogt Mauritius Ossberch daselbst, betreffend verläumderische Reden eines Möllner Baders über den Rath und Diener des Rathes zu Lübek. (In der Urkunde ist noch genannt Clemens von Bulouw.)

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d. d. am sondage negest na Nicolai episcopi anno domini etc. 98.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstr. u. Spuren des aufgedr. Siegels.

Nr. 108.

1499 Juni 24. Bürgermeister und Rath der Stadt Hamburg bescheinigen, daß sie vom Herrn Alberto Lutow, Vicar der Marienkirche zu Lübek empfangen haben 1000 Lüb. Mark und sichern demselben hierfür eine Jahresrente von 50 Mark zu, mit der weiteren Bestimmung, daß nach dem Ableben des p. Lutow der Zins in der Höhe von 40 Mark an die S. Katharinen Bruderschaft in der Nicolaikirche zu Mölln fallen soll.

d. d. 1499 am tage Johannis baptiste.
Copie auf Papier.


Nr. 109.

1499 Juli 1. Anna von Tzulen, Abtissin von Tzerntin (Zarrentin i. M.) sendet in Angelegenheiten ihres Klosters ihren Diener an Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln.

d. d. anno etc. XCIX ame mandage vo visitatio Marie.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.
 


Nr. 110.

Saec. 16. Rechnungsablage der Vorsteher der St. Gertrudencapelle von Mölln.
Orig. Pap. sine dato.
 


Nr. 111.

1500 September 5. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern auf die Klage des Möllner Vicars Marquart vamme Hagen über ihm in Bezug auf zur Vicarie gehörende Aecker und Häuser widerfahrende Schädigung Bürgermeister und Rathmannen von Mölln auf, sich über die Sache zu äußern.

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d. d. am sonavende na Egidii abbatis anno domini etc. 500.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren des aufgedr. Siegels.


Nr. 112.

1501 April 21. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern unter Bezugnahme auf den demnächst ihrerseits mit Clemens von Bulouw abzuschließenden Waffenstillstand (bestant) Bürgermeister und Rathmannen von Mölln und den Vogt daselbst auf, hinsichtlich der Fremden in der Stadt wachsam zu sein und den Rathmann Henning zu veranlassen, daß er sich seines Gastes, den er lange Zeit beherbergt, entledige.

d. d. am midweken na Quasimodogeniti anno 1501.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstr. u. Spuren des aufgedr. gewesenen Siegels.
 


Nr. 113.

1502 April 26. Frau Adalgundis Godisschen, Pater Hermannus Gingermann und der Convent des Klosters Marienvolde vor Mölln, in Gemeinschaft mit den Vorstehern Peter Possyck, Hinrick Dunkelgut, Helmich von der Heyde und Hermen Huntenberch einerseits und der Rath der Stadt Mölln andererseits schließen einen Grenzreceß ab.

d. d. 1502, des dingedages negest deme sondage Cantate na paschenn.

1. Orig. Perg. mit den anhang. Siegeln der Städte Lübek, Mölln und des Convents von Marienvolde. Als Schiedsmänner genannt: her Johan Hertze, Bürgermeister, her Hinrek Castorp, her Hermen Meyger, Rathmannen und Meister Hennigus Osthusen, Secretair zu Lübek.
2. Copie auf Papier.
3. Hochdeutsche Uebersetzung auf Papier.

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Nr. 114.

1502 November 4. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern Bürgermeister und Rathmannen von Mölln auf, dem Marquart Wantz in synen richtigen saken behülflich und förderlich zu sein.

d. d. ame vrigdaghe na Omnium Sanctorum anno 1502.
Orig. Perg. mit Siegelstreifen und aufgedr. Siegel.

Nr. 115.

1503 Juni 17. Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg bestätigt den Verkauf einer Jahresrente von 4 Mark aus ihren Höfen zu Sovenekenn (da aufsitzen Mathias Smidt, Henneke und Hinrick Knake) Seitens des Luder, Hartich und Emeke Scackenn zur Basthorst an Hans Kint, Bertolt Loren und Heinrich Burmeisteren, Kirchgeschworne und Bürger zu Mölln; Kaufcapital 60 Mark.

d. d. 1503 am sonnavend na des hilligen lichams.
Orig. Perg. mit dem angeh. Siegel des Herzogs.


Nr. 116.

1504 April 1. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern Bürgermeister und Rathmannen von Mölln auf, die Knochenhauer, welche ihre Lämmer alljährlich nach Lübek zum Verkauf zu bringen pflegen, zu veranlassen, die Lämmer der Kälte wegen nicht jetzt, sondern erst in der zweiten Woche nach Ostern dorthin zu bringen.

d. d. am mandage na Palmarum anno domini 1504.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen und Spuren des aufgedr. Siegels.


Nr. 117.

1504 Juli 28. Bischof Johann von Ratzeburg ersucht den Rath der Stadt Mölln, für die Vicarie in seinem Schlosse Schöneberg den Caplan Symon Bremer präsentiren zu wollen, nachdem der diese Vicarie beanspruchende

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Johannes Hogreve bis jetzt seinen Anspruch nicht rechtlich erwiesen hat.

d. d. Schoneberghe, 1504, die Pantaleonis.
Orig. auf Papier. Mit aufgedr. Secret des Bischofs.


Nr. 118.

1505 Juli 17. Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg bestätigt den Verkauf von 20 Mark Jahresrente Seitens der Brüder Laurentz und Ludeloff Schacke aus ihrem Dorfe Kaukelow (Kankelau) im Kirchspiel Sabentze (?), unter dem Kirchspiel Sovenekenn (Siebeneichen), an den Rath der Stadt Mölln für ein Kapital von 400 Mark.

d. d. 1505 am dunredaghe na divisionem apost.
1. Orig. Perg. Mit angeh. Siegel des Herzogs.
2. Copie. Papier.

Nr. 119.

1506 Juni 6. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek fordern Bürgermeister und Rathmannen von Mölln auf, ihre Stadt in Vertheidigungszustand zu setzen und zu verproviantiren.

d. d. ame avende der hilgen drevoldicheyt anno 1506.
Orig. Perg. mit Siegelstr. u. Spuren eines aufgedr. Siegels.


Nr. 120.

1506 circa November 11. Hinricus Meyer, Baumeister der Kirche zu Hamburg bescheinigt vom Rathe zu Mölln für den Bau der genannten Kirche 3 Mark empfangen zu haben, welche vergangenen 11. November 1506 (bedaget up Martini vorgangen ame jar 1506) zu zahlen waren.
s. l. et a. – Orig. Papier.
 


Nr. 121.

1512 Februar 5. Hinricus, Bischof von Ratzeburg, verkauft an Johannes Kuer, Vicar der von Johann Branth,


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Prior zu Ratzeburg, in der Pfarrkirche zu Mölln gestifteten Vicarie, für 200 Mark Lüb. Kapital eine Jahresrente von 10 Mark aus den bischöflichen Tafelgütern.

d. d. ahm donredage nach purific. Marie.
1. Orig. Perg. Mit den anhang. Siegeln des Bischofs und des Kapitels.
2. Copien aus dem 16. Jahrh. auf Papier, deren eine defect.
 

Nr. 122.

1512 Februar 5. Bischof Heinrich III. von Ratzeburg verkauft rückkäuflich an die Vicarien der St. Nicolaikirche zu Mölln für 300 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 15 Mark aus seinen Tafelgütern.
Ihre Zustimmung geben Theodericus pravest, Joachym Nigeman deken unde gantze capitell gemelter kerken to Raceborch.

d. d. 1512 ame donredage nha purificationis Marie virginis.
1. Orig. Perg. mit eigenhändiger Unterzeichnung des Bischofs Heinrich und den
daranhängenden Siegeln des Bischofs und Domcapitels.
2. Copie auf Papier, videmirt vom Cleriker Petrus Molenstrate.
 


Nr. 123.

1512 November 25. Conradus Ludeken, Canonicus und Structuarius der Kirche zu Hamburg bescheinigt vom Rathe zu Mölln für den Bau der genannten Kirche 3 Mk. Lüb. empfangen zu haben, welche am 11. November zu zahlen waren.

d. d. am dage Katherine virginis anno Domini 1512.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.


Nr. 124.

1512 December 6. Die Brüder Luder und Emeke Schacke zu Basthorst, Knappen, verkaufen rückkäuflich an

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Clawes Bruggeman, Hinrick Burmester, Bartoldt Lorenn, Hans Witte, Kirchgeschworene der St. Nicolaikirche zu Mölln für 200 Mk. Lüb. eine jährlich Rente von 10 Mk. aus den Gütern von von Luders Bauern, Joachim Reimers, Hinrick Grove, Gorgies Descroder im Dorfe Soveneken (Siebeneichen) und aus Emekes halber Mühle zu Müssen im Kirchspiel Siebeneichen, welche Hans Wegener und Peter Drewes bewohnen. Hans Daldorp wohnhaft zu Lauenburg, Johann Daldorp zu Wotersen, Ludeloff Schacke zu Gültzow, Thomas Scarpenberch zu Seedorf, Hartich Schacke, Amtmann zu Trittau verpflichteten sich, falls die Rentenzahlungen nicht geleistet werden sollten, sich als Geisel in Mölln zu stellen (inriden).

d. d. 1512 am dage sancti Nicolai deß hilligen bisscoppes.
Orig. Perg. mit sieben daran hängenden Siegeln.

Nr. 125.

1512 December 16. Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg bezeugt, daß Luder und Emeke Schacken, Brüder, den Kirchgeschwornen zu Mölln verkauft haben gegen ein Kapital von 200 Mark eine Jahresrente von 10 Mark, aus ihren Gütern zu Soveneken in der Vogtei Lauenburg, mit der Bestimmung, daß nach der Verkäufer und ihrer Erben Ableben der Herzog oder seine Erben die Renten für sich einlösen mögen.

d. d. Louenborgh, am donnderdage na Lucie virg.
Orig. Perg. mit dem anhang. Herzogl. Siegel.

Nr. 126.

1512 December 16. Herzog Magnus von Lauenburg genehmigt den Verkauf einer Jahresrente von 10 Mark aus den Erträgnissen der Güter zu Soveneken und Mussen Seitens der Brüder Luder und Emeke Schack an die Kirchgeschwornen zu Mölln.

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d. d. Lauenburg, am donnerdage na Luciae virg. 1512.
Copie auf Papier.
 


Nr. 127.

1517 Mai 13. Bürgermeister und Rathmannen von Lübek bitten Bürgermeister und Rathmannen von Mölln den Vormündern der Witwe des Hinrick Kopke, welche zur Erhebung einer Erbschaft nach Mölln kommen, in ihrer Angelegenheit förderlich zu sein.

d. d. midtwekens negest nha Cantate anno etc. XVII.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen.

Nr. 128.

1517 November 2. Gertrud Aebtissin und der ganze Convent des Klosters Marienwohld bei Mölln bescheinigen vom Rathe zu Mölln 16 Mark 4 Schilling für gekaufte Mauersteine erhalten zu haben.

d. d. 1517 up allecristen sele dach.
Orig. Papier mit aufgedrucktem Siegel.

Nr. 129.

1518 Januar 13. Der Rath zu Lübek präsentirt dem Joachim Nigemann, Decan der Ratzeburger Kirche und Generalvicar des Bischofs Heinrich III. von Ratzeburg für die durch den Tod des Hennig Wesserwigk erledigte Vicarie zu Atar des heiligen Magnus in der Heiligengeistkapelle zu Mölln den Cleriker Johannes Frowden.

d. d. 1518 die Mercurii (?) mensis Januarii tertia decima.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.

Nr. 130.

1518 October 8. Schreiben des Bürgermeister und der Rathmannen von Lübek an den Pfarrer zu Mölln betreffend die Angelegenheit einer Frau, welche derselbe

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aus ihrem Hause vertreiben will, obgleich sie die fällige jährliche Rente von 2 Mark zu erlegen bereit gewesen.

d. d. am avende Dionisii anno etc. XVIII.
Orig. Perg. mit aufgedr. Siegel.


Nr. 131.

1520 August 19. Kaiser Karl V. gebietet dem Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg auf eine Beschwerde der Stadt Lübek hin, eine von ihm im Gebiet der Stadt Mölln errichtete neue Aalwehre abzustellen und die von ihm der Stadt Lübek geschuldeten Renten und Gülten derselben nicht länger vorzuenthalten.

d. d. Brüssell, am 19 tag Augusti anno 1520.
Auscultirte Copie auf Papier.

Nr. 132.

1523 Juni 6. Der Notar Joachim Busse, Cleriker aus der Havelberger Diöcese bezeugt, daß Johannes Wunneke, Vicar in der St. Nicolaikirche zu Hamburg einen rechtlichen Anspruch (obligatio) den er hinsichtlich einer Vicarie in der Pfarrkirche zu Mölln dem Theoderich Wulff, Domherrn der St. Sebastiankirche zu Magdeburg, gegenüber hatte, an Johannis Pumpelt, Domherrn zu Lübek, übertragen hat.

Zeugen: Eggardus (Krantz) doctor et decanus ac Gerhardus Truwe clericus Bremensis dioecesis.

d. d. in domo habitationis venerabilis ac eximii viri domini Eggardi Krantz ecclesie beate Maria Hamburgensis Bremensis dioecesis decani 1523 die sabbati sexta mensis Junii.

Notariatsurkunde. Orig. Perg.
 


Nr. 133.

1524 Mai 1. König Gustav von Schweden, Johannes to Upsall, Magnus to Strengenitze und Ericus to

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Abow electi, Las Sugessonn Marschall, Bernt van Melenn Ritter, Michel Migelsson, Peter Arlesson, Knut Andersson, Peter Hansen und der gesammte Reichsrath verpflichten sich, dem Rathe der Stadt Lübek eine ihnen dargeliehene größere Summe Geldes halb zu kommenden Michaelistag, halb zu künftigen Pfingsten zurückzahlen zu wollen.

d. d. Stockholm, am dage Philippi u. Jacobi 1524.
Auscultirte Copie auf Papier.

Nr. 134.

1527 April 30. Notarielle Verlautbarung (Notar: Hinricus Scheve), daß Ludolphus Kroger villanus zu Alt-Mölln als Familiensenior für die durch Ableben des Bartolomeus Stenveld erledigte Vicarie ad altare S. Magni in der Pfarrkirche zu Mölln (gestiftet durch Gherardus Ciritzen) den Presbyter Gregorius Burmester präsentirt hat.
Zeugen: Andreas van Beutem und Hinricus Kalen, Bürger zu Mölln.

d. d. 1527, ultima die mensis Aprilis.
Orig. Perg.


Nr. 135.

1527 Juli 9. Johannes Muß, Probst u. General-Vicar der Ratzeburger Kirche (Bischof Georg) vereinigt zu Gunsten des Vicariers in der Pfarrkirche zu Mölln Gregorius Burmester mit dessen Vicarie die durch Ableben des Bartol. Stenfeldt ledig gewordene Vicarie ad altare S. Magni, nachdem für die letztere Gregorius Burmester Seitens der Brüder Lutke und Johann Kroger in Mölln, bez. Altmölln (Erben des Stifters Gerardus Ceretzen) präsentirt worden ist.

d. d. Schonenberg, 1527, die nona mensis Julii, present. dom. Joachim Barentin eccl. Ratzeb. vicario perpetuo et Hinrico Visscher parroch. in Clutze divinorum rectori tertibus.
Orig. Perg. mit anhang. bischöfl. Secret. Beschädigt.

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Nr. 136.

1527 Juli 10. Johannes Muss, der Rechte Licentiat, Probst der Kirche zu Ratzeburg und Vicar des Bischofs Georg von Ratzeburg und Lebus überträgt die durch den Tod des Presbyter Bartolomeus Steinfelt erledigte Vicarie zum Altar des heiligen Magnus in der St. Nicolaikirche zu Mölln auf die Präsentation der Brüder Ludolf und Joachim Kroger aus Mölln dem Presbyter Gregor Burmester.
Zeugen: Johannes Kier cathedralis ecclesie Lubicensis perpetuus vicarius et Georgius Bulle laicus Lubicensis civitatis.

d. d. Lübek 1527 die Lune (?) decima mensis Julii.
Orig. Perg. defect, Siegel abgefallen; in dorso: Der Notar Joachim Kulemann bezeugt, daß er am 20. August 1527 den Gregor Burmester in die Vicarie eingeführt habe.


Nr. 137.

1532 September 5. Vertrag zwischen den zwölf seitens des Rathes zu Lübek der gadeskiften halven verordneten Möllner Bürgern und Albrecht und Lambert de Lutowen genannt, nebst ihrer Mutter Anneke, wonach den letztgenannten drei Personen eine jährliche Rente von 20 Mark und auf 4 Jahre eine Rente von 24 Mark und dem Albert die Nutzung eines Ackers im Werthe von 400 Mark auf 10 Jahre zugestanden wird.

d. d. 1532 ahm donredage nha Egidii.
Originalzerte auf Papier.


Nr. 138.

1537 October 1. Casper Stenfelth, Vicar zu Mölln, verlautbart, daß er sich in Gegenwart des Nikolaus Bardewick, Rathmanns zu Lübek und Hauptmanns zu Mölln und Ritzerau, mit dem Rath und den Kirchgeschwornen zu

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Mölln, welche Arrest auf sein Kirchenlehen gelegt hatten, wiederum versöhnt habe.

d. d. 1537 am montage nach Michaelis.
Copie auf Papier.
Beiliegend eine Erklärung der Bürgermeister Heyne Carstenns und Hans Gerdes, des Gregorius Burmester und des Vicars Hans Scroder zu Mölln, daß an Casper Stenfelths Stelle der Rathmann Hans Bricke und der Zollner Blasius Martens zu Mölln das Original obiger Verschreibung gesiegelt haben.

d. d. 1537, am dinxtedag na Michaelis.
Copie auf Papier.


Nr. 139.

1537 December 6. Hinricus Voradt, Domherr zu Ratzeburg ermächtigt den Clericus Petrus Molenstraten, Stadtschreiber zu Mölln, die bezüglich der Wiederbesetzung einer Vicarie in der St. Nicolaikirche zu Mölln, welche zuletzt Baltazarus Gerdes inne hatte, nöthigen Maaßnahmen in seinem Namen vor Bürgermeister und Rath von Mölln zu treffen.
Zeugen: Johannes Gotzen et Hupertus Martini catedralis ecclesie Lubicensis vicarii perpetui.

d. d. Lübeck 1537 die Jovis sexta mensis Decembris.

Copie einer Notariatsurkunde ausgestellt vom Notar Martinus Pampe.


Nr. 140.

1538 April 2. Petrus Redick, Ratzeburger Domherr und Vicar des Bischofs Georg von Ratzeburg und Lebus, investirt mit der durch den Tod des Ratzeburger Domherrn Heinrich Voradt erledigten Vicarie zum Altar des heiligen Kreuzes und der Commende zum Altar des heiligen Anthonius in der Pfarrkirche zu Mölln auf die Präsentation der Katherine Krusemake des Presbyter Johannes Froude.

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Zeugen: Hinricus Boitzenborch et Ricmarus van Garsen cathedralis Lubicensis et parrochialis sancti Petri eiusdem civitatis vicarii perpetui.

d. d. Lübek 1538 die Martis secunda mensis Aprilis.

Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel, beglaubigt vom Notar Martinus Ponnpe.


Nr. 141.

1538 Mai 11. Albert Lutow verkauft an Hartich Guteber sein in der Sehestraße zwischen Hinrick Ladehof und Hans Vicken Häusern gelegenes Haus für 100 M. L.

d. d. 1538, am sonnavende na misericordias dom.
Extract. Abschrift auf Papier.
 


Nr. 142.

1539 December 13. Laurentius Abt, Joachim Prior, Jacobus Senior und der ganze Convent zu Dubbran (Doberan) verpachten an Johannis Chur, Priester und Vicar zu Lübek, auf dessen Lebenszeit ihren Hof in der Mühlenstraße zu Lübek mit Ausschluß des Vorhauses edder alße men idt ßo nomet carnapp für 10 Mark jährlich, treffen Bestimmungen über die bauliche Unterhaltung, die Beherbergung des Abtes und der Conventsmitglieder in dem Hofe, die von demselben zu entrichtenden Steuern und über die nach dem Ableben des Johannis Chur zu beobachtenden Maaßregeln.

d. d. 1539 ahm dage Lucie der hilgen junckfrowen.
Orig. Perg. mit den daranhängenden Siegeln des Abtes und des Convents, mit der Unterschrift des scriba Johann Heineman.


Nr. 143.

1540 October. Die Vorsteher (horisten) der Pfarrkirche zu Mölln schließen mit Hinrich Bonhof zu Bansow einen Vertrag dahin ab, daß sie demselben 13 Morgen

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Ackers, gelegen auf dem Gadebuscher Felde gegen eine jährliche Heuer von 3 Mark überlassen.
Zeugen: Lutke Meyer und Thies Buck, Bürger zu Gadebusch.

d. d. Gadebusch, 1540, mandages na Dionisti.
Orig. Perg. Charta dentata.

Nr. 144.

1541 März 16. Anneke Selemans präsentirt dem Bischof Georg von Ratzeburg und Lebus für die Vicarie zum Altar sancti Cosmi et Damiani in der St. Jodekuskapelle der St. Nicolaipfarrkirche zu Mölln ihren Sohn Joachim Salemaun.
Zeugen: Harmen Kordes und Hans Sedelken borgere tho Molne.

d. d. 1541 midtweken na Reminiscere.
Orig. Perg. mit dem anhäng. Siegel des Rathes zu Mölln, unterschrieben vom Notar Petrus Molenstrate.


Nr. 145.

1541 April 2. Georg, Bischof von Ratzeburg und Lebus überträgt die durch den Tod des Johannes Khure erledigte Vicarie zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit in der St. Nicolaipfarrkirche zu Mölln dem Cleriker Christophorus Suetebier und befiehlt dem Pfarrer zu St. Nicolai, denselben in die Vicarie einzuführen.

d. d. Schönberg, die Saturni quarto nonas Aprilis anno 1541.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.


Nr. 146.

1541 Juni 28. Der Rath der Stadt Lübek vereinbart einen Vergleich zwischen dem Rath der Stadt Mölln und der gemeinen Bauerschaft von Altmölln wegen des sogenannten Möllnschen Moors.


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Als Vermittler aufgeführt: Cordt Willekindt und Herman Schute, Rathmänner und Kammerherren und Claus Bardewick, Rathmann und Hauptmann zu Mölln und Ritzerau, Nicolaus Bromst, Ritter, Jochim Genick, Goddert von Hovelen, Anthonius von Stitten, Bürgermeister zu Lübeck.

d. d. 1541 dinstedages in vigilia Petri et Pauli apost.
Orig. Perg. Charta dentata.


Nr. 147.

1543 Juni 25. Bürgermeister und Rathmannen von Hamburg verkaufen nach 5 Jahren rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln eine jährliche Rente von 120 Mark Lüb. für 3000 Mark.

d. d. mandages nha Joannis Baptiste 1543.
Copie Papier.


Nr. 148.

1544 September 8. Bürgermeister und Rathmannen von Mölln präsentiren dem Bischof Georg von Ratzeburg oder seinem Generalvicar Magister Petrus Redick für die durch den Tod des Magisters Johann Pompel, Domdekans zu Lübek, erledigte Commende zum Altar der heiligen Dreifaltigkeit in der St. Nicolaikirche zu Mölln, da das Patronatrecht nach dem Verzicht der Brüder (des Domkapitels zu Lübek) ihnen zusteht, ihren Stadtschreiber Benedictus Laiblandt, varmienschen stifftes (Warmiensis, Ermland).

d. d. Mölln nativitatis Marie 1544.
Orig. Perg. mit Einschnitten für Siegelstreifen.


Nr. 149.

16. Jahrhundert, circa 1544 (?). Lose Aufzeichnung von Hans Bruggemans Hand, nach dem Tod des Johann Chur, Vicariers, geschrieben, versessene Renten vermuthlich bei der Vicarie ad altare Cosmi et Damiani betr. (Pfarrkirche zu Mölln.) – Auf Papier.


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Nr. 150.

1546 Juli 5. Johann, Bischof zu Hildesheim, Herzog zu Sachsen, Dompropst, Johannes Lutzow, der Rechten Doctor, Domdekan, Otto Scacke, Senior und das ganze Domkapitel zu Ratzeburg verkaufen an Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln auf sechs Jahre ihren Zehnten aus dem dortigen Gültzower Felde für 9 Mark Lüb. jährlich.

d. d. Ratzeburg im jare des ringeren tals 46 mandags nha visitationis Marie.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.


Nr. 151.

1551 September 30. Bürgermeister und Rathmannen von Hamburg verkaufen rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln für 1000 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 50 mark aus den Gütern und Einkünften der Stadt.

d. d. midwekens na Michaelis 1551.
Copie auf Papier, videmirt vom Notar Benedict Lifflandt.


Nr. 152.

1552 September 22. Heinrich Rantzau, Amtmann der Domkirche zu Hamburg und Amtmann auf Trittau fordert den Rath der Stadt Mölln auf, einen seit Jahren rückständigen Zins von 3 Mk aus ihrer Mühle dem Domkapitel zu entrichten.

d. d. Trittow den 22. Septembris anno 1552.
Orig. auf Papier.

Nr. 153.

1553 April 28. Bürgermeister und Rathmannen von Mölln bezeugen nachstehende transsumirte Eintragung in das niedere Buch (nedderboke) d. d. 1553 April 25.
Auf Verlangen der Grekke Stolten, Erbin des Herman Stolten aus Lübek, und mit Genehmigung des


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Rathes zu Mölln, in Gegenwart des Jacob Francke und Hans Schluter, Rathmannen und verordnete Commissarien, und des Notars Benedict Leiblandt, bezeugen Hermen Reben und Marquart Stove, daß die Schuhmacher Hans und Bernt Helmke rechte Brüder gewesen seien und zu Mölln gewohnt hätten, jener im Gerhause, dieser by dem hilligen geiste up der grove hinder Hinrich Jodiken, daß Geske Eggerdes, des Hans Helmke und der Taleke Teves unechte Tochter eine rechte Tochter Gretke Stolte mit Namen hinterlassen. Actum 25. Aprilis.

d. d. Fridags nha Jubilate im jare etc. 53.
Orig. Perg. mit Einschnitten der Siegelstreifen.


Nr. 154.

1553 November 3. Bürgermeister und Rathmannen zu Mölln transsumiren die Eintragung ins Möllner obere Stadtbuch.
d. d. 1537 September 29.
Verzeichniß der Aecker, welche der Rath zu Lübek vom Möllner Bürger Jürgen Pomberge gekauft und dieser auf Erfordern des Vogtes Bernt Knop vor dem Rathe zu Mölln dem Rathe zu Lübek am October 2 (fridages nha Michaelis archangeli 1551) aufgelassen hat.

d. d. 1551 Michaelis archangeli.
d. d. fridages nha Simonis und Jude anno etc. 53.
Zwei Exemplare auf Pergament mit Einschnitten für Siegelstreifen. (Original und Concept?)

Beiliegend: Verzeichniß der Aecker, welche Jürge Pomberge an den Rath zu Lübek verkauft, übereinstimmend mit dem Verzeichnis in der Urkunde auf Papier.
(Saec. 16.)


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Nr. 155.

1554 April 21. Bürgermeister und Rath von Lübek weisen die laut Bericht ihres Kämmerers und Secretairs Sebastianus seitens der Bürgermeister und Rathmannen von Mölln erhobenen Weideansprüche auf ein Stück des Ackers, welches erstere von Jürgen Pomberg gekauft und ihrem Vogt Pasche Gustwell übergeben, zurück.

d. d. sonnavendt nach Jubilate anno etc. 54.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.


Nr. 156.

1554 September 25. Hermann von Dohrn und Christoffer Thode, Rathmänner der Stadt Lübeck und Visitatoren des Amtes Bergedorf zuerkennen dem Benedictus Liflandth, Secretair zu Mölln, und Heine Kure, Bürger daselbst, eine Schulforderung von 100 Gulden, belegt in Heinrich Singelmanns Erbe zu Neuengamm, entgegen den auf diese Summe Seitens der Kirchgeschwornen der Hamburger Nicolai-Kirche erhobenen Ansprüchen.

d. d. 1554, dingestages nach Mathei.
Orig. auf Papier. Mit zwei aufgedr. Petschier.


Nr. 157.

1555 September 30. Bürgermeister und Rathmannen von Hamburg verkaufen rückkäuflich an Bürgermeister und Rathmannen von Mölln für 1000 Mark Lüb. eine jährliche Rente von 50 Mark aus den Gütern und Einkünften der Stadt.

d. d. mandages negest na Michaelis archangeli 1555.
Copie Papier.


Nr. 158.

1556 Juli 1. Johannes Scharpenborch präsentirt dem Johannes Saxo Gatstedius Dr. u. j. und Dekan der Metropoliten-Kirche in Hamburg für die erledigte Vicarie


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ad altare S. Johannis evang. in der genannten Kirche den Presbyter der Osnabrücker Diöcese Borchardus Hibinck.

d. d. 1556, die vero primo Julii.
Orig. Perg. Das angeh. Siegel des Ausstellers fehlt jetzt.


Nr. 159.

1557 Juli 21. Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln beglaubigen einen Eintrag in ihrem Niederstadtbuch d. d. 1557 Juli 15 betr. eine Forderung der Frau Margaretha Wesselsche, Wittwe des Eggel Wessel, gegen Jürge Pomberch als Rechtsnachfolger des Albrecht Lüttow, welcher sich vormals für eine Schuld des Cort Brußhauer an Eggel Wessel verbürgt hatte.

d. d. 1557, mitweken nha Answeri.
Copie auf Papier.


Nr. 160.

1558 Januar 12. Bürgermeister und Rathmannen zu Rendsburg theilen dem Rathe zu Mölln mit, daß die Rendsburger Bürger Hermen Lunstede, Clawes Kreie, Detlef Lutze, Hans Kale, Clawes Hasse, Jochim Raue dem Hans Rauen, auch Vosken genannt, und Gabrigel Luessen, Bürgern aus Rendsburg, Vollmacht ertheilt haben, aus des ehemals in Rendsburg wohnhaften Hans Ladehoff nachgelassenen väterlichen Gütern in Mölln 122 Mark 15 Schill. Lüb. zur Deckung ihrer Forderung an denselben in Empfang zu nehmen.

d. d. den twolfften Januarii anno etc. achtundvofftich.
Orig. Perg. mit daranhängendem Siegel.


Nr. 161.

1559 Januar 17. Frau Pelle Pletzen, Wittwe des Detloff Wackerbard zu Kugel, erklärt sich vor Notar und Zeugen bez. einer Aeußerung, welche in ihrer und ihres verstorbenen Ehegatten Gegenwart Hertich Scharpenberch

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zu Seedorp über seine Verwandtschaft mit Hans Scharpenberch, zur Hede im Stifte Münster gesessen, gethan hat.

Zeugen: Claus Wackerbarde zu Kugel, Hans Karberch, Rathmann, Jasper von der Brugge, Pastor, Cersten Holsche, Hinrich Kock, Bürger zu Mölln, Hans Junge, Prädicant zu Starlin (Sterley).

d. d. Kugel 1559 den 17. Januarii.
Copie auf Papier.

Nr. 162.

1560 Februar 29. Barbara, Tochter des Wolf Powisch, Ehefrau des Claus Wackerbard zu Kowall, setzt in dem von ihr errichteten Testamente ihren Ehemann und dessen Sohn aus früherer Ehe zu ihren Erben ein.

Zeugen: her Laurentz Schack, Domdekan zu Ratzeburg, Joachim Winterfeld, Hans Karberch und Christoffer Lutzowe zu Bockendorp.

d. d. Kowall (Kogel), 1560, den 29. Februarii.
Copie auf Papier des Notar. Instrum.


Nr. 163.

1560 November 6. Mattias Ganns, Hauptmann zu Schönberg, schließt im Namen Christophs II., Coadjutors von Riga, Administrators von Ratzeburg, Herzogs zu Mecklenburg, einen Vertrag mit Bürgermeister und Rathmannen von Mölln, durch welchen der von letzteren vom Steinfelde zu zahlende Zehnte für die nächsten fünf Jahre auf 40 mark festgesetzt wird.

d. d. Schönberg, den 6. Novembris anno etc. 60.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.


Nr. 164.

1562 Juni 10. Jacob Franckes, Bürgers zu Mölln, Testament.

d. d. 1562, den 10. Junii.


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Testamentsvollstrecker: Hans Dene und Hans Francke.

Zeugen: Gerke Stüve, Rathmann, Tonies von der Lippe, Bartelt Stüve, Hans Brick, Christopher Metz, Carsten Ladicke, Bürger.
Copie auf Pergament.


Nr. 165.

1565 October 1. Mathias Ganss, Hauptman zu Schönberg, verkauft an Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln auf die Dauer von 10 Jahren den Zehnten, den sein Herr, Herzog Christof von Mecklenburg, Postulirter des Bisthums Ratzeburg, außerhalb des Möllner Steinthors auf dem Felde hat, gegen einen jährlichen Canon von 40 Mark.

d. d. 1565 am tage Remigii.
Abschrift auf Papier.


Nr. 166.

1569 Juli 19. Das Kapitel der Kirch zu Hildesheim verlautbart, daß es Hans Wiringes, geboren in seinem Amte Algermiszen, freigelassen und dafür Cordt Blamberg eingenommen habe.

d. d. 1569, den 19. Juli.
Orig. Perg. mit anhang. Siegelbruchstück des Kapitels.


Nr. 167.

1572. Nicolaus Casseborch bezeugt, daß er auf Verwendung der Prediger zu Mölln, Joachim Culman und Andreas Haveman, 50 Mark für seine Studien erhalten habe vom Rathe daselbst.
Undatirt (das Jahr 72 steht im Text.)


Nr. 168.

1580 Juni 22. Claus von Stitten, Hauptmann zu Mölln, schließt mit den Eingesessenen dieser Stadt wegen der Fischerei auf der Stecknitz einen Vergleich ab.

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d. d. Mölln den 22. Juni 1580.
Orig. Perg. mit den anhang. Siegeln des Raths zu Lübek (leicht beschädigt) und der Stadt Mölln.


Nr. 169.

1582 Mai 25. Das Domstift Ratzeburg verkauft mit Einwilligung des Administrators Herzogs Christoph von Mecklenburg an die Stadt Mölln den Zehnten von dem Gultzower Felde von Mölln für 500 Mark Lüb.

d. d. Ratzeburg, 1582, montags nach der auffardt Christi.
Orig. Perg. mit den angeh. Siegeln des Administrators und des Stifts.


Nr. 170.

1582 Juli 28. Schreiben von Bürgermeister und Rath von Lübek an Bürgermeister und Rath von Mölln, betreffend den durch letztere vom Domcapitel zu Ratzeburg gekauften Gültzower Zehnten.

d. d. 28. Julii anno 1582.
Orig. Pap. mit aufgedr. Siegel.


Nr. 171.

1584 Februar 24. Herzog Franz II. von Sachsen-Lauenburg überträgt dem Holzvogt Ludolf Höltke statt des Gutes zu Rodenbek im Sachsenwald, welches derselbe bisher zu Lehn besessen, den Krug zu Marienwohld und verleiht ihm andere Privilegien.

d. d. Ratzeburg den 24 Monatstag Februar 1584.
Copie auf Papier, vidimirt vom Notar Caspar Jellinghausen.


Nr. 172.

1585 September 7. Frantz, Friedrich und Moritz, Brüder, Herzoge von Sachsen-Lauenburg, verpflichten sich, bezüglich der zwischen ihnen obwaltenden Irrungen lediglich die Entscheidung Kaiserlicher Majestät anrufen zu wollen.


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d. d. 1585, den 7 monatstag Septembris.
Copie auf Papier.


Nr. 173.

1586 Januar 21. Abeljohann Bahn, Stadtschreiber zu Mölln, bezeugt, von Franz Wackerbarth zu Nienrade eine Summe von 318 fl. in das Depositum der Stadtkase genommen zu haben.

d. d. Mölln den Freitags nach Fabiani und Sebastiani anno 1586.
Orig. auf Papier.


Nr. 174.

1586 October 21. Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln schließen mit Otto Baken wegen pachtweiser Uebernahme des Rathskellers einen Vertrag ab.

d. d. Mölln den 21. Octobris 1586.
Copie auf Papier.


Nr. 175.

1589 September 20. Otto Bake, gewesener Kellerpächter zu Mölln bekennt sich gegen den Rath der Stadt Mölln schuldig einer rückständigen Kellerheuer von 29 Mk.

d. d. Mölln den 20 tag Septembris 1589.
Orig. auf Papier.


Nr. 176.

1590 April 6. Der Rath der Stadt Lübek verbescheidet den Rath der Stadt Mölln bezüglich mehrerer von diesem erhobenen Beschwerden (Beeinträchtigung der Möllner Herbergen durch den Zöllner, Abnahme der Mühlenfuhren und des Möllner Bierexports, Schuldverschreibung des weil. Bischofs Heinrich von Ratzeburg gegen Mölln u. a. betr.)

d. d. 6. Aprilis 1590.
Orig. auf Papier.

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Nr. 177.

1591 Juli 16. Schreiben des Dr. Herman Warmbuche an Nicolai Kersseberg, Capellan und Hans Pomereschen, Rathsverwandten zu Mölln, betreffend die Streitsache des Rathes und der Kirchenvorsteher zu Mölln mit Bartholdt Lutzow.

d. d. Lübek 16. Juli anno etc. 91.
Orig. Perg.


Nr. 178.

1592 Januar 21. Schreiben des Simon Pfeill an Bürgermeister und Rath zu Mölln, worin derselbe sich bereit erklärt, in einer zwischen Joachim Stamer und dem Möllner Rathe streitigen Zehntensache letzterem zu dienen.

d. d. Lübek den 21. Januarii anno etc. 92.
Orig. Papier mit aufgedr. Siegel.


Nr. 179.

1593 Januar 17. Caroll, Herzog von Mechlenburg und Administrator des Stifts Ratzeburg, verkauft der Stadt Mölln den Zehnten auf dem Steinfeld oberhalb Mölln für 1500 Mark.

d. d. auf dem Stiftshause Schonenbergk, 1593 am tage Anthony.
Orig. Perg. Mit den anhang. Siegeln des Administrators und des Kapitels Ratzeburg.


Nr. 180.

1595 September 29. Bürgermeister und Rath von Lübeck erklären sich bereit, auf ihrer Accise 4000 Mark vom Bürgermeister und Rath zu Mölln zur Verzinsung anzunehmen.

d. d. 29. Septembris anno etc. 95.
Orig. Pap. mit Einschnitten für Siegelstreifen.

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Nr. 181.

1596 Januar 6. Levin von Hodenbergk zu Hudenmolen, Georg von der Kedenburgk zu Abbendorff, Otto und Lorentz Schacken, Vettern, zu Wendewich und Hasendall, Vormünder des jungen Johann Schacken zu Gültzow, erneuern folgende Urkunde.
1460 Mai 10.
Otto Schacke, Knappe, wohnhaft zu Lonborch, verkauft an Jacob Crusemaken und Hans Voss, Rathmannen und Kirchgeschwornen zu Mölln, für ein Kapital von 100 Mark L. eine Jahresrente von 6 Mark aus drei Erbgütern in Lutkspampow im Kirchspiel Sovenekenn.
Mitlober: Hans Dalldorp zu Lauenburg, Marquard Wackerbarde zu Kowale und Otto Schacken zu Basthorst, Knappen, Heineke Elvers und Hans Ribbeken, wohnhaft auf den verpfändeten Gütern.

d. d. 1460, am sonavende vor dem sondage Cantate.


Nr. 182.

1596 Mai 17. Jochim Meier Hauptmann, Bürgermeister und Rathmannen von Mölln laden die Gläubiger des Clawes Senger auf den 11. October vor, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

d. d. 17. May 1596.
Orig. pap. mit 2 aufgedr. Siegeln.


Nr. 183.

1596 September 5. Testament des Tonnies Meyer, Rathskämmerers in Mölln, aufgesetzt vom Notar und Stadtschreiber Abelichen Bahn in Gegenwart von Nicolaus Kasseburch, Prediger, Matthias Löher und Hans Pommeresche, beide Bürgermeister, Dietrich Wyckman, Rathmann, Peter Schmit von der Lowenburgk, in welchem die Frau des Tonnies Meyer, Hilligke, seine Söhne Tonnies, Joachim, Heinrich, Hans, Marcus und Clawes, seine Töchter Barbara,


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Wittwe des Gerdt Stuve und Anna, Frau des Gerdt Burmeister, seine Schwiegersöhne Andreas Hadeler und Hans Segelcke genannt und zu Testamentsvollsreckern die Bürgermeister Matthias Löher und Hans Pommeresche, Peter Schmid von der Lowenburgk und der jüngere Tonnies Meyer eingesetzt werden.

d. d. Mölln des sontags nach Egidii den 5. September dieses itz laufenden sechs und neuntzigsten Jahres.
Orig. Perg.


Nr. 184.

1598 Februar 23./28. Jochim Leme, Spinnrademacher und Bürger zu Mölln, bekennt sich gegen Jochim Stamer pflichtig einer Schuld von 20 Mark und verpfändet demselben hierfür sein in der Grovestraten zwischen sel. Marcus Burmesters und Jochim Mollers des Boddekers Haus gelegenes Haus. Der jährliche Zins von 16 Schilling soll verwendet werden zu einem Lichte, das in Winterszeit in der Nicolaukirche zu Mölln brennen soll.

d. d. 1598, in dem vastelaventh.
Orig. Papier. Charta dentata.


Nr. 185.

1600 Februar 8. Lorentz Schacke, wohnhaft zu Boitzenborch verlautbart seine Verpflichtung an das Siechenhaus zu Mölln einen Jahreszins von 5 Mark Lüb. für ein bei ihm liegendes Kapital von 100 Mark abzugeben, welches sein verstorbener Vetter Lorenz Schacke, Dompropst und Domdecan der Stifte Schwerin und Ratzeburg dem genannten Spital vermacht hat.

d. d. 1600, am 18. tagk des monats Februarii.
Orig. auf Papier. Mit aufgedr. Pettschaft.


Nr. 186.

1600 März 3. Hinrick Wackerbardt, Sohn des Hartwich Wackerbart, erbgesessen zu Kugel, stellt dem Rath der Stadt Mölln einen Urfedebrief aus.

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d. d. Mölln, den 3. März 1600.
Orig. Papier. Mit den drei aufgedruckten Siegeln des Hinrich und Hartwich Wackerbart und des Hans Daldorp zu Wotersen.


Nr. 187.

1601 Juni 25. Zwei Schreiben von Bürgermeister, Rath und verordneten Kirchgeschwornen zu Mölln an ein nicht genanntes Domkapitel, betreffend rückständige, von diesem zu zahlende Zinsen.
Copie. Papier.

d. d. Mölln, den 25. Juni 1601.


Nr. 188.

1606. Bündniß des Herzogs Ernst von Braunschweig und Lüneburg mit den Hansestädten Lübek, Bremen, Hamburg, Magdeburg, Braunschweig, Lüneburg und Hildesheim.
Undatirt, das Jahr 1606 ist im Text genannt.
Copie auf Papier.


Nr. 189.

1611 Juni 3. Schreiben von Heinrich und Ulrich Wackerbarth, Vettern, an Bürgermeister und Rathmannen von Lübek, betreffend einen auf ihrem Gute Segran lastende Schuldforderung der Kirche zu Mölln.

d. d. Kogel den 3. Junii anno 1611.
Orig. Pap. mit beiden aufgedr. Siegeln.


Nr. 190.

1612 März 12. Schreiben des Hans Lutzow an seinen Vetter Vicke Lutzow auf Dutzow, betreffend eine Schuld im Betrage von 500 Mark eines ihrer Voreltern Jochim Lutzow zu Grabow an die Kirche zu Mölln.

d. d. Sweryn 12. Martii anno 1612.
Original Papier.

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Nr. 191.

1618 April 24. Bürgermeister, Rath und Kirchenvorsteher zu Mölln kommen mit Dr. Winckler, Advocaten am Reichskammergericht zu Speier, bez. des von dem letzteren für die Stadt Mölln zu führenden Prozesses (Beitreibung rückständiger Renten aus Pressier, Seedorf, Briesau, Siebeneichen, Hamfeld und Müssen) überein.

d. d. Mölln den 24. Aprilis 1618.
Orig. auf Papier.


Nr. 192.

1622 August 9. Vertrag zwischen den verordneten Kirchherren zu Mölln Herman Scheun und Marcus Meyer einerseits und Liborius Jolt andererseits wegen Aufführung einer Mauer bei dem Pfarrhofe.

d. d. Mollenn den 9. Augusti 1622.
Orig. auf Papier.

Nr. 193.

1625 März 15. Schreiben des Heinrich Wackerbarth an Oswalt Rantzow, Hauptmann zu Mölln, betreffend eine Schuldforderung der Kirche zu Mölln, in welchem er um Aufschub bittet und sich zur Zahlung eines Theils der Summe bereit erklärt.

d. d. Kogel, 15. Martii 1625.
Orig. Perg. mit aufgedr. Siegel.


Nr. 194.

1625 März 30. Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln verlautbaren, zur Besoldung in ihrer Stadt einquartirter Soldaten von den Provisoren der Nicolai-Kirche daselbst ein Darlehn von 400 Mark Lübisch empfangen zu haben.

d. d. Mölln 1625, in den heiligen ostern.
Orig. Pap., beschädigt. Mit aufgedr. städt. Secret.

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Nr. 195.

1625 April 25. Schreiben des Heinrich Wackerbarth an Oswald Ranzow, Hauptmann zu Mölln, betr. eine Schuldforderung der Kirche zu Mölln, in welchem er sich zur Zahlung von 200 Mark bereit erklärt und um Stundung der Restforderung bittet.

d. d. Kogel den 25. Aprilis 1625.


Nr. 196.

1625 Mai 7. Heinrich Wackerbarth, erbgesessen zu Kugel, stellt den Provisoren der Nicolai-Kirche zu Mölln eine Verschreibung über eine von seinem Vorfahren Otto Wackerbarth überkommene Schuld von 150 Mark aus.

d. d. Kugel, den 7. Mai 1625.
Orig. auf Papier. Mit aufgedr. Pettschaft.


Nr. 197.

1644 April 12. Hieronymus von Dörings Schreiben an den Hauptmann Peter Bass, Bürgermeister, Rath und Kirchenprovisoren zu Mölln wegen eines zu Altmölln Angesessenen, spec. der Unterthänigkeit desselben unter der Jurisdiction von Lübek oder Mölln.

d. d. Woltersdorff, 1644 den 12. April.
Orig. auf Papier.


Nr. 198.

1667 April 19. Testament des Ernst Rördanz, Bürgers zu Mölln.

d. d. Mölln den 19. Aprilis 1667.
Orig. Perg. Notar.-Urkunde.


Nr. 199.

1685 Juni 24. Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln beurkunden, daß ihnen Hans Braunsen zu Sirksfelde 1000 Mark gegen 5 % Zinsen vorgestreckt hat.

d. d. Mölln 1685, auf S. Johannis.

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Orig. auf Papier. Mit aufgedrucktem größeren Stadtsiegel.


Nr. 200.

1692 April 28. Johann Daniel Klett und Jochim Sachtmann, Testamentarier des verstorbenen Cort von Dorne, Catharina, Wittwe des letztern und Nicolaus Hartmann, Kurator derselben, quittiren dem Rath der Stadt Mölln den Empfang von 3000 Mark Lüb. nebst 420 Mark Lagio und Zinsen.

d. d. Lübek, den 28. Aprilis 1692.
Orig. auf Papier.


Nr. 201.

1696 Januar 9. Otto Wackerbarth bittet Bürgermeister und Rathmannen von Mölln um Aushändigung der deponirten 1000 Gulden.
d. d. Kogel 9. Januarii anno 96.
Orig. Perg. mit aufgedr. Siegel.


Nr. 202.

1699 März 30. Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg bestätigt die Privilegien der Stadt Mölln.

d. d. Weyhausen, den 30. März 1699.
Orig. auf Papier. Mit Unterschrift und aufgedr. Siegel.


Nr. 203.

1725 November 1. Johann Lichtenberg bekennt, von der Verwaltung der St. Georgen-Kirche (Hospital St. Georg?) zu Mölln ein Darlehen von 100 Mk. zum Ankauf eines Hauses erhalten zu haben und verpfändet hierfür sein in der Bleystraße gelegenes Haus.

d. d. Mölln den 1. November 1725.
Orig. auf Papier. Mit aufgedr. Pettschaft.


Nr. 204.

1726 Februar 14. Revers des Harm Friedrich

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Burmeister gegen die Kirchgeschwornen der Nicolai-Kirche zu Mölln bezüglich eines ihm von den letzteren gegen einen Jahreszins von 1 Mark und 8 Schill. überlassenen Hofes in der Stadt Mölln.

d. d. Mölln, den 14. Februar 1726.
Orig. Pap.

Nr. 205.

1732 August 13. König Georg II. bestätigt die Privilegien der Stadt Mölln.

d. d. Herrenhausen 1732, 13. August.
Orig. Perg. Mit angeh. Königl. Siegel.


Nr. 206.

1736 Februar 3. König Georg II. bestätigt den Amts- und Gildebrief der Höker in der Stadt Mölln.

d. d. Hannover, den 3. Februar 1736.
Orig. auf Papier. Mit anhang. Siegel.


Nr. 207.

1782 Ostern. Schuldverschreibung des Klempners Christian Gottfried Weis über ein von dem Administrator der Stamerschen Testamentsgelder, Kämmerer Gildemester, empfangenes Darlehen von 50 Mark.

d. d. in termino Ostern 1782.
Orig. auf Papier.


Nr. 208.

1782 April 15. Extract aus dem Rathsprotokoll der Stadt Mölln betr. die Löschung einer auf dem Hause des Kaufmannes Ludwig Burmester (vormals Wittwe Sophia Juliana Nahmacher) vorgetragenen Hypothek für eine Forderung von 354 Mark Kirchen-, Hospital- und Testamentsgelder.

d. d. 1782 den 15. April.
Orig. auf Papier.

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Nr. 209.

1788 October 28. König Georg III. bestätigt in Erneuerung einer Urkunde seines Vorgängers Königs Georg II. d. d. Herrenhausen den 13. August 1732, der Stadt Mölln ihre Privilegien und Freiheiten.

d. d. St. James den 28. October 1788.
Orig. Perg. Mit Unterschrift und angeh. Königl. Siegel.

Nr. 210.

1806 Juni 24, 1807 Juli 23. Rathsdecret über die Verpfändung eines in der Mühlenstraße gelegenen Hauses Seitens des Maurermeisters Georg Nicolaus Reuter für ein von dem Administrator der Stamerschen Testamentsgelder, Kämmerer Schröder, entnommenes Darlehen von 300 Mark dän. und Verschreibung des p. Reuter, aus der hervorgeht, daß dieses Geld vorher bei Bleicher Winter zum Doctorhof gestanden.

d. d. Mölln den 23. Juli 1807 und in termino Johannis 1806.
Orig. auf Papier.

Nr. 211.

1844 Februar 22. Contract zwischen dem Königl. Forst- und Jagdamte des Herzogthums Lauenburg Namens der Königl. Rentekammer und Bürgermeister und Rath der Stadt Mölln, betr. die Ueberlassung des der Landesherrschaft zuständigen Antheils an den gemeinsamen Forst Groß- und Klein-Drüsen.

d. d. Mölln den 22. Februar 1844.
Orig. perg. mit zwei aufgedr. Siegeln.

Mit angeschlossener Bestätigungsurkunde König Christians VIII., d. d. 1. Mai 1844 und Traditionsact d. d. 31. Mai 1844.

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Auszüge aus den hier verzeichneten Urkunden findet man unter dem Titel „Extractus librorum publicorum civitatis Moelnensis de Ao. 1318 usque ad A. 1593“ in W. F. Pistorii amoenitates historico-juridaicae III. pag. 505-616.

Außer den vorverzeichneten Urkunden befinden sich im Staatsarchiv zu Schleswig noch nachstehende Acten der Stadt Mölln:


I. Stadtbücher, Rathsprotocolle u. dergl.
 

1. Niederstadtbuch a. d. J. .......... 1533-1566
(liber inferior civitatis Mollensis continens varios
contractus variasque obligationes et sententias,
insipiens ab anno 1533 finiens 14. Februar 1566
)

2. Niederstadtbuch a. d. J. .......... 1566-1580
(liber inferior civitatis Mollensis continens varios
contractus variasque obligationes et sententias.
de 23. Februar 1566 – 17. Decbr. 1580.) (14. October 1614.
)

3. Niederstadtbuch a. d. J. .......... 1581-1596
(liber inferior civitatis Mollensis continens varios
contractus variasque obligationes et sententias.)
de 1. Juli 1581 – 13. Decbr. 1596 (vorn defect.
)

4. Niederstadtbuch a. d. J. .......... 1597-1608
(liber inferior civitatis Mollensis continens varios
contractus variasque obligationes et sententias.
)

5. Kämmereirechnungsbuch a. d. J. .......... 1528-1551

6. Kämmereirechnungsbuch .......... 1551-1574

7. Kämmereirechnungsbuch .......... 1589-1619

8. Bürgeraufnahme-Register .......... 1548-1670

9. Steuerempfangsregister .......... 1583

10. Denkbuch .......... 1588-1589


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11. Rathsprotocoll (defect) enthaltend Aufzeichnungen aus den Jahren .......... 1678-1693

12. Gebundener Band, enthaltend Aufzeichnungen über vor dem Rath
gepflogene Verhandlungen und geschäftliche Vorgänge .......... 1671-1677

13. Protocoll des Raths über die in demselben gepflogenen Verhandlungen,
Pastor- und Kantorwahlen, Bürgeraufnahme u. a. .......... 1693-1698

14. Fester Band, enthaltend Aufzeichnungen über vor dem Rath gepflogene
Verhandlungen in kirchlichen, prozeßualischen und Verwaltungs-Angelegenheiten .......... 1704-1708

15. Criminalgerichtsprotocoll, enthaltend vorzugsweise den Wortlaut
der dem Rath von Mölln geleisteten Urfehden .......... 1568-1630

16. Criminalgerichts-Protocoll .......... 1572-1663

17. Criminalgerichts-Protocoll .......... 1686-1765

18. Einzelne Notizen über Rechtshandlungen, welche auf dem
Rathaus protocollirt worden sind ......... 1549-1598


II. Acten der Stadtverwaltung.

19. Grenzverhältnisse, insbes. Grenzstreitigkeiten mit
Lehmrade und Grenzvertrag mit Marienwohld .......... 1502-1591

20. Fragmente von Actenstücken verschiedenartigen Inhalts .......... 1531-1663

21. Feststellung der Höhe der Bierpreise .......... 1533-1609

22. Schuldforderungen, meist von Privaten unter einander,
einzelne Erbschaftsangelegenheiten und Injurienklagen .......... 1534-1696

23. Befestigung und Sicherung der Stadt .......... 1537-1591

24. Vorschreiben verschiedener fürstlichen Persönlichkeiten an die Stadt Mölln in verschiedenen


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Civilproceßsachen (Herzog von Meklenburg, Aebtissin von Quedlinburg,
Herzog von Braunschweig, Erzbischof von Bremen) .......... 1535-1609

25. Correspondenz zwischen dem Rath von Lübek und dem von Mölln,
betr. Schuldklagen, Erbschafts-Verhältnisse, Intercessionen u. a. .......... 1537-1579

26. Vorschreiben des Herzogs Magnus von Lauenburg, der Herzogin Katharina
von Lauenburg, der Herzogin Maria und des Herzogs Franz von Lauenburg in
Betreff von Forderungen ihrer Bediensteten an Bürger von Mölln .......... 1543-1605

27. Testaments-, Hinterlassenschafts- und Vormundschafts-Angelegenheiten .......... 1544-1598

28. Erlasse verschiedenartigen Inhalts, von Bürgermeister und Rath
zu Lübek an Bürgermeister und Rath von Mölln gerichtet .......... 1544-1644

29. Jahrmarktsverlegung durch den Rath zu Lüneburg und Boitzenburg .......... 1547 u. 1587

30. Holzschlag, Holzverkauf etc. .......... 1544-1596

31. Handels- und Gewerbe-Betrieb einzelner Bürger in der Stadt .......... 1557-1681

32. Petitionen verschiedenartigen Inhalts an Bürgermeister
und Rath von Mölln gerichtet .......... 1561-1682

33. Hütung des Marienwohlder Viehs und des Viehs Privater auf Möllner Gebiet .......... 1562-1591

34. Niederlassung des Hauptmanns zu Ratzeburg Zachar. v. Horneburg in Mölln .......... 1580

35. Unterstützungs-Gesuche Privater an den Rath von Mölln .......... 1587-1687


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36. Fischereiangelegenheiten, spec. die Verpachtung der Fischerei
auf dem Möllner und den herumliegenden Seen und die
Fischereigerechtigkeit auf dem Pinn-See .......... 1588-1666

37. Ansprüche des Mathias Lehmkuhl aus Tramm an den Rath von Mölln ..........1590

38. Arbeit im Schiffgraben zu Mölln .......... 1593

39. Vier Schreiben des Raths zu Hamburg und ein Schreiben des Raths zu
Lübeck an den Rath zu Mölln betr. Kündigung von Kapitalien im Betrag
von 1000 und 4000 Mk., welche der Hamburger Rath verzinst hatte, und
Uebertragung der 4000 Mk. an den Rath zu Lübeck zur Verzinsung .......... 1595

40. Verordnung für die Stadt Mölln, bez. Verlobung, Mitgift,
Hochzeitsfeier, Kindtaufe, ausgestellt zu Lübeck .......... 1585

41. Dem Rath zu Mölln dedicirte Bücher
(prognosticum astronomicum u. a.) .......... 1586-1588

42. Rückständige Steuerzahlung der Erben des Berthold von Berkentin
zu Zecher an den Herzog von Sachsen-Lauenburg und Verpflichtung
derselben zum Roßdienst. .......... 1598-1599

43. Aufzeichnungen von Geschäftshandlungen des Magistrats, Decrete
und Schreiben desselben, Abschr. eingekommener Briefe .......... 1608-1690

44. Rechnung des Claus Pommeresche für den Möllner Rath .......... 1640

45. Einzelne Privatverträge (Schuldverschreibungen, Kaufs-
und Darlehensverträge, Testamente u. a.) .......... 16. Jahrh.

46. Copie eines Notariatsinstruments über die von den Zünften zu Lübeck be-

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schlossene Befragung der einzelnen Rathsmitglieder hinsichtlich ihrer Zustimmung
zu dem von Bürgermeister Dietrich Brömse erlassenen Mandat .......... 1664

47. Vorstellung des Raths von Mölln an die Braunschweig-Lüneburg’sche
Regierung wegen der Absicht der letzteren, für die nach Mölln zu verlegende
Lauenburg’sche Landesregierung das Rathhaus in Verwendung zu nehmen .......... 1693

48. Aktenbruchstücke, Subsidialschreiben auswärtiger Behörden .......... 16. Jahrh.

49. Aktenbruchstücke des verschiedenartigsten Inhalts, meist Correspondenzen
des Raths von Mölln mit den Bürgern und benachbarten Grundbesitzern in
Schuld- und Nachbarangelegenheiten, mit dem Rath von Lübeck als vorgesetzter
Behörde in Sachen der städtischen Verwaltung .......... 16. u. 17. Jahrh.

50. Budgetentwürfe über Ausgaben und Einnahmen der Stadtverwaltung Mölln
mit dazu gehörigen Erläuterungen und der auf die Festsetzung des Etats
bezüglichen Correspondenz zwischen dem Unterpräfecten des Arondissements
Lübeck und dem Maire zu Mölln .......... 1811-1813

III. Justizsachen.


51. Requisitionen und Vorschreiben auswärtiger Behörden und Gerichtsherrschaften,
meist in Civilproceßsachen .......... 1500-1599

52. Processualia .......... 1536-1609

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53. Justizsachen, spec. Arrestirung von Renten, Holz, Vieh u. a. .......... 1540-1597

54. Processe des Silvester Schultze zu Bergedorf mit Herman
Schumacher und Jürgen und Claus Brannß .......... 1590-1592

55. Proceß des Amtmanns zu Bergedorf mit Sivert Timme .......... 1592

56. Protocolle des Raths (Bruchstücke) meist Civilprocessualia betreffend .......... 1661-1684

57. Streitigkeiten u. Processe vor dem Reichskammergericht abseiten des
Raths und der Kirchgeschwornen zu Mölln und denen von Wackerbarth,
Lützow, Scharpenberch u. a. wegen der Kirche zu Mölln geschuldeter
Capitalien und Renten .......... 1548-1620

58. Criminalproceßacten .......... 1497-1609

59. Criminalproceßacten .......... 1544-1645

59a. Moellner Stadtrecht sp. Frauengerade .......... 1579-1580

IV. Kirchensachen.

60. Registrum fraternitatis vielleicht der Katharinengilde zu Mölln
(eine historische Notiz zum J. 1474, über Kornpreise z. J. 1481.) .......... 1453-1484

61. Registrum der heilgen Leichnams Brüderschaft zu Mölln .......... 1479-1516

62. Kirchen- und Schulsachen .......... 1530-1595

63. 1.) Eine Anzahl von Urkundenabschriften betreffend die
Vermögensverhältnisse der Nicolaikirche zu Mölln (Rentenkaufverträge) 15/16 Jahrh.
2.) Verzeichnis der Einkünfte der Vicare der Kirche zu Mölln .......... 1532

64. Die S. Nicolaikirche spec. das Vermögen

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derselben und der in der Stadt belegenen Hospitien .......... 1537-1721

65. Ausgaberegister des Verwalters des Klosters Steinsdorf,
Otto von Vernrock .......... 1542-1543

66. Rechnung des Blasius Martens über für Kirchenzwecke
gelieferten Wein .......... 1543

67. Verschiedene Verhältnisse der Kirche zu Mölln (Schulwesen, Spital, Kalandshaus,
Berufung von Predigern, Visitatorium des Lübecker Superintendenten, Kirchenparamente,
Führung der Kirchenbücher, Dresdener Katechismus u. a.) .......... 1545-1704

68. Liquidirung einer Forderung der Kalandsbrüderschaft in Mölln und einer
Schuldverschreibung der Frau Abele Schack d. d. 1464 April 5 .......... 1550-1631

69. Rückständige Zinszahlung für eine Schuld des Bisthums Ratzeburg
an die Nicolaikirche in Mölln im Betrag von 500 Mk. .......... 1561-1602

70. Schuld der von Bülow auf Gudow im Betrage von 1000 Mk. an die
Nicolai-Kirche zu Mölln und der aus Anlaß der verweiterten Zinszahlung
entstandene Proceß .......... 1573-1590

71. 1) Abschriften von Urkunden, die Altmöllner Mühle betr.
2) Notizen über die Verwaltung der Kirche zu Mölln, insbes. über die
Abgaben an dieselbe bei Sterbefällen von Pedigern und Rathsmitgliedern .......... 15.-18. Jahrh.

72. Ein Convolut meist im Original vorhandener Urkundenabschriften .......... 1274-1593

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Wie man sieht, ist das Möllner Archiv von dem Würgengel, der gegen Ende der 60er Jahre in Gestalt eines jungen Subalternbeamten zu Actencassiren von Berlin in’s Lauenburgische entsandt wurde und der durch sein plan- und einsichtsloses Actencassiren in den Archiven der Aemter, der Regierung und des Hofgerichts unheilbare Schäden angerichtet hat, glücklich verschont geblieben. Dazu darf man sich billig Glück wünschen.
 

 


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