Vollsphärische Raumdokumentation

Der Rokokosaal des Kreismuseums


Der von Johann Nepomuk Me(t)z 1766 mit Stuck ausgestattete Rokokosaal des Kreismuseums ist optisch sicher einer der Höhepunkte des Gebäudes. Schon lange bestand der Wunsch, ihn in seiner überzeugenden Architektur adäquat im Bild umzusetzen. Das ist jetzt möglich geworden durch eine sogenannte vollsphärische HDR-Aufnahme. Der Begriff HDR (High Dynamic Range, also: hoher Dynamikumfang) steht für eine Form der Fotografie, bei der unterschiedlich belichtete Fotos ein und desselben Motivs im Rechner übereinandergelegt und miteinander verschmolzen werden. HDR-Aufnahmen vermeiden Über- und Unterbelichtungen und erreichen einen wesentlich höheren Tonwertumfang als eine Einzelaufnahme.

Mit Hilfe einer speziellen Aufnahmetechnik erstellt eine hochwertige Spiegelreflexkamera mehrere Aufnahmereihen (stark unterbelichtet, unterbelichtet, normal belichtet, etwas und stark überbelichtet). Anders als bei normalen Rundumaufnahmen nimmt sie den Raum nicht nur 360 horizontal auf, sondern gleichzeitig auch noch 360 vertikal. Da dabei auch die Stativbeine fotografiert werden, bedarf es einer nachträglichen letzten Aufnahme, die auf den Fußboden gerichtet ist, um diesen Bereich später zu ersetzen. Unter Zuhilfenahme spezieller Software werden die Aufnahmereihen anschließend am Rechner verarbeitet, wobei die unterschiedlichen Belichtungen dazu dienen, Überstrahlungen (z. B. der Fenster) und Schattenbereiche harmonisch auszugleichen.

Das Ergebnis (in unserem Fall erstellt von der Fachfirma "m-innovations - advanced imaging services" aus Fernwald bei Gießen) stellt ein nahtloses Rundumfoto des gesamten Raumes dar. Das Besondere dabei ist die Qualität des fertigen Fotos (20.000 x 10.000 Pixel). Der Zugriff auf diese zweihundert Millionen Pixel erlaubt es den Besuchern dieser Seite, sich nicht nur einen Überblick zu verschaffen, sondern sich auch an Details des Raumes heranzuzoomen. Bewegungen im Bild lassen sich leicht mit gedrückter linker Maustaste realisieren, Zooms durch Drehen des Maus-Rads. - Viel Freude beim Entdecken! (Das Laub vor den drei westlichen Fenster stammt von den beiden Bäumen im Ehrenhof des Museums, beim Blick durch die nach Osten weisenden Fenster erkennen Sie Häuser am jenseitigen Domseeufer am Bäker Weg.)

Da die Nutzer über sehr unterschiedlich schnelle Internetzugänge verfügen, werden zwei Auflösungen angeboten: mit einem Mausklick - im Display unten links - läßt sich die Anzeige entsprechend umschalten. Die geringere Auflösung lädt rascher, aber Sie können nicht so weit ins Bild hineinzoomen wie bei der hohen Auflösung.