Jahresbände 1884-1910

Archiv des Vereins für die
Geschichte des Herzogthums Lauenburg
 


Projektdetails / Werkstattbericht
 

Die siebenundzwanzig Jahresbände des "Vereins für die Geschichte des Herzogthums Lauenburg" (erschienen in Einzellieferungen in den Jahren 1884-1910), bilden einen wesentlichen Beitrag zur Kreisgeschichte, können aber aus verschiedenen Gründen ihre regionalgeschichtliche Wirkung heute kaum mehr entfalten:
 
Sie sind mittlerweile im Antiquariatshandel rar, waren selbst im Kreismuseum bis vor einiger Zeit zum Teil nur als Fotokopien existent. Erst die erweiterten Möglichkeiten des Internet-Antiquariats erlaubten es, die Lücken zu schließen.

Die Archivbände wurden damals aus Kostengründen auf holzschliffhaltigem Papier gedruckt, was zu einer sukzessiven Seitenbräunung mit einhergehenden schlechteren Lesbarkeit sowie einer merkbaren Brüchigkeit der Seiten geführt hat.
 
Viele Abonnenten ließen sich die Einzelhefte
preisgünstig maschinell binden, also nicht in traditioneller Buchbindermanier. Mit den Jahren entstand so das bekannte Problem rostender Heftungen mit Drahtklammern: ganze Lagen lösen sich.
 
Die Seiten wurden in Frakturschrift gesetzt, was für einen Teil der heutigen Leserschaft eine gewisse Barriere bildet.
 

Somit ist ein Teil kardinaler Regionalgeschichtsliteratur gleichermaßen in der Fortdauer/Wirkmächtigkeit gefährdet.
 
Daher erschien eine digitale Verfügbarmachung sinnvoll. In vieljähriger Arbeit hat das Bearbeitungsteam des Kreismuseums Herzogtum Lauenburg (Frau Regina Buhk, Dr. Horst Otto Müller und Frau Gabriela Wätge) für die benutzeroptimierte Bereitstellung dieses kreisgeschichtsrelevanten Bibliotheksgutes gesorgt.

Folgende Kritierien für die Aufarbeitung standen dabei im Vordergrund:
 

Konsistente Zitierfähigkeit der jeweiligen Artikel durch Einfügung von Seitentrennlinien, flankiert von Seitenziffern/-zahlen
 
Erschließung sämtlicher Inhalte über ein ausführliches alphabetisches Register
 
Schaffung einer zusätzlichen Verlinkungsmöglichkeit über den Autornamen
 
Chronologische Sortierungsoption zur Wahrung der ursprünglichen Abfolge der Einzelhefte
 
Erleichterte Lesbarkeit (deutlich größere Schrifttype als im Original, im Browser anpaßbar)
 
  Bereitstellung der Option, diejenigen Artikel, welche damals in Fortsetzungen erschienen waren, im Zusammenhang lesen zu können
 
Durch Anklicken vergrößerbare Abbildungen und Textillustrationen
 
Komfortable Nutzung in Forschungsarbeiten etc. (Suchen nach Textstellen, Kopierfunktion von Textabschnitten, daher auch der bewußte Verzicht auf die zu Anfang des Projekts entstandene Idee, lediglich gescannte Textseiten einzubinden)


Als Motto für das Gesamtvorhaben kann eine Anmerkung von Professor K. F. L. Arndt dienen. Er formulierte 1887 in seinem Aufsatz über den Sinn des Wiederabdrucks "Zehntenregister des Bistums Ratzeburg": "Da diese Schrift im Buchhandel nicht mehr zu haben und sehr selten ist, so wird die vorliegende Reproduction derselben gewiß allen Geschichtsfreunden höchst willkommen sein."


Die Umsetzung der Vorlage / Typographische Gestaltung

Es fiel leicht, das ursprüngliche Ziel aufzugeben, in optischer Hinsicht eine möglichst getreue Umsetzung der Textvorlage in Hypertext (.html) zu erreichen. Ein Testlauf mit Probeseiten in verschiedenen Browsern belegte, daß erheblich unterschiedliche Darstellungsformen zu verzeichnen waren (von der Darstellung auf mobilen Geräten ganz zu schweigen). Eingearbeitete Schriftvorgaben wurden vielfach ignoriert. Das führte zu einer bewußten Konzentration auf drei Gestaltungsprinzipien:

normaler Text - normale Schrifttype
Fettdruck oder
andere Schrifttype
- fett und kursiv
G e s p e r r t e s - Großbuchstaben (VERSALIEN)
     

Eine gesperrt gedruckte Textmenge auf den Webseiten auch gesperrt wiederzugeben verbietet sich, weil dann nach diesen Worten nicht gesucht werden kann; außerdem entstehen Wortumbruchprobleme, je nach Browser.

Auf einigen Seiten finden sich Buchschmuck-Elemente. Da es sich hier nicht um ein Faksimile-Projekt handelt, wurde auf die exakte Wiedergabe dieser Versatzstücke verzichtet. Findet sich auf den Seiten eine gerade horizontale Trennlinie, wird diese in Form einer Strichreihe ______________ reproduziert, Buchschmuckornamente etc. erscheinen pauschal in Form von 3 Sternchen (Asteriske) zwischen zwei Leerzeichen:  * * *


Weitere Aspekte

Es gibt vielfach deutliche Unterschiede zwischen der Titelwiedergaben einzelner Aufsätze im Inhaltsverzeichnis und der Art, wie sie über dem tatsächlichen Text erscheinen. Sie wurden in den Inhaltsverzeichnissen offenbar oft aus Gründen der Übersichtlichkeit eingekürzt. Um Verwirrungen auszuschließen, läßt sich innerhalb der chronologischen Auflistung eine gescannte Wiedergabe des jeweiligen Inhaltsverzeichnisses aufrufen.

Besondere Hinweise, Hinzufügungen des Herausgebers sowie Korrekturen finden sich in roter Schrifttype. Speziell bei sinnentstellenden Druckfehlern läßt sich so sofort erkennen, daß es sich um einen Fehler in der Vorlage handelt.

 

 

 

 



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